HC Kriens-Luzern verlängert mit Trainer Goran Perkovac für «eine halbe Ewigkeit»

Der HC Kriens-Luzern und sein Cheftrainer Goran Perkovac machen auch in Zukunft gemeinsame Sache: Der erfolgreiche Coach verlängert den Vertrag um drei Jahre.

Roland Bucher
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Es braucht schon ein bisschen Mut, in diesen struben Tagen die Ampeln grün und mit Hoffnung in die Zukunft zu richten. Der EV Zug tat es mit Headcoach Dan Tangnes (5-Jahresvertrag) vor, der sportlich kleinere, aber nicht minder ambitionierte HC Kriens-Luzern tut es nach: Der souveräne Leader der NLA verlängerte den Vertrag mit seinem Trainer Goran Perkovac (58) gleich um drei Jahre. «Goran hat eine enorme Winner-Mentalität», sagt Manager Nick Christen, «das hat uns beeindruckt. Und vor allem: Wir spüren, wie die Mannschaft, der Staff, alle mitziehen – und das ist der Schlüssel zum Erfolg.» Deshalb: mit Perkovac in die Zukunft!

Ist mitverantwortlich für den ­Aufschwung beim HCK: Trainer Goran Perkovac.

Ist mitverantwortlich für den ­Aufschwung beim HCK: Trainer Goran Perkovac.

Bild: Patrick Hürlimann, (Kriens, 7. Oktober 2020)

«Für alle eine optimale Lösung»

«Luzern ist meine Heimat geworden, hier bin ich zusammen mit meiner Familie ein glücklicher Mensch», betont Perkovac, der Captain Kroatiens beim Olympiasieg 1996, und der hier als Hiesiger etwas bewegen zu können: «Das ist einfach grossartig. Für den HCK, für die ganze Handballregion, für mich.» Perkovac kauft die Katze nicht im Sack, machte die Vertragsverlängerung davon abhängig: «Ich will spüren, dass wir in den nächsten Jahren zusammen etwas Grosses erreichen wollen. Ich habe ein gutes Gefühl und habe nichts anderes in meinen Vorstellungen als: 2022, wenn die neue Pilatus-Arena steht, will ich, dass wir dort Champions League spielen. Das ist unser Anspruch.» Perkovac geht davon aus, dass «wir in der Innerschweiz ein Handball-Feuer zünden können. Ich bin überzeugt davon, dass wir bei internationalen Auftritten zwischen 3000 und 5000 Zuschauer in die neue Halle locken können.»

Dieser Vision steht noch die Gegenwart im Weg: Mit der ganz grossen Kelle kann Kriens finanziell nach wie vor nicht anrühren. Was Perkovac nicht davon abhält, ohne Umschweife zu fordern: «Wir sind NLA-Leader, ich weiss, dass wir diese Saison einen Pokal gewinnen können.» Was ihn durchaus auch wieder für (noch) höher kotierte Vereine interessant machen könnte. Ausstiegsklausel, wenn, zum Beispiel, Kroatien wieder einmal einen neuen Nationalcoach sucht? «Kriens ist meine grosse Liebe», sagt Perkovac, «und wenn Kroatien ruft – dann würde ich nur in einem Doppelmandat mit Kriens zusagen.»