Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

HANDBALL: Bitterer Auftakt für Kriens

Kriens-Luzern verliert das erste Playoff-Viertelfinalspiel mit 24:25. Es ist eine Niederlage, wie sie bitterer nicht sein könnte: Der Siegtreffer für Bern Muri fällt praktisch mit dem Schlusspfiff.
Roland Bucher
Kein Durchkommen: Der Krienser Peter Schramm (rechts) bleibt an Pedro Spinola hängen. (Bild: Raphael Moser/Berner Zeitung (Bern, 22. März 2018))

Kein Durchkommen: Der Krienser Peter Schramm (rechts) bleibt an Pedro Spinola hängen. (Bild: Raphael Moser/Berner Zeitung (Bern, 22. März 2018))

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Eigentlich hatte Kriens alles richtig gemacht. Liess sich durch einen Drei-Tore-Rückstand nach einer Viertelstunde nicht irritieren, war aufsässig, holte auf, ging nach 40 Minuten erstmals durch Schramm in Führung. Die Mannschaft von Nick Christen und Urs Schärer wirkte in dieser Spielphase resolut, der Teppich für das Break schien ausgerollt. Doch der Endspurt in einer Partie, welche schliesslich an Spannung kaum mehr zu übertreffen war, barg ein Spektakel, das sich die Krienser Anhängerschaft gerne erspart hätte.

107 Sekunden vor Spielende lag der HCK 24:23 in Front. Getzmann, Berns Topskorer, glich mit einem Penalty aus. Wenige Sekunden vor dem Abpfiff hatte Adi Blättler den Siegball für die Innerschweizer in der Hand, vergab indes. Im Gegenzug gelang Getzmann der Treffer, der Bern überbordend feiern – und Kriens unendlich traurig und entrüstet die Halle verlassen liess. Der Ärger auf der Krienser Spieler- und Betreuerbank war insofern vehement, weil das Schiedsrichter­gespann in der dramatischen Schlusssequenz Kriens doch wesentlich zu benachteiligen schien.

Nick Christen bleibt zuversichtlich

Wer als offizielles Betreuermitglied nach Spielschluss gegen die Schiedsrichter wettert, der bekommt 200 Franken Busse aufgebrummt: So also hielt sich Kriens-Trainer Nick Christen in der Beurteilung der Fehlinterpretationen vornehm zurück. Er lieferte dafür seiner Mannschaft ein dickes Kompliment: «Wir waren das bessere Team. Es tut mir so leid für die Spieler, derart brutal zu verlieren. Aber wir haben gezeigt, dass wir die Substanz besitzen, uns in dieser Serie gegen die Berner durchzusetzen.»

Der Start in diese Playoff-Viertelfinalserie war für Kriens bitter, die Niederlage ist, so unverdient sie erscheint, schwer zu verdauen; das Trainergespann wird einige psychologische Kniffs anwenden müssen, um die enttäuschte Truppe bis nächsten Mittwoch zur Revanche wieder in höchste Kampfstimmung bringen zu können.

Doch die Niederlage, so ungerecht sie ist, nährt auch Hoffnungen. Der HC Kriens-Luzern zeigte gestern, dass er rechtzeitig nahe zu seiner Höchstform gefunden hat. Spengler, eines der grössten Schweizer Talente im Linksaufbau, bestätigte mit neun Treffern seinen Formanstieg, Schramm (5) assistierte ihm glänzend, Blättler (5) rief seine gewohnt starke Leistung ab.

Es war im Endeffekt ein bisschen zu wenig. Weil die Unparteiischen den Kriensern nicht wohl gesinnt waren und das Glück bei den Bernern lag. Am nächsten Mittwoch bei der Revanche stehen die Vorzeichen ein paar Prozente anders: dann hat Kriens den Heimbonus – der gestern ein denkwürdiges Handballspiel entschied.

NLA, Playoffs

Viertelfinals (best of 5). 1. Runde: BSV Bern Muri (4. Finalrunde) – Kriens-Luzern (5.) 25:24. Kadetten Schaffhausen (3.) – Suhr Aarau (6.) 27:21 (13:10).

Heute, 19.30 Uhr: Pfadi Winterthur (2.) – St. Otmar St. Gallen (7.).

Am Mittwoch gespielt: Wacker Thun (1.) – Gossau (8.) 27:21 (11:12).

Bern Muri – Kriens-Luzern 25:24 (14:12)

640 Zuschauer. – SR Sager/Styger. – Strafen: 2-mal 2 Minuten gegen den BSV Bern Muri, 6-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern.

Bern Muri: Marjanac/Rosenberg; Lengacher (6), Groff (4), Heer (1), Baumgartner (2), Getzmann (6/5), Striffeler, Kusio (1), Spinola (1), Szymanski (2), Arn (2).

Kriens-Luzern: Bar/Willimann; Fellmann (1), Blättler (5/2), Engler (1), Spengler (9), Vögtli (3), Alili, Ramseier, Delchiappo, Schramm (5), Hofstetter.

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Radovanovic und Nyffenegger (beide verletzt). Verschossene Penaltys: 2:0.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.