GOSSAU - KRIENS 21:31: Disziplin und Kampf ebnen Weg zum Sieg

Der HC Kriens siegt in der Gossauer Buchenwaldhalle mit 31:21 (12:9) Toren. Beim HC Kriens glänzte das Kollektiv.

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Auf dem Weg zur Besserung: Daniel Schmid. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Auf dem Weg zur Besserung: Daniel Schmid. (Bild Philipp Schmidli/Neue LZ)

Daraus stach das vor Wochenfrist in Stäfa noch kritisierte Trio mit Boris Stankovic (11), Okan Yalciner und Dani Schmid (je 6) sowie Pasci Willisch (5) heraus.

Mit dem Sieg behielt der HC Kriens den Platz über den Finalrundenstrich und erfüllte damit seine Pflicht. Erwartungsgemäss müssen jetzt die beiden abschliessenden Spiele gegen die Nummern 1 und
2 der Liga darüber entscheiden, ob die Zentralschweizer den Vorstoss in die Finalrunde schaffen.

Zumindest 30 Minuten lang konnte Gossau darauf hoffen, in diesem Heimspiel gegen den HC Kriens Aussichten auf einen Punktgewinn am Leben zu erhalten. Hoffen aber nicht aus eigener Stärke, sondern wegen der Abschlussprobleme auf Seiten der Gäste. 9 Gegentore musste die HCK- Defensive vor einem starken Keeper Roman Schelbert hinnehmen. 

Das müsste an sich zu einem komfortablen Vorsprung reichen. Dass dem nicht so war, lag an der Abschlussschwäche in der Offensive. Der HC Kriens, der mit der Stammsechs praktisch durchspielte, liess noch immer zu viele Torchancen aus. Konsequenz: «Nur» 3 Tore Vorsprung in der Pause.

Ausgeglichener und disziplinierter
Gleich nach der Pause aber zeigte sich der Unterschied zwischen den zwei Teams dann schnell: Während bei Gossau einzig Schärer, Stahl und Ihtjarevic den Rythmus mitgehen konnten, stand beim HCK die Stammsechs auf dem Platz, die ausgelichener war. Und die jetzt wesentlich disziplinierter war. Folge: Bis nach 40 Mintuten war der Vorsrung der Gäste auf 21:14 angewachsen, das Spiel vorentscheidend in richtige Bahnen gelenkt - aus Krienser Sicht.

Dass Kriens bis am Schluss auf 10 Tore davonzog, tut sicher dem Torverhältnis des HC Kriens gut. Ein wirklicher Prüfstein aber war Gossau diesmal nicht. Zu sehr war die Spielanlage der Ostschweizer auszurechnen. Auf Krienser Seite erfreulich: Die Rückkehr von Boris Stankovic zu seiner soliden Form vom vergangenen Dezember, ein starkes Torhüterduo (Schelbert mit 8, Portmann mit 6 Big Saves), dann aber auch Okan Yalciner und Pasci Willisch, der mit 60 Minuten Spielzeit und 5 Toren eine sehr hektische und psychisch sicher belastende Woche mit der U21-Nationalmannschaft für sich selber versöhnlich abschloss.

Damit hat der HC Kriens seine Pflicht erfüllt. Nach diesem grossen Schritt kann er jetzt die beiden abschliessenden Partien gegen Kadetten und Amicitia undbelastet angehen. Denn jetzt gilt endgültig:
«Wir haben keine Chance - packen wir sie...»

Benedikt Anderes / HC Kriens

TSV Fortitudo Gossau - HC Kriens 21:31 (9:12)

Buchenwaldhalle Gossau, 450 Zuschauer. SR Sager/Styger.

Spielverlauf: 2:3, 5:5, 6:7, 7:8, 7:10, 9:12; 12:16, 14:21, 15:23, 17:23, 18:27, 21:31.

TSV Fortitudo Gossau: Huber/Hug; Krapf, Engeler (3), Stochel, Milojevic, Guntli, Hefti, Wirz, Würth (1), Fehr, Schärer (5/2), Ihtjarevic (6), Stahl (6).

HC Kriens: Schelbert/Portmann (ab 31.); Nyffenegger (1), Schlegel (2), Schmid (6), Stankovic (11/1), Willisch (5), Yalciner (6/2), Bislimi, Mitrovic, Tschannen, Zimmermann, Müller.

Bemerkungen: Strafen: Kriens 1, Gossau 5x2 Minuten. Portmann hält Penalty.