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Goldene Schweizer Tage im hohen Norden

Die Schweizer holen sich an der Weltmeisterschaft im norwegischen Rjukan sieben Medaillen. Zu diesem guten Ergebnis trägt auch ein Engelberger mit zwei Goldmedaillen bei.
Theres Bühlmann

Rjukan heisst der Ort in Norwegen, bezeichnenderweise in der Provinz Telemark, welcher den Schweizern an den Welttitelkämpfen sieben Medaillen bescherte – eine weniger als 2017. Wie schon vor zwei Jahren reist Stefan Matter mit zwei WM-Titeln nach Hause. «Das fühlt sich super an, sagte er. «Ich habe mir das so sehr gewünscht.» Allerdings missglückte dem Engelberger der WM-Auftakt. Nach einem Fehler musste er sich als Titelverteidiger in der Classic mit Platz 6 zufriedengeben. Enttäuschung machte sich breit.

Aber nur einen Tag später war die Welt für den 31-Jährigen wieder in Ordnung. Die Schweiz, in der Besetzung Matter, der Walliserin Amélie Wenger-Reymond und Bastien Dayer, verteidigte den Weltmeistertitel im Team-Parallel-Sprint. «Dieses Resultat war nach dem missglückten Auftakt enorm wichtig und motivierend», sagte Matter, der sich verständlicherweise über die starke Mannschaftsleistung freute.

Souverän zum Titel im Sprint-Rennen

«Ich konnte den Fehler im Classic-Rennen gut wegstecken, denn ich wusste, ich habe noch weitere Chancen.» Und diese nahm Matter wahr: Am Freitag holte sich der Obwaldner in souveräner Manier den WM-Titel im Sprint. Er führte bereits nach dem ersten Lauf, zeigte auch im zweiten eine beeindruckende Leistung und holte sich diese Goldmedaille mit 1,70 Sekunden Vorsprung auf den Franzosen Philippe Lau. «Es hätte nicht besser laufen können», sagte er, obwohl er mit der Nummer 1 ins Rennen steigen musste. «Ich starte eigentlich nicht gerne als Erster. Aber die Startnummer hat mir wohl irgendwie Glück gebracht.» Im gestrigen Parallel-Sprint führte er nach der Qualifikation, schied dann aber in der ersten Runde aus.

Gerne wäre auch Beatrice Zimmermann mit einer Medaille nach Hause gefahren. In der Classic holte sich die Nidwaldnerin Platz 5, im Sprint konnte sie im zweiten Lauf drei Ränge gutmachen, verpasste aber mit dem guten vierten Platz das Podest. Gestern war für die Stanserin im Parallel-Sprint in den Viertelfinals Endstation. «Natürlich zählen an einer WM nur die Medaillen», sagte sie. Die 28-Jährige reiste aber mit dem Handicap eines Trainingsrückstandes an diese WM, denn Ende Januar zog sie sich bei einem Weltcuprennen in Frankreich eine Gehirnerschütterung zu und musste eine einmonatige Pause einlegen.

Starke Walliserin Amélie Wenger-Reymond

Eine Klasse für sich war Amélie Wenger-Reymond: Die 31-jährige Siegerin des Gesamtweltcups überstrahlte alles, sicherte sich Gold in der Disziplin Classic, im Team-Parallel-Sprint und in der Sprint-Wertung. Gestern Samstag reichte es im Parallel-Sprint zur Silbermedaille. Sie kehrte erst Anfang Saison nach einer Babypause wieder in den Telemark-Zirkus zurück. Zum Medaillensegen der Schweizer trugen auch Martina Wyss (Lauterbrunnen) mit einer Bronzemedaille in der Classic und Bastien Dayer mit Silber im Parallel-Sprint bei.

Mit sieben Medaillen (4-mal Gold, 2-mal Silber, 1-mal Bronze) war die Schweiz die erfolgreichste Nation in Norwegen. «Sieben Medaillen waren das Ziel, und das haben wir erreicht», zeigte sich Cheftrainer Ruedi Weber sehr zufrieden. Ausruhen ist bei den Telemarkfahrern noch nicht angesagt: Am nächsten Wochenende stehen in Schönried im Berner Oberland die Schweizer Meisterschaften an.

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