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GERÄTETURNEN: Dieses Duo ist kaum zu stoppen

Die Zwillinge Mirjam und Christelle Bregenzer (14) sind derzeit die regionalen Überfliegerinnen. An der Regionenmeisterschaft Napf in Dagmersellen stehen sie einmal mehr ganz oben auf dem Podest.
Stefanie Meier
Gleichen sich wie ein Ei dem andern: Mirjam (vorne) und Christelle Bregenzer (Beromünster). (Bild: Marianne Baschung (Dagmersellen, 5. Mai 2018))

Gleichen sich wie ein Ei dem andern: Mirjam (vorne) und Christelle Bregenzer (Beromünster). (Bild: Marianne Baschung (Dagmersellen, 5. Mai 2018))

Stefanie Meier

regionalsport@luzernerzeitung.ch

Seit sich die Zwillingsschwestern aus Beromünster vor einigen Jahren fürs Geräteturnen entschieden haben, sind sie kaum noch zu bremsen. Einen Podestplatz jagt den nächsten – und das fast ausnahmslos. Im Jahr 2013 bestritten die beiden Ausnahmetalente ihren ersten Wettkampf an der Regionenmeisterschaft in Dagmersellen. Damals, 9-jährig, sorgten sie mit ihrem Doppelsieg für viel Furore, war ihre Turnkarriere doch gerade mal ein Jahr alt.

Von da an ging es stets aufwärts und bald glänzten sie auch an nationalen Titelkämpfen mit Topresultaten. Es waren dies unter anderem im Jahr 2016 und 2017 der dritte respektive zweite Rang mit dem Team sowie Rang fünf für Mirjam und Platz sechs für Christelle in der Einzelwertung der Kategorie 6. Ein Schweizer Meister Titel war für die beiden schon zum Greifen nahe.

Seit Beginn ihrer noch jungen Turnkarriere waren sie in Dagmersellen regelmässig auf dem Podest anzutreffen. So auch am vergangenen Samstag an der 17. Austragung der Regionenmeisterschaft Napf. Mit Noten zwischen 9,55 und 9,80 und einem Gesamttotal von 38,70 siegte Mirjam souverän vor ihrer Schwester Christelle (37,95) auf Rang zwei in der Kategorie K6. Dabei boten sie dem Publikum einige Leckerbissen. Siegerin Mirjam wagte sich am Sprung an den Doppelsalto vorwärts gehockt. Zwar noch mit Sturz in der Landung, aber die Wettkampferfahrung stand hier ganz klar im Vordergrund. «Ich habe keine Angst, solch schwierige Elemente zu zeigen. Ich vertraue auf unsere Leiter, die mich auffangen, sollte was schief gehen», so Mirjam. Die Rede war hier von Claudia Hüsler, die die beiden Turnerinnen schon seit Jahren betreut. Ab und zu auch trainieren sie unter den Fittichen des mehrfachen Schweizer Meisters Simon Stalder aus Rickenbach.

Der Unterschied liegt im Charakter

Bekannt sind die Zwillinge auch wegen ihres Aussehens. Nur ihr engster Umkreis kann sie unterscheiden. Doch könnten sie charakterlich nicht unterschiedlicher sein. «Wir wollen nicht wie die klassischen Zwillinge auftreten und tragen deswegen auch nie dieselben Kleider. Wir sind eigentlich sehr unterschiedlich – nur sieht man das eben nicht», so Mirjam. Sie trägt beispielsweise meist unifarbene Kleider, ist eher zurückhaltend. «Vielleicht liegt das daran, dass ich eine Minute älter bin als Christelle», fügt Mirjam schmunzelnd hinzu. Chris­telle hingegen greift zu Farbe und lässt viel mehr Emotionen zu. «Und ich bin ein paar Zentimeter grösser als Mirjam», so Chris­telle stolz. Eines haben sie sicher gemeinsam: ihren Ehrgeiz. Ganz offen und ehrlich geben sie zu, immer zu den Besten gehören zu wollen. «Das hat nichts damit zu tun, dass wir der anderen den Erfolg nicht gönnen. Im Gegenteil, wir brauchen Konkurrenz, um uns messen zu können. Aber dennoch haben wir eben diesen Ehrgeiz in uns und sehen uns gegenseitig auch als die grösste Konkurrenz», so die Geschwister Bregenzer unisono.

Nicht selten kommt es vor, dass sie sich gegenseitig den Sieg streitig machen. An ihrer Geschwister-Liebe ändert das aber nichts. «Wir können nicht lange böse aufeinander sein», sagt Christelle. Zweimal die Woche trainieren die beiden mit ihrem Verein in Beromünster. Dazu kommt ein Training mit der Jugend-Sprungsektion in Rickenbach. Es liegt auf der Hand, dass sie sich im Training gegenseitig pushen. Da sie bereits schwierigere Elemente in ihre Übungen miteinbauen, liebäugeln sie mit dem Aufstieg in die Kategorie 7. Dort erwartet sie dann eine stärkere Konkurrenz, die sich keineswegs kampflos geschlagen gibt.

An Herausforderungen soll es in den nächsten Jahren nicht fehlen. «Wir wollen noch lange weiter turnen, viele Podestplätze erreichen und vor allem für unsere kleine Schwester ein Vorbild sein», da sind sich die Zwillinge einig. Im Fokus stehen aber vorerst die kommenden Qualifikationswettkämpfe für die nationalen Titelkämpfe. Nach den Erfolgen im Vorjahr wollen sie sich auch heuer wieder einen SM-Startplatz erkämpfen.

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