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HANDBALL: 40:20 – Klarer Sieg des dezimierten HCK beim KTV Altdorf

Der 40:20-Sieg des HC Kriens-Luzern im Cup-Achtelsfinale beim Innerschweizer NLB-Vertreter KTV Altdorf am Donnerstagabend war hoch und verdient. Der HCK überrolle den Gast mit einem starken Finish.
Impression vom Spiel am Donnerstag in Altdorf. (Bild: pd/Benedikt Anderes)

Impression vom Spiel am Donnerstag in Altdorf. (Bild: pd/Benedikt Anderes)

20 - 40 - 60 = 1/4. Was nicht nur einem Mathematiklehrer das eine oder andere Fragezeichen entlockt, ist für den HC Kriens-Luzern in Zahlen ausgedrückt das Ergebnis vom Donnerstags-Ausflug ins Urnerland: 20:40 stand nach 60 Minuten aus der Matchuhr – und der Gast aus dem Kanton Luzern hatte sich für das Viertelsfinal im Schweizercup qualifiziert. Eine Überraschung war das natürlich nicht. Überraschend war es höchstens, mit welcher Leichtigkeit der A-Club den Einzug ins Viertelfinale sicherte.

Beide Teams traten arg dezimiert an. Während die Altdorfer. In Sachen Improvisationsbedarf waren also beide Teams auf der gleichen Linie. Der A-Club meisterte aber diese Aufgabe mit der absolut richtigen Einstellung, ging resultatorientiert und geduldig zu Werke und distanzierte den frech aufspielenden, letztlich aber in vierlerlei Hinsicht überforderten Gast letztlich klar. Und auch in dieser Höhe verdient. Vereinfacht gesagt: Der HC Kriens-Luzern sorgte mit einem soliden, forschen Auftreten, dass schnell einmal klar wurde, warum der HCK aktuell in der Spitzengruppe der NLA mitmischt, die Altdorfer aber nach einem durchzogenen Saisonstart eben erst ins NLB-Mittelfeld aufrückten.

Gute 10 Minuten dauerte es, bis sich die HCK-Deckung auf die frech und unbeschwert aufspielenden Altdorfer eingestellt hatten. 4:4 lautete das Skore - und jeder Urner Treffer wurde in der Feldlhalle frenetisch gefeiert. Dann aber brach der Strohhalm definitiv, der Favorit zog auf und davon und liess sich durch nichts und niemand aufhalten. Das spricht für eine seriöse Einstellung, mit der die Favoriten beim Unterklassigen ans Werk gingen.

Und das lag auch daran, das beim HCK die Deckung immer besser ins Spiel fand und die Altdorfer vor unlösbare Probleme stellte. 16 Saves (45%) konnte sich der HCK-Torhüter am Schluss notieren lassen. Und der war - während 60 Minuten - Comebacker Roman Schelbert, der quasi «aus dem Ruhestand» eine gute Partie lieferte. Mit ihm zusammen machte auch die Abwehr eine sehr gute Figur, auch wenn es den einen oder anderen Aussetzer gab. Insgesamt aber trat der HCK konzentriert und seriös auf. Weitgehend auch nach dem Geschmack von Coach Heiko Grimm, der natürlich nur zu gut wusste, dass die vielen Absenzen nach wie vor problematisch sind. Neben dem Torhüter-Duo Bar/Portmann fehlten nämlich auch Nyffenegger und Mühlebach, dazu wurde Hofstetter gar nicht erst eingesetzt, um bei ihm den Heilungsverlauf nicht zu verlangsamen.

Auch ohne sie siegte der HC Kriens-Luzern letztlich souverän. Schon kurz nach der Pause erlosch beim Gastgeber auch der letzte Funken Hoffnung. Beim HCK hingegen wuchs die Lust, die berühmte Kiste Bier für einen 40-Tore-Sieg zu erreichen. Die Urner kamen dem Wunsch entgegen, als ihnen in der Schlussphase sichtlich die Luft ausging. Der HCK powerte nun mit Blättler, Vögtli und Wipf, die zeigten, dass sie bei Bedarf durchaus bereit sind. Und das Comeback von Luca Spengler war ein weiterer Pluspunkt an diesem Abend. Der grossgewachsene Rechtshänder durfte nach langer Verletzungspause ein erfreuliches Comeback feiern.
In den letzten Minuten begann dann das Bierkasten-Ralley mit einem starken Finish, indem die Mannschaft versuchte, die 40-Tore-Marke zu knacken. Ausgerechnet Christian Wipf war es, der das ominöse 40. Goal zum 40:19 erzielte. Gross bejubelt von der Krienser Bank. «Gerechterweise» war es den Urnern vergönnt, mit Tor Nummer 20 das letzte Tor und damit die Ehrenmeldung zu erreichen. Höchststrafe abgewendet, hiess das Fazit aus Urner Sicht. «Die waren halt stärker, besser, schneller als wir,» sagte KTV Altdorf-Spieler Nicolai Christensen nach dem Spiel zu Besuchern. Und er hatte damit nicht unrecht. Das wäre in Worten, was die Zahlen sagen: 20 - 40 - 60: 1/4.

Der Krienser Boris Stankovic (am Ball) erzielte mehrere spektakuläre Treffer. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Der Krienser Linksaussen Adrian Blättler setzt zum Abschluss an. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Dem Luzerner Keeper Roman Schelbert gelang ein starkes Comeback. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Luca Spengler vom HC Kriens-Luzern steigt am höchsten. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Luca Spengler vom HC Kriens-Luzern findet die Lücke. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Wird zurückgehalten: Der Krienser Peter Schramm beim Abschluss. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Der Krienser Fabio Bavera zieht ab. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Der Altdofer Goalie Noah Ineichen konnte sich nicht über mangelnde Arbeit beklagen. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Altdorfs Kreisläufer Yannick Drollinger hatte Mühe sich durchzusetzen. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Altdorfs Kreisläufer Yannick Drollinger hatte Mühe sich durchzusetzen. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Altdorfs Spielertrainer Mario Obad am Ball (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Der Altdorfer Nicolai Christensen (am Ball) erzielte mehrere Treffer. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Mario Obad vom KTV Altdorf setzt sich durch. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
Dem Altdorfer Nicolai Christensen springt der Ball davon. (Bild: Urs Hanhart / UZ)
14 Bilder

HC Kriens-Luzern - KTV Altdorf 40:20

KTV Altdorf - HC Kriens-Luzern 20:40 (12:19)

Feldli, 500 Zuschauer. SR Boskoski/Stalder
Spielverlauf: 0:1, 1:1, 4:4, 4:8, 9:10, 10:12, 10:17, 12:19; 13:20, 16:24, 17:27, 18:31, 19:32 (52.), 19:40 (60.), 20:40
Strafen: Altdorf 3, Kriens-Luzern 4x2 Minuten.
KTV Altdorf: Ineichen/Dittli (ab 31.); Vollenweider, Arnold (3), Fallegger (2), Aschwanden, Fallegger ivo, Ledermann (2), Auf der Maur (2), Arnold, Drollinger (3), Obad (3), Christensen (5).
HC Kriens-Luzern: Ineichen/Bar (nicht eingesetzt); Fellmann, Wipf (1), Blättler (5), Spengler (5), Vögtli (4), Baviera (6), Brücker (2), Stankovic (4), Ramseier (4), Radovanovic (7/2), Schramm (2), Hofstetter.
Bemerkungen: HC Kriens-Luzern ohne Nyffenegger, Portmann, Mühlebach, setzt Bar und Hofstetter nicht ein. Penalties: 14. Schelbert hält Penalty von Obad (5:9)

pd/Benedikt Anderes

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