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Glücksgefühle für den HC Kriens-Luzern: fünfter Sieg im sechsten Spiel

Der HC Kriens-Luzern besiegt den BSV Bern mit 29:26 (14:13). Damit bauen sie – zusammen mit Pfadi Winterthur – ihre Führung in der Handball-NLA aus.
Roland Bucher
Der vierfache Kriens-Torschütze Thomas Hofstetter (in Blau) wird von einem Berner gestoppt. (Bild: Eveline Beerkircher, Kriens, 2. Oktober 2019)

Der vierfache Kriens-Torschütze Thomas Hofstetter (in Blau) wird von einem Berner gestoppt. (Bild: Eveline Beerkircher, Kriens, 2. Oktober 2019)

Es waren laute, euphorische Momente in der Krienser Kabine nach diesem feinen Sieg. Einerseits erhielt Geburtstagskind Filip Gavranovic (wurde 28 Jahre alt) das obligate Ständchen, andrerseits spürte das Team: wir haben heute etwas geleistet. Denn: Einiges hatte gegen den HCK gesprochen. Zum Beispiel die Bänderverletzung von Standard-­Rechtsflügel Severin Ramseier, der nach dem Abschlusstraining Forfait geben musste. Es kam noch schlimmer für Kriens: Nach 20 Minuten verletzte sich auch Jernej Papez, ein zweiter Linkshänder. Panik? Aber nicht in dieser Mannschaft, die in diesen Tagen nur so von Selbstvertrauen strotzt, die Unbill mit dem Willen, den grosse Teams auszeichnet, wegsteckte.

Aljaz Lavric (Mitte) versucht sich gegen die Abwehr von Bern durchzusetzen. (Bild: Eveline Beerkircher, Kriens, 2. Oktober 2019)

Aljaz Lavric (Mitte) versucht sich gegen die Abwehr von Bern durchzusetzen. (Bild: Eveline Beerkircher, Kriens, 2. Oktober 2019)

Der HCK benötigte zwar lange, bis er in die Gänge kam. Die Leichtigkeit, die spielerische Eleganz, die unbedingte Entschlossenheit beim Abschluss fehlte diesmal; richtig gefährlich für Bern wurde es nur, wenn Hleb Harbuz Anlauf nahm, in die Luft schnellte und einmal mehr seiner Reputation als Topskorer gerecht wurde. Das genügt mehr oder weniger, um ein biederes Bern stets im Griff zu haben.

Hleb Harbuz: bald Vertragsverlängerung

Kriens kam noch verbissener, kampfbereiter aus der Kabine zurück. Der Schlüssel für den klaren Vorsprung, den sich die Platzherren zu erarbeiten begannen, lag einmal mehr in der Defensive. «Wir waren in der Abwehr fast perfekt», schwärmte Perkovac, «genau das will ich sehen. Genau das muss zur Selbstverständlichkeit werden.» Und, ist Kriens definitiv ein Spitzenteam? Perkovac: «Das will ich noch nicht behaupten. Aber heute sind wir wie ein Spitzenteam aufgetreten.» Der alles überragende Mann auf dem Spielfeld war auch Überflieger Hleb Harbuz. Der Weissrusse warf 11 Tore, wimmelt sämtliche andere Kandidaten im Kampf um die Torjäger-­Krone entschlossen ab. Es sei ein Sieg der Mannschaft gewesen, betonte er, «wir sind eine Einheit geworden, die sich alles zutrauen darf».

Abschluss von HCK-Spieler Gino Delchiappo. (Bild: Eveline Beerkircher, Kriens, 2. Oktober 2019)

Abschluss von HCK-Spieler Gino Delchiappo. (Bild: Eveline Beerkircher, Kriens, 2. Oktober 2019)

Die Fans dürfen sich freuen: Harbuz, der mit seinen aussergewöhnlichen Auftritten bereits die Begehrlichkeit anderer Vereine geweckt hat, hat nichts anderes im Kopf als den HCK: «Ich bin dankbar, hier spielen zu dürfen. Ich werde demnächst mit Manager Nick Christen zusammensitzen, um den Vertrag zu verlängern.» Und wenn schon: «Am liebsten um zwei Jahre. In Kriens erlebe ich jetzt meine schönsten Tage als Handballer.»

Freude machten aber auch jene jungen Krienser, welche die Zukunft des HCK prägen sollen. Tim Rellstab beispielsweise, der Sohn des früheren Internationalen Beat Rellstab. Er verkörpert bereits eine echte Alternative als Rückraumschütze. Und vor allem auch Ammar Idrizi. Der von Emmen zu den Kriensern gestossene Linkshänder wurde für Rams­eier ins kalte Wasser geworfen, gestand: «Ich war noch nie so nervös vor einem Spiel.» Das Nervenflattern bekämpfte er mit Musik, «als es losging, war ich parat». Das Notenblatt des 20-Jährigen: Fünf Würfe, vier Tore. «Ich bin nichts als happy.»

Schöne Glücksgefühle beim HC Kriens-Luzern in diesen ­Tagen.

Kriens-Luzern – Bern 29:26 (14:13)
500 Zuschauer. – SR Kappler/Zürcher. - Strafen: 6-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern, 4-mal 2 Minuten BSV Bern.
Kriens: Bar (10 Paraden)/Eicher (0); Harbuz (11/4), Wipf, Blättler (1), Rellstab (3), Gavranovic (1), Oertli (1), Schlumpf, Delchiappo (1), Papez (3), Lavric, Hofstetter (4), Idrizi (4).
BSV Bern: Tatar (8)/Rosenberg (1); Eggimann (2), Schneeberger (1), Kaleb (5), Getzmann (2/2), Pereira Spinola (3), Gerlich (5), Strahm, Rohr (1), Arn (1), Freiberg (1), Gisi, Kusio (5).

Abschluss von Hleb Harbuz. (Bild: Eveline Beerkircher, Kriens, 2. Oktober 2019)

Abschluss von Hleb Harbuz. (Bild: Eveline Beerkircher, Kriens, 2. Oktober 2019)

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