HANDBALL: 38:29-Sieg der Krienser Handballer im Cup Horgen

Der HC Kriens-Luzern gewinnt gegen die SG Horgen sein Cup-1/16-Final-Spiel trotz dezimierten Kader – ohne Tom Hofstetter und ohne die Dauerverletzten – klar mit 38:29. In der Partie gegen den ambitionnierten B-Ligisten liess der Favorit nichts anbrennen und siegte auch in neuer Aufstellung hoch.

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Vukasin Stojanovic war einmal mehr treffsicherster Krienser. (Archivbild Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Vukasin Stojanovic war einmal mehr treffsicherster Krienser. (Archivbild Eveline Beerkircher / Neue LZ)

Der HC Kriens-Luzern hat auch die letzte Pflichtaufgabe vor der Länderspiel-Pause erfolgreich abgeschlossen. Und das souverän: Gegen den B-Club SG Horgen (das Farmteam von GC Amicitia Zürich ist durchsetzt mit ehemaligen NLA-Spielern wie Goalie Tim Schubiger, Jan Grundböck oder Kay Egger) ging es im Cup-Sechzehntelsfinal nur um eines: Weiterkommen.

Das tat der HCK gleich in doppelter Hinsicht: Zum einen kam er weiter, weil er am Schluss Horgen mit 38:29 diskussionslos und klar bezwang. Und er kam – in übertragenem Sinn – weiter, weil er sah, dass man auch unter schwierigen Voraussetzungen gemeinsam zum Erfolg kommen kann.

Denn vor dem Spiel wurde klar, dass Tom Hofstetter fehlen würde. Er ist zwar nicht verletzt, sass aber eine Spielsperre ab, die er aufgebrummt erhielt für seine rote Karte im Spiel gegen Wacker Thun. Die Schiedsrichter hatten das Foul damals zwar aus nächster Nähe als «normales taktisches Foul» und die Gesundheit des Gegners nicht gefährdend eingestuft. Weil das Foul in der letzten Minute passierte, mussten es die Refs aber trotzdem rapportieren. Vom Schreibtisch aus wurde Hofstetter jetzt von den zuständigen Rechtsgremien des SHV trotzdem für zwei Spiele gesperrt.

So hatte der HCK einige Minuten, bis er sich an die neue Formation mit einem neuen Mittelmann gewöhnt hatte. Nach 10 Minuten aber war auch der «neue HCK» im Spiel angekommen. Er war es, der in der Folge die Geschichte des Spiels schrieb und zu keinem Zeitpunkt Gefahr lief, das Cupspiel zu verlieren.

Zwar hatte der HCK vorne wie hinten (der HCK steckte jeweils zwei Sekunden vor der Pause noch ein unnötiges Tor ein...) Licht und Schatten. Letztlich aber eilte er entschlossen und couragiert dem Sieg in Horgen entgegen. Das Serben-Duo Stankovic (6) und Stojanovic (9/3) war dabei ebenso treibend wie Peter Schramm (6) und dem «Ersatz»-Mittelmann Tobi Baumgartner (4). Dazu war auch Yves Mühlebach auf Rechtsaussen ein Aktivposten. Dass er von seinen 13 Chancen «nur» deren sechs verwertete, sei erwähnt, aber dem Kapitel «Erfahrungen sammeln» zugeordnet.

Letztlich kaschierte die Mannschaft aber solche «Hänger» und Schwankungen mit einer entschlossenen Teamleistung. Und zeigte, dass einige der Langzeitverletzten auf dem Weg zurück sind. Sämi Weingartner kam in seinem ersten Ernsteinsatz mit dem NLA-Team diese Saison zu zwei Toren, die angeschlagenen Spengler und Schramm bissen sich durch und auch Noah Ineichen fand nach Anlaufschwierigkeiten gut ins Spiel.

Der HCK hat jetzt bis zum Heimspiel gegen den RTV Basel am 13. November Länderspielpause. In dieser Zeit können alle angeschlagenen Spieler und zumindest einige der Langzeitverletzten definitiv wieder gesunden und sich auf die zweite Hälfte der Qualifikation vorbereiten. Der HCK hat sich eine tolle Ausgangslage geschaffen. Coach Heiko Grimm wird mit Sicherheit den richtigen Weg finden , die Mannschaft durchatmen zu lassen - und sie gleichzeitig optimal vorzubereiten. Denn erreicht hat die Mannschaft bisher viel - gewonnen aber nich nicht.

HCK/Benedikt Anderes

SG Horgen (NLB) - HC Kriens-Luzern 38:29 (14:17)

Horgen Waldegg, 150 Zuschauer. – SR Baumann/Cristallo. – Spielverlauf: 1:0, 2:1, 3:3, 4:3, 5:5, 5:6, 6:6, 6:8, 8:10, 9:11, 10:13, 13:14, 13:17, 14:17; 14:18, 16:20, 17:23, 18:24, 19:26, 21:26, 21:31 (47.), 23:32, 25:35, 27:37, 29:38.
SG Horgen: Schubiger/Anderes; Quni (2), Pospisil (4), Egger (2), Gretler, Rosano (2), Zuber (2), Seitle (10/4), Tanner (3), Grundböck (2), Santoro (2), Wernli, Karlen.
HC Kriens-Luzern: Portmann/Ineichen (ab 23.); Mühlebach (6), Weingartner (2), Blättler, Spengler (1), Riederer (1), Stojanovic (9/3), Baviera (2), Stankovic (7), Baumgartner (4), Schramm (6).
Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Lehmann, Vögtli, Fellmann und Gwerder (verletzt) sowie ohne Hofstetter. – Strafen: Horgen 3, Kriens-Luzern 3x2 Minuten.