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Häberli ist beim FCL um Ruhe bemüht

Der FC Luzern tritt morgen Sonntag (16.00) beim kriselnden FC Lugano an. Trainer Thomas Häberli will von einem brisanten Duell nichts wissen.
Daniel Wyrsch
Thomas Häberli (links) zeigt sich nicht restlos überzeugt vom Aufwärtstrend der Blauweissen. Bild: Pius Amrein (Luzern, 1. September 2019)

Thomas Häberli (links) zeigt sich nicht restlos überzeugt vom Aufwärtstrend der Blauweissen. Bild: Pius Amrein (Luzern, 1. September 2019)

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Lugano hat in der Liga hintereinander gegen YB (0:2), Sion (0:1), St. Gallen (2:3) und Basel (1:2) verloren, im Cup schieden die Tessiner vor einer Woche gegen den Challenge-League-Klub Lausanne (0:3) aus und am Donnerstag misslang der Start in die Gruppenphase der Europa League beim FC Kopenhagen (0:1). Sechs Niederlagen in Serie hat die Mannschaft von Fabio Celestini bezogen.

Der Trainer benötigt dringend ein Erfolgserlebnis. Lugano muss gegen Luzern punkten. Sonst könnte Celestini nächste Woche der erste Super-League-Trainer sein, der in der noch jungen Saison seinen Job verliert. Denn Lugano-Präsident Angelo Renzetti ist nicht eben für seine Geduld bekannt. Obwohl das Verhältnis zwischen dem 65-jährigen Architekten und dem 43-jährigen Coach eng war, nachdem Celestini im Mai mit Platz 3 das Ticket für Europa gelöst hatte, welches mindestens 3 Millionen Franken wert hat.

Nur einen Punkt Vorsprung auf Lugano

Die Ausgangslage vor dem Luzerner Gastspiel im Tessin ist auf jeden Fall brisant. Die beiden Teams trennt nach sechs Runden nur einen Punkt. Lugano (9.) hat vier Zähler, Luzern (6.) fünf Punkte. FCL-Trainer Thomas Häberli will jedoch nichts wissen von besonderer Schärfe in diesem Duell gegen die Equipe seines einstigen Mitspielers bei Lausanne, Fabio Celestini. Häberli, der um Ruhe beim FCL bemüht ist, sagt: «Von Juli bis April ist es für die Mannschaften auf den Plätzen zwischen 3, 4 und 10 eng. Vor dem Spiel am Sonntag in Lugano ist es gleich brisant wie vor dem ersten Saisonmatch und wie im April.» Seine Erklärung: «Alle involvierten Teams versuchen, mit der Barrage nichts zu tun zu haben. Und es wird sich kaum ein Team vorher absetzen.»

Spricht man Häberli auf den spielerischen Aufwärtstrend seines Teams in den letzten drei Partien mit dem 4:0-Sieg im Cup in Wohlen (1. Liga), dem 2:2 zu Hause gegen Meister YB und der offensiven Steigerung zuvor in Sion (1:2) an, dann geht er darauf nicht ein. Er gibt sich nicht restlos überzeugt davon. Dafür verlangt er Biss und Hunger: «Wir müssen Punkte sammeln wie das Eichhörnchen Nüsse.»

Revanchegelüste kommen beim FCL-Coach gegenüber Lugano auf: «Wir haben im Frühling in Lugano wegen einem direkten Freistoss 0:1 verloren. Diesmal wollen wir punkten – und nicht wieder mit leeren Händen heimkommen.»

Wiedersehen mit Olivier Custodio

Zum Wiedersehen kommt es mit Olivier Custodio, der Luzern im Sommer nach zwei Jahren verlassen hat. «Er ist ein guter Spieler und toller Typ. Ich freue mich, ihn wieder zu sehen», sagt Häberli. Verletzt ist Francisco Rodriguez. Er hatte zusammen mit Custodio von der Innerschweiz ins Tessin gewechselt.

Verletzungssorgen hat auch Häberli. Verteidiger Simon Grether (Fussgelenk) und Mittelfeldspieler Marvin Schulz (Wade) hatten am vergangenen Sonntag im Cupfight in Wohlen Schläge kassiert. Bis gestern konnten sie nicht mit der Mannschaft trainieren. Für den Match in Lugano «wird es für beide eng», erwartet Häberli. Verteidiger Christian Schwegler erwischte es in Wohlen noch schlimmer: Der 35-Jährige erlitt bei einem Zweikampf einen Teilanriss des Innenbandes am linken Knie, der einen längeren individuellen Aufbau nach sich ziehen wird. Mittelfeldmann Tsiy Ndenge verletzte sich in der Vorwoche ohne Fremdeinwirkung im Training: Die Diagnose lautet Teilanriss des Innen- und Aussenbandes am linken Knie.

Arnold liegt mit einer Hirnerschütterung im Bett

Wie bei Schwegler wird auch bei Ndenge auf eine Operation verzichtet. Beide stehen während unbestimmter Zeit nicht zur Verfügung. Das Gleiche gilt für Mittelfeldspieler Remo Arnold. Er ist diese Woche im Training so unglücklich mit einem Mitspieler zusammengeprallt, dass er eine Gehirnerschütterung erlitt. Der 22-Jährige steht unter medizinischer Beobachtung, braucht einige Ruhetage zur Genesung.

In der Abwehr ist der FCL gut aufgestellt; Silvan Sidler und Otar Kakabadse sind bereit. Im defensiven Mittelfeld könnte an der Seite von Idriz Voca entweder David Mistrafovic (18) oder Lorik Emini (20) zum Super-League-Debüt kommen. Häberli bleibt in diesem Punkt ebenfalls gelassen. «Neue Spieler bekommen ihre Chance. Wir werden sehen, wer spielt und wie sie es machen werden.»

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