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Mario Gyr will 2020 in Tokio starten

Der Luzerner Olympiasieger Mario Gyr gibt morgen am Weltcup in Linz das Comeback. Er startet zusammen mit dem französisch-schweizerischen Doppelbürger Paul Jacquot im Zweier ohne.
Sascha Fey (SDA)
Ruder-Olympiasieger Mario Gyr will es nochmals wissen. (Bild: Christian Egelmair/freshfocus (Sarnen, 14. Juli 2017))

Ruder-Olympiasieger Mario Gyr will es nochmals wissen. (Bild: Christian Egelmair/freshfocus (Sarnen, 14. Juli 2017))

Mario Gyr hat mit dem Leichtgewichts-Vierer alles gewonnen: Olympiasieger, Welt- und Europameister. Dazu kommt WM-Silber im Leichtgewichts-Doppelzweier. Der Luzerner ist 33 Jahre alt und besitzt mit einem abgeschlossenen Jura-Studium berufliche Perspektiven. Trotzdem entschloss er sich als einziger aus dem Leichtgewichts-Vierer, nochmals die immensen Strapazen auf sich zu nehmen, die Rudern auf Topniveau mit sich bringt. «Ich lote gerne meine Grenzen aus, trainiere gerne, und vor allem bestreite ich sehr gerne Wettkämpfe. Sonst würde ich es nicht machen», sagte Gyr gegenüber der Nachrichtenagentur Key­stone-SDA.

Klar ist aber, dass er nur noch in der offenen Kategorie antreten wird. Es reizt ihn, nach den Erfolgen im Leichtgewicht auch dort Topresultate zu erzielen, sagen zu können, ein kompletter Ruderer zu sein. Er beabsichtigt, fünf bis sechs Kilogramm an Muskelmasse zuzulegen. Schliesslich möchte er nicht einfach nur dabei sein. «Ich will in Tokio (dort finden 2020 die Olympischen Spiele statt, Red.) am Start sein. Aber wenn, dann muss ich eine realistische Chance auf eine Medaille haben», stellt Gyr klar. Er wäre der erste Ruderer überhaupt, der sowohl bei den Leicht- als auch bei den Schwergewichten eine Olympiamedaille gewinnen würde.

Deshalb begab er sich wieder in den Kreis der Nationalmannschaft, denn die Basis für Erfolge ist dank talentierten jungen Schweizer Schwergewichts-Ruderern vorhanden. «Wenn man es seriös angehen will, muss man im Team schauen, wie gross die Chancen sind, wo das Potenzial liegt», so Gyr. «Sich ein Bild vom Hörensagen zu machen, das kommt nicht in Frage.» Insofern ist 2018 für ihn eine Zwischensaison. «Es geht darum, mich zu positionieren, mich an den Trainingsplan zu gewöhnen und harte Rennen zu fahren.» Gyr hat auch nach dem Olympiasieg in Rio de Janeiro, seinem letzten internationalen Rennen, fünf- bis sechsmal pro Woche trainiert, jedoch vor allem alternativ mit Jogging, Schwimmen, Triathlon und Fussball.

«Körperlich fehlt mir noch einiges»

«Ich war schon auch im Kraftraum und habe gerudert. Aber es ist natürlich etwas anderes, wenn man plötzlich wieder dreimal am Tag trainiert», sagte Gyr, der dem Stiftungsrat der FC Luzern Academy angehört. «Körperlich fehlt mir sicher noch einiges. Das kann ich nicht beschönigen. Es tut mir gut, wieder im Umfeld der Nationalmannschaft zu trainieren, da die Qualität höher ist.»

Der erste Schritt in die mögliche «zweite» Karriere ist der Start in Linz. Dass er dort im Zweier ohne antritt, heisst allerdings nicht, dass er auch in Zukunft in diesem Boot fährt. Das wird sich zeigen. Gyr will im Sommer schauen, wie es sich entwickelt. Dann erst entscheidet er. Sieht er kein Boot, das erfolgreich sein kann, wird er auf den Beruf setzen. Aktuell arbeitet er 20 bis 30 Prozent in einer Kanzlei. Was sagt Verbandsdirektor Christian Stofer zur Rückkehr? «Das ist gut. Wir sind allerdings vorwärtsgerichtet. Rio ist vorbei.» Gyr ist sich dessen bewusst. Eine Sonderbehandlung will er nicht.

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