GERÄTETURNEN: Chiara Gisler turnt zur Goldmedaille

Mit zwei Medaillen innert zwei Tagen trumpfte Chiara Gisler am Wochenende gross auf. An den Gerätemeisterschaften in Oberbüren gab es zudem Auszeichnungen für Olivia Herger, Viviane Kempf, Sina Gisler und Franca Tramonti.

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Im Bild links: Chiara Gisler holt in Oberbüren Gold, Julia Müller gewinnt eine Auszeichnung; rechts: K5- und K7-Turnerinnen posieren fürs Gruppenbild. (Bilder: Rita Zgraggen (Oberbüren, 3. September 2017))

Im Bild links: Chiara Gisler holt in Oberbüren Gold, Julia Müller gewinnt eine Auszeichnung; rechts: K5- und K7-Turnerinnen posieren fürs Gruppenbild. (Bilder: Rita Zgraggen (Oberbüren, 3. September 2017))

Paul Gwerder

redaktion@urnerzeitung.ch

Die SM-Challenge wurde am Samstag, 2. September, in der Turnhalle Utenberg in Luzern mit den besten Geräteturnerinnen aus der ganzen Schweiz ausgetragen. Von der Getu Bürglen wurden Chiara Gisler (K6) sowie die beiden K5-Turnerinnen Sina Gisler und Olivia Herger eingeladen.

Chiara Gisler startete mit einer fast perfekten Bodenübung, die mit 9,50 Punkten belohnt wurde. An den Schaukelringen gelang ihr eine gute Leistung (9,25). Am Sprung trumpfte sie mit einem Salto gebückt sowie einem gestreckten Salto auf und erhielt dafür die Tagesbestnote 9,55. Den Wettkampf beendete Gisler mit einer soliden Leistung am Reck. An der Siegerehrung erhielt sie für die 37,50 Punkte verdientermassen die Bronzemedaille.

Bei den K5-Turnerinnen zeigte Sina Gisler dem Publikum eine neue Übung und erhielt dafür die Note 9,05 gutgeschrieben. Die beste Note (9,05) erhielt ihre Teamkollegin Olivia Herger am Sprung. Schlussendlich klassierte sich Olivia Herger auf dem 21. Rang mit 35,55 Punkten, während Sina Gisler auf den 25. Platz (35,20) kam.

Goldmedaille für Chiara Gisler

Einen Tag später, am Sonntag, 3. September, an den kantonalen St. Galler Gerätemeisterschaften in Oberbüren, waren 13 Turnerinnen in den Kategorien 5 bis 7 von der Getu Bürglen dabei. Chiara Gisler (K6) startete stark in den Wettkampf mit einem sehr hohen, gebückten und gestreckten Salto, der mit der Tagesbestnote von 9,55 bewertet wurde. Am Reck turnte sie eine saubere und schwungvolle Übung mit guter «Kippe und Felge» vorwärts und einem sicheren Abgang zum Stand. Die Bodenübung mit einer schönen Tempobahn («Rondat-Flic») und einem sauberen Spitzwinkel, Spagat und Handstand ergaben wiederum die beste Note aller Turnerinnen (9,40). Zum Abschluss zeigte Chiara Gisler an den Ringen eine gespannte Übung mit einem gelungenen Auskugeln, wofür sie die Note 9,35 erhielt. Die 37,50 Punkte reichten Chiara Gisler für die Goldmedaille.

Julia Müller gelang am Reck eine tolle Übung mit guten «Bückumschwüngen und einem hohen Unterschwung». Der Sprung (9,45) «Salto gebückt und gestreckt» ist ihr ebenfalls perfekt gelungen. Neben einer soliden Ringübung hatte sie am Boden einige Patzer drin. Trotzdem erhielt Julia Müller für 36,25 Punkte die Auszeichnung. Nur einen Rang dahinter klassierte sich Marina Zgraggen. Sie konnte insbesondere mit ihren hohen Sprüngen (Salto gebückt und gestreckt) punkten. Die Bodenübung gelang ihr mit einer schönen Tempobahn mit «Rondat-Flic Salto» überzeugend.

Am ersten Gerät, dem Reck, bekam Viviane Kempf für die sicher geturnte Übung die Note 9,40. Gute Wertungen erhielten ebenfalls Olivia Herger (9,20), Franca Tramonti (9,15) und Sina Gisler (9,00). An der Bodenübung turnte Olivia Herger fast perfekt, sie bekam die Note 9,50.

Liliane Gisler fehlte verletzungsbedingt

Einen starken Auftritt hatte Sina Gisler, die für ihre Leistung 9,35 erhielt. Am Sprung war Viviane Kempf die beste Bürgler Turnerin mit 9,55 vor Sina Gisler (9,30). Am schwächsten Gerät, den Schaukelringen, gab es für die Urnerinnen keine Noten über der Note 9. Schlussendlich durften trotzdem Olivia Herger (11.), Viviane Kempf (12.), Sina Gisler (14.) und Franca Tramonti die Auszeichnung in Empfang nehmen.

Bei den K7-Turnerinnen fehlte die Teamleaderin Liliane Gisler, die sich im Training eine Verletzung zugezogen hatte. Am Boden hatte Désirée Zgraggen einen souveränen Auftritt (8,95). Ebenso Melanie Zgraggen, welcher der Flickflack sehr gut gelungen ist. An den Schaukelringen mussten sich die Bürglerinnen auf die extrem kurzen Ringe einstellen. Dies hatte zur Folge, dass sie schneller turnen mussten als gewohnt, und das schlug sich auch in mässigen Noten nieder. Der Sprung gelang keiner der drei Mädchen optimal, und sie mussten sich mit tiefen Noten begnügen. Am Reck zeigte Melanie Zgraggen eine neue Übung und konnte den schwierigen Abgang zum ersten Mal zu Ende turnen. Trotz des tollen Einsatzes verpassten alle drei die begehrte Auszeichnung in Oberbüren.