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FC St. Gallen U21: Gewinnen ist Nebensache

Der Auftakt in die Saison ist dem U21-Team des FC St. Gallen in der 1. Liga mit dem 2:1-Heimsieg gegen Mendrisio geglückt. Trainer Brunello Iacopetta legt jedoch mehr Wert auf die individuelle Entwicklung der Talente.
Ives Bruggmann
Ajet Sejdija (in Grün) und die U21 des FC St. Gallen sind mit einem Sieg in die 1. Liga gestartet. (Bild: Hanspeter Schiess)

Ajet Sejdija (in Grün) und die U21 des FC St. Gallen sind mit einem Sieg in die 1. Liga gestartet. (Bild: Hanspeter Schiess)

Seit dieser Saison trainiert Brunello Iacopetta die U21 des FC St. Gallen. «Der Job ist für mich Begeisterung pur», sagt der 33-jährige gebürtige Frauenfelder. Er hatte sich in den Juniorenauswahlen des FC Wil und in St. Gallen einen Namen gemacht. Zuletzt war der Italiener für die U18 zuständig und hat dabei mehrere Juniorennationalspieler auf dem Weg nach oben begleitet. «Wir sehen in ihm Potenzial. Deswegen wollen wir ihn nun eine Stufe höher mit den Talenten arbeiten lassen», sagt Christian Maier, Technischer Leiter der Future Champs Ostschweiz. Neben seiner akribischen Arbeit und seinem Fleiss, lobt Maier vor allem auch die menschlichen Qualitäten Iacopettas.

Vorgabe: Jeden Spieler besser machen

Die Zielvorgaben für Iacopetta sind aufgrund der Philosophie des Vereins gegeben. «Er soll jeden Spieler besser machen», sagt Maier. Der Tabellenplatz spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle. Wobei Maier festhält: «Wenn wir unsere Arbeit gut machen, dann kommen die Resultate von alleine.»

Talente müssen bereit sein

Die U21 des FC St. Gallen wurde auch in diesem Sommer wieder stark verändert, was bei einer Zweitvertretung nicht unüblich ist. Rund die Hälfte des Teams ist neu. «Wir haben eine sehr junge Mannschaft», sagt Iacopetta. Dafür seien einige ältere Jahrgänge ausgeschieden. «So hart es ist, aber wir können nicht nur mit 21-Jährigen spielen. Irgendwann ist der Zug nach oben abgefahren.» Die Arbeit mit den Talenten ist ein Vollzeitjob. Seit 2015 ist Iacopetta zu 100 Prozent beim FC St. Gallen angestellt. In der U21 ist es seine Aufgabe, die Spieler darauf vorzubereiten, dass sie schnellstmöglich fähig sind, im Kybunpark zu spielen. «Die Spieler müssen lernen, Profis zu sein. Und das 365 Tage im Jahr.» Wichtig sei es vor allem, dass die Talente bereit seien, wenn sich eine Chance in der ersten Mannschaft bietet, denn solche Möglichkeiten kommen nicht oft.

Vollzeitjob Fussballtrainer

Iacopetta hat bereits im Alter von 16 Jahren erste Trainererfahrungen beim FC Frauenfeld gesammelt. Selber aktiv war er ebenfalls bei seinem Stammverein, der damals noch in der 1. Liga spielte. «Ich habe schnell gemerkt, dass es mir mehr Spass macht, Junge zu entwickeln als selber zu spielen.» So fokussierte sich der heute zweifache Familienvater auf die Trainerkarriere. Das Pensum als Bauzeichner reduzierte er stetig, um die nötigen Diplome zu erlangen. Seit 2013 ist er im Besitz des Uefa-A-Diploms, 2016 erwarb er den fachspezifischen Zusatz «Youth» für den Junioren-Spitzenfussball. 2017 absolvierte er die Ausbildung zum Berufstrainer bei Swiss Olympic. Alles Scheine, die man heutzutage benötigt, um im Spitzenfussball Fuss zu fassen.

«Ich will den Ball»

Pro Woche leitet Iacopetta durchschnittlich acht Trainings. Dreimal morgens und fünfmal abends. Dazwischen schreibt er Trainingspläne, analysiert Spielvideos und erledigt administrative Angelegenheiten. «Eigentlich habe ich zu wenig Zeit.» Iacopetta will seine Talente vor allem in Sachen Physis, Taktik und Technik weiterbringen. Vom Fussball, den er spielen lässt, hat er eine genaue Vorstellung. «Ich will mit dem Ball spielen. Und wenn wir ihn verlieren, dann wollen wir ihn schnellstmöglich wieder zurückerobern.» Für ihn als Ausbilder sei dies die beste Art, Fussball zu spielen. «So lernen die Spieler am meisten.» Für diesen Fussball seien Spielertypen gefragt, die technisch versiert und dynamisch sind. Entscheidend für den Erfolg sei aber meistens die Mentalität.

Der Vorteil bei seiner täglichen Arbeit mit den Jugendlichen sei, dass er dasselbe will wie die Talente auch. «Wenn es jedoch soweit kommt, dass ich einen Spieler enttäuschen und ihm sagen muss, dass es nicht mehr reicht, dann tut das auch mir weh», sagt Iacopetta. Denn dann habe auch er versagt.

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