HANDBALL: Altdorf startet mit einer Heimniederlage

Der KTV Altdorf zieht zum Meisterschaftsauftakt gegen den Aufstiegskandidaten Baden mit 24:29 den Kürzeren. Die Siegchancen werden bereits in der ersten Halbzeit verspielt.

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Der Altdorfer Martin Betschart (am Ball) kommt zum Abschluss. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 2. September 2017))

Der Altdorfer Martin Betschart (am Ball) kommt zum Abschluss. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 2. September 2017))

Was die Altdorfer beim ersten Auftritt vor heimischer Kulisse in dieser Saison im ersten Durchgang zeigten, war alles andere als eine Augenweide. In den Reihen der Urner wimmelte es nur so von Fehlpässen, unnötigen Ballverlusten, Fehlwürfen und technischen Fehlern. Kein Wunder, brachten die desaströs startenden Platzherren in den ersten 20 Minuten nur gerade mickrige drei Treffer zu Stande. Zwischen der 10. und 20. Minute gab es für die einheimischen Fans sogar keinen einzigen Torerfolg zu bejubeln.

Ganz anders die Gäste aus Baden: Sie gingen viel konzen­trierter und entschlossener zur Sache und erarbeiteten sich bis zur Pause eine komfortable und zugleich wohl vorentscheidende Sieben-Tore-Führung (8:15). Den veritablen Fehlstart begründete Altdorfs Spielertrainer Mario Obad wie folgt: «Leider konnten wir diesmal unsere neu verpflichteten Spieler Edvinas Vorobjovas und Roland Szabo wegen Problemen mit der Lizenz noch nicht einsetzen. Beide sind sehr wichtig für die Mannschaft. Zudem haben wir mehrere Verletzte zu beklagen, und es standen uns keine Linkshänder zur Verfügung. So mussten wir notgedrungen mit einer völlig anderen Besetzung als in den Vorbereitungspartien antreten. Dadurch ist es zu Abstimmungsproblemen gekommen.»

Deutliche Steigerung nach der Pause

Immerhin konnten die Gastgeber eine drohende Kanterniederlage doch noch abwenden. Sie waren sogar kurzzeitig relativ nahe dran, dem Spiel eine Wende zu geben. Dank Toren von Pascal Aschwanden, Obad, Marius Kasmauskas und Rückkehrer Martin Betschart verkürzte die KTV-Truppe den Rückstand nach dem Wiederanpfiff innerhalb von sechs Minuten auf 12:15. Doch dieser Zwischenspurt erwies sich als Strohfeuer, beziehungsweise die Badener schafften es gerade noch rechtzeitig, wieder Gegensteuer zu geben. Bis zur 42. Minute zogen sie wieder auf sechs Längen (13:19) davon. Von da weg schaukelten die Aargauer, die in der letzten Saison in der Nationalliga B den dritten Platz belegt hatten und damit zum Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt werden müssen, ihr Polster gekonnt über die Runden. Altdorf kam in der Schlussphase wieder auf vier Tore heran. Schlagdistanz, um mit einem fulminanten Endspurt die Kastanien aus dem Feuer zu holen, erreichten die Gelb-Schwarzen jedoch nie. So endete die Begegnung mit einer relativ deutlichen 24:29-Niederlage.

Für Obad, der selber neun Tore warf und damit zum mit Abstand erfolgreichsten Altdorfer Skorer avancierte, war die zweite Halbzeit wenigstens ein Lichtblick. Dementsprechend lautete denn auch sein Kommentar dazu: «Mit der Leistung nach der Pause bin ich zufrieden. Die Mannschaft hat gekämpft und alles gegeben. Aber gegen ein so starkes Team wie Baden war das halt nicht genug, um zu punkten.» Obad geht davon aus, dass Vo­robjovas und Szabo schon bald eingesetzt werden können, möglicherweise bereits beim Cupmatch gegen Steffisburg, der am kommenden Samstag im Berner Oberland ausgetragen wird.

 

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Altdorf – Baden 24:29 (8:15)

Feldli. – 250 Zuschauer. – SR Joss, Ouardini. – Altdorf: Amrein, Dittli; Kasmauskas (6), Baumann, Inderbitzin (1), Aschwanden (3), Wyss (2), Arnold, Ledermann, Auf der Maur, Gwerder, Obad (9), Munzert (2), Betschart (1). – Baden: Schoch, Schöpfer, Wyss; Schmid, Bolliger, Bühler (5), Biffiger (1), Schweizer (2), Zuber (6), Gautschi (1), Hock (6), Hochstrasser (2), Seitle (5), Schweizer (1).