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Halbmarathon Männer: Hendtke riskiert alles und siegt

Der Potsdamer Stefan Hendtke gewinnt bei den Männern dank eines fulminanten Schlussspurts. Damit überrascht der 27-jährige Deutsche den Führenden David Keller aus Menziken.
Stefan Santschi
Der 27-jährige Stefan Hendtke (vorne) überraschte David Keller mit einem starken Schlussspurt. (Bild: Eveline Beerkircher )

Der 27-jährige Stefan Hendtke (vorne) überraschte David Keller mit einem starken Schlussspurt. (Bild: Eveline Beerkircher )

David Keller staunte nicht schlecht. Da hatte er den Halbmarathon der Männer doch eigentlich unter Kontrolle, der Rhythmus stimmte, die Beine auch, alles deutete auf den Sieg hin. Dann aber setzte sein ärgster Konkurrent, Stefan Hendtke aus Deutschland, zu einem Schlussspurt an, der so nicht zu erwarten gewesen war. «Er zog den Sprint einen Kilometer lang durch. Als ich feststellte, wie schnell er an mir vorbeirannte, war für mich klar: Da kann ich nicht mitgehen», erklärte Keller. Am Ende reichte es dem 26-jährigen Aargauer mit einer Zeit von 1:09:27 Stunden immerhin zu einer persönlichen Bestleistung und zu Rang zwei – rund neun Sekunden hinter dem Gewinner zurück. «Schade, hat es nicht gereicht. Mit dem Podestplatz aber bin ich zufrieden.»

Hendkte konnte sich derweil die Goldmedaille um den Hals hängen lassen. Der 27-Jährige aus Potsdam nahm in der Vergangenheit auch schon am Luzerner Stadtlauf teil, der Auftritt am Swiss City Marathon war allerdings eine Premiere. Nach seinem überragenden Finish bei einsetzendem Regen war er überglücklich: «Ich lag etwa fünf Sekunden zurück und sagte mir: Jetzt gebe ich all-in, ich riskiere es und gebe Gas. Es war hart, ich habe bis zum Schluss kämpfen müssen.» Der Erfolg ist für den Bauingenieur nicht selbstverständlich, fiel er in diesem Jahr aufgrund eines doppelten Fersensporns und eines Knochenmarködems doch vier Monate aus.

Weltreise und ein Treffen mit Roger Federer

Der zweitklassierte David Keller bewältigte den Halbmarathon von Luzern ebenfalls zum ersten Mal, vor allem die Blasmusiken am Streckenrand hätten ihn nach vorne gepusht, erklärte er. Als Menziker ist er ein Beinahe-Luzerner, liegt seine Heimatgemeinde doch unmittelbar an der Grenze zwischen den Kantonen Luzern und Aargau. Die Matura machte er an der Kantonsschule in Beromünster. Mit dem Laufen begann der ehemalige Unihockeyspieler erst spät, im Jahr 2015 trainiert er erstmals nach einem klaren Plan und wagte sich auf die Marathon- und Halbmarathondistanz. In diesem Frühling stellte er in Zürich über die 42,195 Kilometer mit 2:27:56 Stunden eine persönliche Bestzeit auf. Das Ziel, einen Marathon unter zweieinhalb Stunden zu laufen, stand auf seiner To-do-Liste.

Eine Liste, die übrigens noch weitere Punkte enthält, nicht alle sind sportlicher Natur und teilweise auch nicht ganz ernst gemeint. So nennt er neben einer Weltreise ein Treffen mit Tennis-Superstar Roger Federer. Oder er möchte dereinst mehr Schuhe besitzen als seine Schwester. «Und ich warte auf den Tag, wo ich den FC Basel im Fussball gegen Aarau verlieren sehe», ergänzt der in Zürich als Laborant arbeitende Aargauer mit einem Schmunzeln. In läuferischer Hinsicht ist in diesem Jahr ein weiteres Ziel hinzugekommen: den Marathon unter 2:20 Stunden zu laufen. «Ich bin ein Perfektionist und ein Träumer. Beim Laufen kann man sich Ziele setzen, die im Moment unrealistisch sind, irgendwann aber möglich werden können.»

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