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HANDBALL: Auswärtssieg sichert Big Points für Finalrunde

Das gibt Mumm vor dem intensiven Handball-Dezember: Der HC Kriens-Luzern holt sich beim TSV St. Otmar St. Gallen zwei enorm wichtige Auswärtspunkte.
Schoss mit 7 Treffer am meisten Tors: Thomas Hofstetter vom HC Kriens-Luzern. (Bild: Michel Canonica)

Schoss mit 7 Treffer am meisten Tors: Thomas Hofstetter vom HC Kriens-Luzern. (Bild: Michel Canonica)

Die beiden Punkte auswärts in St. Gallen können für den HCK tatsächlich golden sein. Dann mit diesen beiden Punkten kann das Team die nun folgenden Spiele beruhigt angehen – voller Vorfreude auf zahlreiche Topspiele eben. Die Serie beginnt bereits am Mittwoch gegen Wacker Thun, das eben in Skopje den ersten Champions League-Punkt ergatterte! Weitere Topspiele werden folgen – und die Mannschaft kann den Partien locker entgegenschauen, weil die Qualifikation für die Finalrunde praktisch im Trockenen ist. Diese komfortable Ausgangsposition hat sich das gesamte Team erarbeitet. Und es wird clever genug sein, diese Position nun nicht einfach zu verteidigen – sondern für den Ausbau noch einmal reichlich Herzblut aufzuwenden. Denn Punkte aus der Qualifikation werden bekanntlich in die Finalrunde mitgenommen.

Allerdings: Das Team kann aus dem Erfolg in St. Gallen wohl beide Punkte mitnehmen. Viel einbilden wird man sich darauf aber nicht können. Denn der Gegner war wie erwartet nach dem völlig missglückten Handball-Herbst sichtlich verunsichert, reihte Fehler an Fehler und scheiterte in über einem Dutzend bester Chancen. Einen grossen Anteil daran hatte HCK-Goalie Roman Schelbert. Der «Hexer» im HCK-Tor war vor Wochenfrist im Spiel gegen Stäfa noch auf der Bank. Diesmal durfte er sich wieder beweisen – und tat das auf eindrückliche Art und Weise. In einer überragenden ersten Spielhälfte trieb er die Ostschweizer mit mirakulösen Paraden zur schieren Verzweiflung.

Der Muotathaler hielt mit 19 Paraden (!) aber vorallem auch das eigene Team im Spiel. Denn die Startphase verschlief der HCK offensichtlich. In Zahlen: Erstes HCK-Tor nach 4.43. Mit eine bis dahin unterirdischen Quote. Ganz offensichtlich hatten sich die Zentralschweizer zuerst damit auseinanderzusetzen, wie sie auf den Ausfall von Defensivchef Daniel Fellmann reagieren sollten. «Fäle» wurde wegen einer Fussverletzung aus dem Stäfa-Spiel geschont und hinterliess eine spürbare Lücke. Mit zunehmender Spieldauer aber gewann die Deckung an Stabilität. Auch wenn die Otmar-Angreifer diesbezüglich noch längst nicht alles an Engagement abverlangten.

So konnte der HCK nach 19 Minuten erstmals ausgleichen (8:8). Das reichte bereits, um beim verunsicherten Gastgeber den Glauben an einen Erfolg zu zerstören. Der HCK ging 60 Sekunden später erstmals in Front – und gab diese Führung nie mehr ab.

Wichtige Rollen spielen beim HCK auf diesem Weg zum Erfolg neben Romi Schelbert auch Tobi Baumgartner, dem eine sehr gute Partie gelang und der mit wuchtigen Torwürfen viel für zum guten Ende beitrug. Die Linkshänder-Fraktion mit Boris Stankovic, Nicolas Raemy und dem jungen Ron Delhees spielte ebenfalls seriös.

Insgesamt machte der HCK in St. Gallen gute Figur und servierte einen anfangs willigen, bald aber reichlich flühellahmen Gastgeber völlig verdient mit 8 Toren ab. Wobei: Flügellahm nur symbolisch zu verstehen ist. Denn mit dem ehemaligen Altdorf Jost (der vor seinem Studium in St. Gallen auch mal beim HCK NLA-Luft schnuppernde) Jost Brücker hatte St. Otmar ausgerechnet auf dem Flügel seinen wohl wirkungsvollen Aktivposten.

Nun steht dem HCK am Mittwoch (20.00 Uhr, Krauerhalle) das Topspiel gegen Wacker Thun bevor. Eine Partie, die der HCK mit viel Vorfreude angehen wird. Und sich den dannzumaligen Kontrahenden als Vorbild nehmen kann. Denn die Berner Oberländer haben am Sonntag der mazedonischen Übermacht getrotzt und mit viel Herzblut, Frechheit und Mut in der Champions League einen Punkt abgetrotzt. Warum also nicht aus HCK-Sicht am Mittwoch einen drauflegen und dem Meister die Stirn bieten?

TSV St. Otmar St. Gallen - HC Kriens-Luzern 26:34 (12:15)
Kreuzbleiche, SR Jergen/Zaugg.
Strafen: Otmar 2x2 Minuten, HC Kriens-Luzern 3x2 Minuten.
Spielverlauf: 2:0, 4:1, 5:2, 5:4, 7:4, 7:6, 8:7, 8:9, 10:10 (22.), 10:15 (28.), 12:15; 12:16, 13:16, 13:18, 15:18, 16:19, 16:23, 18:23, 19:26, 21:26, 22:28, 22:31, 24:31, 25:32, 25:34, 26:34.
St. Otmar: Galia/Kindle (ab 27.); Ljubanovic (4), Christ (1), Brücker (5), Fröhlich, Börtschi, Wild, Filip (4), Babak (4), Jurilj, Milosevic (5), Wetzel, Banic (3).
HC Kriens-Luzern: Schelbert/Portmann; Mühlebach, Raemy (5), Blättler (5), Spengler (1), Delhees (1), Baviera (2), Hess (1), Stankovic (6/2), Baumgartner (6), Schramm, Hofstetter (7).
Bemerkungen: Otmar ohne Szymanski, Pendic, HC Kriens-Luzern ohne Stojanovic, setzt Fellmann (Fussverletzung) nicht ein, Schramm nur in der Defensive. Penalties: 17. Milosevic verschiesst Penalty (7:6), 57. Schelbert hält Penalty von Filip (25:32).

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