GOSSAU - KRIENS 28:38: Kriens-Luzern siegt in Gossau mit 38:28

Seriös, solid, siegreich: Der HC Kriens-Luzern hat auch die Aufgabe beim Auswärtsspiel bei Fortitudo Gossau letztlich souverän gemeistert und zwei wichtige Auswärtspunkte mit in die Innerschweiz entführt.

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Wie hier gegen Arbon: Der Krienser Thomas Hofstetter setzte sich in Gossau durch mit liefert 7 Treffer. (Bild Philipp Schmidli / Neue LZ)

Wie hier gegen Arbon: Der Krienser Thomas Hofstetter setzte sich in Gossau durch mit liefert 7 Treffer. (Bild Philipp Schmidli / Neue LZ)

20 Minuten loderten beim Gastgeber zumindest die Hoffungen auf ein ehrenvolles Resultat. Dann aber setzte sich der Favorit unwiderstehlich durch und führte mit einer Tempoverschärfung nach dem Seitenwechsel die Entscheidung (38:28-Sieg) herbei.

Wie schwer es sei kann, die Bürde des Favoriten zu tragen, das weiss der HC Kriens-Luzern spätestens seit dem Spiel gegen Stäfa. Gegen Fortitudo Gossau war diese Rollenverteilung noch klarer. Und erneut brauchte der HCK einige Zeit, bis er sich damit arrangiert hatte. Im Krienser Spiel fehlten in diesen Startminuten die Konsequenz, die Entschlossenheit und letztlich auch die Kaltblütigkeit, um von Beginn an die letzten Zweifel zu beiseitigen.

Stattdessen aber brauchte der HCK einige Anlaufzeit. Gossau-Keeper Holger Hug wurde in den ersten 20 Minuten fast zum Helden. Denn er war es, der sein Team mit gut 10 Big Saves im Spiel hielt. Dabei ist es müssig, darüber zu orakeln, ob es nun eine sackstarke Keeperleistung oder eine nicht immer voll konzentrierte Krienser Leistung war, die dafür verantwortlich war. Hug jedenfalls hielt gut, und weil der HCK auch in der Defensive nicht resolut genug zupackte, hatte Gossau bis zur 20. Minute so etwas wie den Funken der Hoffnung.

Dann aber hatte sich der HCK gefunden - oder hatte er genug vom Zittern? Jetzt nämlich ging es plötzlich rasant vorwärts. Schon vor der Pause wuchs der Vorsprung der Gäste, nach der Pause wurde das Bild noch deutlich. Denn der HCK verschärfte jetzt die Gangart, packte hinten konsequenter zu und erzielte vorne die Tore.

So erlosch der letzte Funken Hoffnung auf Seiten der Ostschweizer schnell einmal, Kriens eilte dem «geplanten» Sieg entgegen, ohne je ernsthaft in Gefahr zu geraten. Eine Glanzleistung brauchte es dazu nicht. Dazu war das Potential der Ostschweizer zu bescheiden, und das Tempo der Gäste zu hoch.

Für den HCK war es eine starke Teamleistung zum Abschluss der Vorrunde. Ein vernünftiger Auftritt, mit dem der HCK seinen eigenen Ansprüchen über weite Strecken gerecht wurde. Rang 3 - und das Spitzenspiel gegen Wacker Thun findet (am 10. Dezember als TV-Spiel) in der Krauerhalle statt. Wie übrigens die meisten der Spiele gegen die direkten Verfolger. Keine schlechte Ausgangslage für das heimstärkste Team der Liga ...

Benedikt Anderes

Fortitudo Gossau - HC Kriens-Luzern 28:38 (15:18)

Buechenwaldhalle Gossau. 200 Zuschauer. SR Boskoski/Stalder

Spieverlauf: 2:3, 5:5, 8:6, 9:9, 11:15, 15:18; 17:22, 18:25, 21:28, 24:31, 25:35, 28:;28

Fortitudo Gossau: Hug/Fasciati; Dedaj (4), Engeler, Krapf (2), Lieberherr, Lona (1), Oertig, Ryser (3), Schoff (3), Stahl (9), Tataraga (2), Würth (4).

HC Kriens-Luzern: Aleksejev/Schelbert (ab 31.); Hess (3), Hofstetter (7), Lengacher (1), Podvrsic (5), Raemy (5), Schlegel (3), Schmid (3), Steiger (5), Vukelic (1), Yalciner (1), Zimmermann (4).

Bemerkungen: Vukelic verschiesst Penalty. Strafen: Gossau 2, Kriens 4 x 2 Minuten. Kriens ohne Nyffenegger (rekonvaleszent), Stankovic (Bauchmuskelzerrung) und Willisch (Rückenprobleme)