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HALBMARATHON: «In Luzern ist das Leiden schön»

Der 28-jährige Honoré Matter aus Fribourg reiste schon am Samstag in die Zentralschweiz. Übernachtet hat er in Rotkreuz.
Turi Bucher
Ein Lächeln nach dem Halbmarathon: Honoré Matter.

Ein Lächeln nach dem Halbmarathon: Honoré Matter.

Turi Bucher

Das ist schon ziemlich eindrücklich, wie Hobbyläufer Honoré Matter in der Halbmarathon-Kategorie M20 nach 1:37:14 im Verkehrshausgelände locker durchs Ziel läuft. «Ich bin recht zufrieden mit meiner Laufzeit», sagt der 28-jährige Matter.

Noch ein paar Mal durchschnaufen, «einen Moment bitte, ich bin gleich so weit», sagt er, die Arme in die Knie gestützt und hochschauend. Auf den Boden gespuckt wird so kurz vor dem Interview für die Zeitung verdankenswerterweise nicht mehr, nochmals: Das ist schon beeindruckend, wie fit dieser Matter ist.

Honoré Matter hat ruandische Wurzeln elterlicherseits. Er lebte mit seinen Eltern in Menzingen, in Genf und danach in Rotkreuz. Jetzt wohnt er in Fribourg, arbeitet dort als Kaufmann. Die Eltern sind immer noch in Rotkreuz. Für Matter ideal: Er reiste schon am Samstag mit dem Zug noch Rotkreuz, übernachtete bei seinen Eltern. Der Vater fuhr ihn dann am Sonntagmorgen nach Luzern zum Marathon-Anlass. An der Strecke mit dabei: Freundin Julia (25). Sie feuerte ihren Honoré im Zielgelände an, wollte selber aber nicht mitlaufen. «Sie macht zwar ebenfalls Sport, betreibt auch Fitness, hat sich den Halbmarathon aber nicht zugetraut.»

Honoré Matter hat einfach auf seinen Körper gehört

Vielleicht ist Freundin Julia nächstes Jahr mit dabei. Denn: Honoré Matter will wieder kommen. «Das war mein erster Lauf in Luzern. Aber ganz sicher nicht mein letzter. Ich will schon nächstes Jahr wieder in Luzern starten. Und irgendwann will ich statt den Halbmarathon zu laufen, die volle Marathon-Strecke anpacken.»

Bei seinem Luzerner Debüt hat Honoré Matter keine Uhr am Handgelenk. «Wenn ich trainiere, schaue ich schon auch auf meine Laufzeiten, trage ich einen Zeitmesser bei mir», erklärt Matter. «Doch in Luzern wollte ich einfach nur auf meinen Körper hören.» Und der sendete positive Signale. «Insgesamt ist es mir gut gelaufen. Nur die Steigung hat mich ein wenig überrascht. Dass es am Luzerner Marathon eine Steigung gibt, habe ich nämlich gar nicht gewusst.» Doch trotz spezieller Herausforderung im Schönbühl- und Kastanienbaum-Gebiet schwärmt Matter: «Hier in Luzern ist das Leiden, der Schmerz schön. Denn das herzhafte Publikum am Strassenrand wirkt sich unglaublich motivierend auf die Läufer aus. Das ist der Hammer!»

Mittags in den Wald und im Geschäft geduscht

Vorbereitet hatte sich Matter über einen längeren Zeitraum mit Waldläufen, drei bis vier Mal pro Woche. «Im Bürogebäude meines Arbeitgebers in Fribourg haben wir Duschen, so habe ich jeweils mittags meine Waldläufe absolviert.» Ausserdem nahm Honoré Matter im September in Fribourg am Murtenlauf teil. «Vor drei Wochen musste ich meinen Trainingsrhythmus allerdings unterbrechen», erzählt er, «ich lag wegen einer hartnäckigen Erkältung flach, war krank, musste meine Fitness danach wieder aufbauen.»

Pasta, alkoholfreies Bier und zurück nach Fribourg

Als Honoré Matter nach dem Zieleinlauf seine Medaille in Empfang nimmt, sagt er: «Jetzt will ich Pasta essen, ein alkoholfreies Bier trinken. Und am Abend reise ich mit Julia zurück nach Fribourg.»

Nächstes Jahr, das scheint ziemlich klar, gibt sich Honoré in Luzern wieder die Ehre ...

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