Der Aufwand von Fortitudo Gossau wird nicht belohnt

Fortitudo Gossau verliert mit dem 26:34 gegen Kriens-Luzern zum ersten Mal in der NLA-Abstiegsrunde. 15 Angriffe der Fürstenländer enden ohne Torwurf.

Fritz Bischoff
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Gossaus Lucius Graf (rechts) trifft zweimal. (Bild: Ralph Ribi)

Gossaus Lucius Graf (rechts) trifft zweimal. (Bild: Ralph Ribi)

Nach den zwei glücklichen Siegen zum Start in die Abstiegsrunde ging Fortitudo Gossau gestern erstmals als Verlierer aus der ­Halle. Die Fürstenländer konnten wegen des 24:24 zwischen dem RTV Basel und GC Amicitia ihren zweiten Rang jedoch behaupten. Die 26:34 -Niederlage gegen den unbestrittenen Gruppenleader Kriens-Luzern war ein Punktverlust mit Ansage, denn das Team des ehemaligen Schweizer Nationaltrainers Goran Perkovac ist schon wegen seiner Ambitionen, aber auch der Athletik und Dynamik in seiner Spielanlage den übrigen drei Mannschaften der Abstiegsrunde überlegen. Trotzdem zeigte Gossau von der ersten bis zur letzten Minute eine beherzte Leistung ohne übertriebenen Respekt vor dem Gegner. Am Ende fiel die Deutlichkeit des Ergebnisses mit acht Toren Differenz zu deutlich aus, liess sich aber auch erklären. Bis Mitte der zweiten Halbzeit und dem 22:23 war die Partie durchaus ausgeglichen und damit nicht einseitig. Doch nach dem Anschlusstreffer leistete sich das Heimteam drei Fehler in Folge, was die Gäste resolut nutzten. Innerhalb von nur fünf Minuten vergrösserten sie ihre Führung auf fünf Tore (22:27), womit die Entscheidung gefallen war. «Diese Phase war der Knackpunkt für die ganze Partie», sagte Gossaus Trainer Oliver Roth und schob nach, dass seinem Team danach die Energie gefehlt habe, um wunschgemäss reagieren zu können.

Hohe Fehlerquote der Gossauer

Die schwindenden Kräfte waren unbestritten ein Grund für die deutliche Niederlage – ein anderer die extrem hohe Fehlerzahl. Insgesamt 15 Angriffe endeten ohne einen Torwurf. «So verhalfen wir dem Gegner immer wieder zu einfachen Gegenstosstoren. Wir aber mussten im Gegensatz dazu einen extrem hohen Aufwand für unsere Tore betreiben. So lässt sich schliesslich unsere Niederlage einfach erklären», so Oliver Roth. Doch auch sein Gegenüber Goran Perkovac zeigte sich trotz des Sieges nicht nur zufrieden. «Wir sind unseren Qualitätsansprüchen nur zum Teil gerecht geworden. Erst in der Schlussphase konnte ich beispielsweise mit unserem Deckungsverhalten und auch der Goalieleistung zufrieden sein. Im Hinblick auf das Playoff dürfen solche Leistungsdifferenzen innerhalb eines Spiels nicht sein.»

Die Leistungsdifferenzen innerhalb der Partie waren auch bei Fortitudo im Nachgang ein Thema, nicht nur bezüglich der Fehlerquote, sondern auch bezüglich der Wurfausbeute. Diese war phasenweise schlecht und auch ungenau. Trotz dieser Mängel konnten die Gastgeber immer wieder kleine Hoffnungen auf einen Punktgewinn keimen lassen. Es blieb am Ende bei der Hoffnung und der Erkenntnis, dass der Weg auf den zweiten Schlussrang und damit die Qualifikation für das Playoff noch ein langer und vor allem beschwerlicher sein wird.