HALBMARATHON MÄNNER: Der Erfolg des Cross- und Bergexperten

Daniel Lustenberger gewinnt in 1:10.28 Stunden. Der 21-Jährige aus Kriens fühlt sich gerade dann umso wohler, wenn so mancher Hobbyläufer die Nase rümpft.

Stefan Klinger
Drucken
Teilen
Ungewohntes Terrain, ungewohnte Distanz – und trotzdem erfolgreich: Daniel Lustenberger erreicht als Erster das Ziel im Verkehrshaus. (Bild Philipp Schmidli)

Ungewohntes Terrain, ungewohnte Distanz – und trotzdem erfolgreich: Daniel Lustenberger erreicht als Erster das Ziel im Verkehrshaus. (Bild Philipp Schmidli)

Es ist ein schmerzlicher Moment, den schon so ziemlich jeder Läufer einmal durchlebt hat – und den jeder Sportler am liebsten nie wieder erleben möchte. Als Daniel Lustenberger kurz nach der Hälfte der Distanz im Halbmarathon in das Ortszentrum von Horw einlief, bekam er auf einmal Seitenstechen. Ein schrecklicher Schmerz plagte ihn fortan bei jedem Atemzug. Zum Glück für ihn ging das jedoch nicht allzu lange so. «Irgendwann hat es von alleine wieder aufgehört», sagt er. Und das wirkte sich bei ihm offenbar so befreiend aus, dass der 21-Jährige aus Kriens prompt das Tempo verschärfte, sich von der Konkurrenz absetzte – und am Ende nach 1:10.28 Stunden als Erster ins Ziel kam.

«Ich freue mich riesig, dass ich hier gewonnen habe. Dieser Lauf hier ist mega cool. Bei der Passage durchs KKL zum Beispiel habe ich mich gefühlt wie ein Star», schwärmt Lustenberger, «der Regen hat mir nicht viel ausgemacht, ich finde so ein Wetter zum Laufen sogar eher angenehm. Und auch die Strecke passt mir gut. Mir liegt es, wenn es auf und ab geht.»

Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
100 Bilder
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ
Bild: Roger Grütter / Neue LZ

Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ

So seltsam sich der zweite Teil von Lustenbergers Aussage für viele, die eher flachere Strecken und vor allem trockenes Wetter zum Laufen mögen, auch anhört – sie verdeutlicht bestens, wie der schnelle Bursche tickt. Denn schon seit jungen Jahren ist der am Fusse des Pilatus aufgewachsene Lustenberger eng mit der Natur verbunden. Der Vater der Familie nahm ihn und seine vier Geschwister schon früh öfter mal mit zu Wanderungen, Skitouren oder zum Klettern in den Bergen.

Nächstes Ziel: Quali für Cross-EM

Diese Aktivitäten zählt er heute als seine Hobbys auf. Vor allem aber erklären sie auch seine Liebe zum Cross- und Berglauf. Zwar absolviert der Zürcher Maschinenbaustudent sein wöchentlich etwa 70 Kilometer umfassendes Trainingsprogramm vorwiegend auf der Strasse, die meisten Wettkämpfe bestreitet er aber im Cross- oder im Berglauf. Und dort hat er schon so manche Podestplätze erreicht. Im Berglauf, wo er seit 2010 an Wettbewerben teilnimmt, gewann er im Juni an der SM in Locarno in der Kategorie U 23 den Titel und wurde bei der Elite Zweiter. Im Crosslauf, wo er schon als junger Teenager zu Wettkämpfen antrat, wurde er beispielsweise an der U-23-SM im März in Düdingen FR Dritter.

Und auch sein nächstes grosses Ziel hat er sich im Cross gesetzt: die Qualifikation für die EM Anfang Dezember in Belgrad. Damit er da an den Start gehen kann, muss Lustenberger nun bei den Veranstaltungen in zwei Wochen in Biel und in vier Wochen in Darmstadt gute Leistungen zeigen.

Halbmarathon-Start ist Ausnahme

Doch auch bei Rennen auf der Strasse hat der 21-Jährige aus Kriens seine Qualitäten. So ist er im März in Uster Schweizer-U-23-Meister über die 10 Kilometer auf der Strasse geworden. Und nun folgte beim Swiss City Marathon der nächste Erfolg. Bei einem Rennen, bei dem er eigentlich an seine Grenzen gelangt – auf das er aber trotzdem nicht mehr verzichten will. «2011 wollte ich unbedingt mal so ein Rennen vor dem Heimpublikum laufen. Und das hat mir damals so sehr gefallen, dass ich nun jedes Jahr den Halbmarathon laufe», sagt Lustenberger, «am Schluss spüre ich es aber schon, dass es länger als die meisten meiner Wettkämpfe geht. Vielleicht laufe ich ja eines Tages mal einen Marathon – aber jetzt will ich erst mal noch im Cross- und Berglauf einen Schritt nach vorne machen.»