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HANDBALL: Altdorf von Stans regelrecht demontiert

Dem BSV Stans ist die Revanche für die Hinrunden-Schlappe vollauf geglückt. Er spielt den KTV Altdorf in dessen eigener Halle richtiggehend an die Wand und siegt ganz deutlich mit 38:33.
Urs Hanhart
Altdorfs Kreisläufer Sebastian Munzert (am Ball) wirft sechs Tore. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 10. März 2018))

Altdorfs Kreisläufer Sebastian Munzert (am Ball) wirft sechs Tore. (Bild: Urs Hanhart (Altdorf, 10. März 2018))

Urs Hanhart

urs.hanhart@urnerzeitung.ch

Anfang November kassierte das damalige Schlusslicht BSV Stans im Derby gegen Altdorf vor heimischer Kulisse eine bittere 21:30-Schlappe. Die Urner spielten mit den völlig verunsicherten Nidwaldnern Katz und Maus. Im Rückkampf der beiden abstiegsgefährdeten Erzrivalen, der am Samstag in der nahezu vollbesetzten Altdorfer Feldli-Arena ausgetragen wurde, zeigte sich ein völlig konträres Bild. Die Gäste rissen von Beginn an das Spieldiktat resolut an sich. Zugute kam ihnen dabei auch die Tatsache, dass die Platzherren bereits in der neunten Minute, beim Spielstand von 5:6, eine arge Schwächung hinnehmen mussten. Ihr Rechtsaussen Fabian Auf der Maur, der zuvor schon verwarnt worden war, wurde wegen einer erneuten unfairen Aktion von den Unparteiischen vom Feld verwiesen. Kurz darauf sah auch sein Teamkollege Marko Koljanin, der allerdings nur als Betreuer auf der Bank sass, die rote Karte.

Die vierminütige Unterzahlphase überstanden die Gastgeber mit nur einem weiteren Gegentreffer noch relativ unbeschadet. Aber danach kam es faustdick für die Gelb-Schwarzen. Sie verloren völlig den Faden und gerieten bis zur 27. Minute mit zehn Längen (11:21) ins Hintertreffen. Immerhin konnten die Urner vor dem langen Break den Schaden mit einem Zwischenspurt wieder etwas limitieren. Der erste Durchgang endete mit 15:21.

Taktikänderung zeigt Wirkung

Von dem, was sein Team geboten hatte, zeigte sich der Präsident des HC KTV Altdorf, Beat Arnold, in der Pause alles andere ­ als erfreut. Er sprach denn auch Klartext: «Die erste Halbzeit war eine Katastrophe. Im Vergleich zur starken Leistung vor Wochenfrist gegen Leader Basel ist unsere Mannschaft nicht wiederzuerkennen. Die Abwehr stand phasenweise völlig neben den Schuhen, und auch in der Offensive sind uns viel zu viele Fehler unterlaufen. Nun muss eine Reaktion her.»

Diese quasi von höchster Stelle verlangte Reaktion kam denn auch prompt. Nach dem Wiederanpfiff setzten die Gastgeber auf eine deutlich offensivere Verteidigungsstrategie. Die beiden brandgefährlichen Stanser Nikola Perovic und Fernando Dutra Skrebsky wurden nun manngedeckt. Diese Taktikänderung zahlte sich aus, denn die KTV-Truppe konnte den Abstand zusehends verkürzen. In der 41. Minute warf Linksaussen Ivan Fallegger das 22:24, was aber schon das Höchste der Gefühle war. Denn die vorüber­gehend aus dem Konzept geratenen Gäste gaben genau zum ­richtigen Zeitpunkt wieder Gegensteuer. Unter anderem nahmen sie bei den Angriffen regelmässig ihren Keeper raus. Dadurch gelang es ihnen, den Abstand wieder bei fünf bis sechs Toren einzupendeln und das Polster relativ ungefährdet über die Runden zu schaukeln. Letztlich siegte die BSV-Truppe verdient mit 38:33. Bester Akteur auf dem Feld war Perovic, der trotz Manndeckung neunmal zum Abschluss kam und ebenso oft reüssierte. Auf Seiten der Altdorfer ragten Spielertrainer Mario Obad und Rückraumspezialist Samuel Wyss heraus. Beide warfen je sieben Tore und benötigten dazu neun Anläufe.

Trotz Sieg noch nicht über dem Berg

«Wir sind gut ins Spiel gekommen, und auch das Torewerfen hat von Beginn an sehr gut geklappt. Das hat für Stabilität und Vertrauen gesorgt. Vor allem unsere Defensive hat super funktioniert», freute sich Stans-Trainer André Gubler nach dem Schlusspfiff. Dann fügte er noch an: «Der Sieg in diesem Vier-Punkte-Spiel ist enorm wichtig für uns. Über dem Berg in Sachen Abstiegsgefahr sind wir aber noch nicht. Im hinteren Teil der Tabelle ist es derart eng, dass sich die Situation schnell wieder ändern kann. Wir dürfen jetzt nicht abheben, sondern müssen auch in den nächsten Spielen voll konzentriert zur Sache gehen, um den Ligaerhalt definitiv zu sichern.»

Der BSV Stans hat jetzt in der Tabelle relativ beruhigende vier Punkte Vorsprung auf den Vorletzten Horgen. Für Altdorf hingegen bleibt die Lage weiterhin sehr brenzlig. Der Abstand zum Strich beträgt nur gerade einen Zähler.

Nationalliga B

20. Runde: RTV Basel – Horgen 42:27. Kadetten Espoirs SH – Solothurn 24:26. Lakers Stäfa – Steffisburg 31:39. Altdorf – Stans 33:38. Siggenthal/Vom Stein – HS Biel 26:29. Birsfelden – SG Yellow/Pfadi Winterthur 21:28. Möhlin – STV Baden 29:22.

Rangliste (alle 20 Spiele): 1. RTV Basel 38. 2. STV Baden 32. 3. Solothurn 25. 4. Möhlin 25. 5. Kadetten Espoirs SH 21. 6. Lakers Stäfa 20. 7. HS Biel 19. 8. SG Yellow/Pfadi Winterthur 19. 9. Stans 16. 10. Steffisburg 16. 11. Altdorf 13. 12. Siggenthal/Vom Stein 13. 13. Horgen 12. 14. Birsfelden 11.

Altdorf – Stans 33:38 (15:21)

Feldli-Arena. – 500 Zuschauer. – Keiser/Rottmeier. – Strafen: 2-mal zwei Minuten gegen Altdorf plus Rote Karten gegen Auf der Maur (9.) und Koljanin (9.); 4-mal zwei Minuten gegen Stans. – Altdorf: Dittli/Amrein; Kasmauskas (4), Szabo (1), Inderbitzin, Aschwanden (5), Wyss (7/3), Ledermann, Auf der Maur (1), Obad (7), Munzert (6), Fallegger (2), Vorobjovas, Betschart. – Stans: Arnosti, Wenger; Schumacher (3), Odermatt, Imfeld (6), Wanner (2), Lussi (3), Christen, Kuster (4), Scherrer (3), Riederer (4), Heinrich, Perovic (9), Skrebsky (4/3).

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