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Interview

Giulia Steingruber zu ihrem 18. Platz im WM-Mehrkampf: «Ich bin eigentlich sehr zufrieden»

Giulia Steingruber erreicht an der WM in Stuttgart im Mehrkampf-Final den 18. Rang. Im Interview zeigt sich die Ostschweizer Kunstturnerin zufrieden. Aber sie weiss auch, voran sie in nächster Zeit arbeiten wird.
Sascha Fey aus Stuttgart
Giulia Steingruber winkt in Stuttgart ins Publikum (Bild: Keystone)

Giulia Steingruber winkt in Stuttgart ins Publikum (Bild: Keystone)

Giulia Steingruber, wie zufrieden sind Sie mit Ihrer Leistung im Mehrkampf-Final?

Ich bin eigentlich sehr zufrieden. Es ging nochmals besser wie in der Qualifikation. Ich weiss, dass ich am Stufenbarren und am Balken nicht meine beste Übungen gezeigt habe. Dafür lief es mir am Boden sehr, sehr gut, da bin ich mega zufrieden. Auch der Sprung war nochmals super. Nach einer solchen Verletzung (sie erlitt im Juli 2018 einen Kreuzbandriss) wieder zurückzukommen und im Mehrkampf-Final zu stehen, ist für mich etwas sehr Schönes.

War nach der schweren Verletzung einfach noch nicht viel mehr möglich?

Mir ist bewusst, dass ich am einen oder anderen Gerät noch aufstocken muss. Das war schon vor der Verletzung das Ziel. Ich hielt bereits mit der Trainerin Rücksprache und wir wissen, woran wir arbeiten müssen.

Woran konkret?

Am Stufenbarren müssen wir definitiv etwas machen. Da bin ich während der Übung immer verkrampft, was wir wegbringen müssen. Am Balken kann ich noch etwas aufstocken, da möchte ich den Abgang ändern. Am Sprung werden wir vielleicht etwas Neues probieren. Das steht noch in den Sternen, hängt auch davon ab, wie das Knie mitmacht. Am Boden möchte ich wieder ähnlich wie in Rio an den Olympischen Spielen 2016 turnen.

Am Boden war der Schwierigkeitsgrad um 0,2 Punkte tiefer wie in der Qualifikation. Weshalb?

Ich sage nicht wieso (lacht). Ich machte während der Übung einen Sprung nicht, habe ihn irgendwie vergessen. Dennoch war die Note besser. Ich bin sehr zufrieden mit den Landungen, die auf diesem «spickigen» Boden eine Herausforderung waren.

Merken Sie am verletzt gewesenen linken Knie noch einen Unterschied zum rechten?

Das spüre ich schon noch, vor allem nach solchen Belastungen. Ich kann es noch nicht gleich strecken wie das rechte, das ist jedoch keine grosse Sache. Sonst hält es ziemlich gut.

Wie zufrieden sind Sie mit den Fortschritten, die Sie seit Ihrem Comeback an den Schweizer Meisterschaften Anfang September erzielt haben?

Ich bin mega zufrieden, vor allem mit jenen am Boden. Es ist nicht selbstverständlich, dass ich in dieser kurzen Zeit zwei Athletikbahnen wechseln konnte, wie es auch nicht selbstverständlich ist, dass ich in der Qualifikation zwei Sprünge versucht habe. Die Übungen am Balken und am Stufenbarren blieben gleich. Da fehlte es einfach noch an der Qualität.

Sie werden in Tokio Ihre dritten Olympischen Spiele bestreiten. Hilft das?

Es ist immer ein mega Anlass. Ich werde wahrscheinlich genau gleich nervös sein wie bei den ersten zweimal. Es ist einfach so, dass ich nun weiss, wie es abläuft, nicht mehr alles neu ist. Wenn ich ruhig an das Ganze herangehen kann, dann ist das schon einmal ein guter Schritt.

Sie sind mit 25 Jahren für eine Turnerin in einem fortgeschrittenen Alter. Wie sieht es bezüglich der Erholung aus?

Ich brauche definitiv etwas mehr Zeit (lacht). Ich absolvierte in der Vorbereitung das gleiche Programm wie die 16-, 18-Jährigen. Da spürte ich schon, dass ich nicht mehr gleich fit bin wie sie. Allerdings hilft an den Wettkämpfen die Erfahrung. Ich weiss mittlerweile, wie ich mit meinen Körper umgehen muss, welche Erholungstechniken mir gut tun. Von daher kommt es schon gut.

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