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Grossangriff der Berner auf dem Stoos

Beim ersten Bergkranzfest der Saison stehen die Innerschweizer vor einem Härtetest: Die Berner wollen nicht nur den Tagessieg, sondern auch die Mehrheit der Kränze gewinnen.
Simon Gerber
Das Bergfest auf dem Stoos überzeugt mit einem starken Teilnehmerfeld und einer tollen Kulisse. (Alexandra Wey, Keystone (Stoos, 12. Juni 2016)

Das Bergfest auf dem Stoos überzeugt mit einem starken Teilnehmerfeld und einer tollen Kulisse. (Alexandra Wey, Keystone (Stoos, 12. Juni 2016)

Nach den fünf ausgetragenen Kantonalfesten in der Innerschweiz locken nun wieder die Berge. Sportgenuss und Naturerlebnis, diese Kombination macht den besonderen Reiz der Bergkranzfeste aus. So zum Beispiel am Sonntag auf dem Stoos. Die Tradition will es, dass dieser Wettkampf jeweils die Serie der sechs Bergfeste eröffnet. Und die Besetzung ist wieder hochkarätig: 16 Eidgenossen und weitere Kantonalfestsieger aus dem Bernbiet, der Innerschweiz und aus der Südwestschweiz machen das Fest zu einem ersten Höhepunkt in dieser Saison. Bei der höchstzulässigen Kranzabgabe von 16 Exemplaren ist die Messlatte sehr hoch angesetzt. Einige Tenöre werden den Heimweg wohl ohne den begehrten Kopfschmuck antreten. Für die nötige Spannung und Dramatik auf den drei Sägemehlringen ist mit Bestimmtheit gesorgt.

Die Ausgangslage um den Tagessieg ist nach dem bisherigen Saisonverlauf diesmal völlig offen. Titelverteidiger Wicki fehlt Der Berner TK-Chef Peter Schmutz fordert von seinen Leuten den Tagessieg und die meisten Kränze. Ob diese Rechnung am Schluss aufgehen wird, darüber kann momentan noch gerätselt werden. Tatsache ist, dass die 25 Berner dezimiert in die Innerschweiz reisen werden. Der letztjährige Unspunnen-Sieger Christian Stucki und der Schwingerkönig Matthias Glarner figurieren nicht im Aufgebot. Matthias Sempach, der Schwingerkönig von 2013, leidet unter Rückenproblemen und dürfte frühestens als Gast am Innerschweizer Schwingfest am 1. Juli in Ruswil wieder in den Sägemehlring zurückkehren. Nach einer Bauchmuskelzerrung meldete sich der Schwingerkönig von 2010, Kilian Wenger, für die beiden letzten Kranzfesteinsätze ab. Wie fit und ob der Stoos-Sieger aus dem Jahr 2014 überhaupt antreten kann, wird sich zeigen.

Nach dem bisherigen Leistungsausweis stehen die drei Eidgenossen Thomas Sempach, Remo Käser und Simon Anderegg in der ersten Reihe. Für Schlagzeilen sorgten an den bisherigen Wettkämpfen auch Athleten, die noch keinen eidgenössischen Kranz gewonnen haben. Der Emmentaler Matthias Aeschbacher gewann zwei Gauverbandsfeste und Curdin Orlik, Schlussgang-Teilnehmer beim Unspunnen-Schwinget, triumphierte am Oberländischen. Ruedi Roschi erbte den Sieg am Bern-Jurassischen und feierte damit eine Premiere. Die zehn Südwestschweizer dürften kaum um den Tagessieg mitreden. Zu gönnen wäre ihnen jedoch, wenn mindestens ein Teilnehmer den Kranz gewinnen könnte.

Joel Wicki fehlt

Auch die Innerschweizer treten in der wunderschönen Arena beim Sporthotel nicht mit dem stärksten Team an. Joel Wicki, der überragende Sieger aus dem Vorjahr, gibt diesmal der Rigi, dem Brünig und der Schwägalp den Vorzug. Der nächste Einsatz des Überfliegers ist erst in zwei Wochen als Gast am Nordostschweizer Schwingfest. Ebenfalls nicht am Start sind der Stoos-Sieger von 2011, Benij von Ah, und der Urner Andi Imhof. Marcel Mathis gab den Wettkampf am Luzerner nach dem ersten Gang verletzungsbedingt auf. Die besten Karten haben nun wohl die Luzerner und Schwyzer. Nach den beiden Schlussgängen am Ob- und Nidwaldner und am Luzerner traut man Sven Schurtenberger wieder eine ähnlich gute Leistung zu. Letztes Jahr triumphierte der bärenstarke Sennenschwinger erstmals auf der Rigi. Mit seiner Schwingweise sollten ihm die Berner nicht schlecht liegen.

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