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HANDBALL: BSV Stans verlängert Vertrag mit Frauen-Trainer

Die Frauen des BSV Stans haben den Ligaerhalt in der SPL2 dank acht Siegen in Folge praktisch auf sicher. Das bringt Trainer Vicente Cotrina Cabal die Vertragsverlängerung ein.
Stephan Santschi
Die umsichtige Abwehrchefin Flavia Kuster (am Ball) war mit sechs Treffern auch offensiv wirkungsvoll. (Bild: Roger Grütter (Stans, 11. März 2018))

Die umsichtige Abwehrchefin Flavia Kuster (am Ball) war mit sechs Treffern auch offensiv wirkungsvoll. (Bild: Roger Grütter (Stans, 11. März 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

«What a change» – was für eine Veränderung. Selbst Vicente «Ike» Cotrina Cabal staunt über die Entwicklung seines Teams. Nach 11 Runden in der SPL2 hatten die Frauen des BSV Stans zehn Mal verloren und nur zwei Punkte auf dem Konto. Am Ende des Jahres 2017 schienen die Nidwaldnerinnen, die eben erst aus der SPL1 abgestiegen waren, direkt auf die nächste Relegation zuzusteuern.

Mittlerweile aber hat sich alles zum Guten gewendet, die Richtung, in die man seit diesem Januar geht, hat sich um 180 Grad gedreht. Die letzten acht Spiele nämlich gestalteten sie allesamt siegreich, letztmals am Sonntag, als der ATV/KV Basel mit 26:18 aus der Eichli-Halle geschossen wurde. Fünf Spieltage vor Schluss der Abstiegsrunde ist der Klassenerhalt mit acht Punkten Vorsprung auf den letzten Platz praktisch gesichert.

Cotrina Cabal gibt Trainerjob in Lyss ab

Die Gründe für den Aufschwung sind mannigfaltig: Interne Gespräche, die Verpflichtung der Deutschen Lara Ernst und ein gesteigerter Trainingsaufwand haben den Aufschwung herbeigeführt (wir berichteten). «Wenn wir vor Monaten ein paar Fehler gemacht haben, sind sofort alle nervös geworden. Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Jetzt machen die Spielerinnen einfach weiter», stellt Cotrina Cabal fest. Dabei hätten sich nicht nur die handballerischen Fähigkeiten und das Selbstvertrauen gesteigert. «Wir sind nun auch in der Kabine eine bessere Gruppe, wir sind mehr zu einem Team geworden.»

Dank des Erfolgs konnten die Weichen für die nächste Saison bereits gestellt werden. Cotrina Cabal, der im letzten Sommer das Traineramt in Stans übernahm, hat seinen Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Der Verein stellte an die Weiterführung der Zusammenarbeit allerdings die Bedingung, dass sich der 35-jährige Spanier fortan nur auf den BSV konzentriert und sein parallel laufendes Engagement bei den Erstliga-Männern in Lyss beendet. «Nur zwei Trainings pro Woche und dann auch nicht an allen Spielen am Wochenende dabei sein – das geht einfach nicht mehr», sagt Sepp Kuster, der Sportchef der Frauen. Das sah auch der Trainer so, und deshalb wird er nächste Saison definitiv ein Stanser: «Ich trainiere nur noch in Stans, ich werde auch nach Nidwalden umziehen», erklärt Cotrina Cabal, der derzeit noch im Berner Seeland wohnt.

Seine Mission in Stans, wo er gleich die Hauptverantwortung für die gesamte Frauenabteilung übernehmen wird, sieht er noch nicht abgeschlossen. «Ich will immer mehr», sagt der Profi, der vor seinem Wegzug aus Spanien als Assistenztrainer der Frauen von Bera Bera fünf Titel in drei Jahren gewann (2-mal Meisterschaft, 2-mal Super Cup, 1-mal Cup). Das Verhältnis zu den Spielerinnen in Stans sei gut, sagt er, schränkt aber mit einem Lächeln ein: «Ich hoffe, nicht 100-prozentig gut. Dann würde ich als Trainer nämlich etwas falsch machen.»

Auch Winterverstärkung Lara Ernst bleibt

Sepp Kuster umschreibt Cotrina Cabal, der weiterhin fleissig Deutsch lernt, als sehr guten Ausbildner, der einen guten Umgang mit dem Team pflege. Abgänge auf die kommende Saison habe man jedenfalls keine zu verzeichnen, auch Lara Ernst wird nach ihrem kurzfristigen Wechsel in der Winterpause in der Schweiz bleiben. «Sie hat eine Anstellung als Physiotherapeutin gefunden», erklärt Kuster.

Die Stanserinnen, die am kommenden Samstag mit einem weiteren Sieg zu Hause gegen Goldach-Rorschach (17.30 Uhr, Eichli-Halle) den Ligaerhalt auch rechnerisch definitiv machen können, wollen sich künftig wieder nach oben orientieren. Die Rückkehr in die SPL1 wird zwar (noch) nicht als offizielles Ziel deklariert, Cotrina Cabal hält aber schon mal fest: «Ich werde mit dem Team darum kämpfen. Schliesslich spielen wir nicht nur zum Spass Handball, wir spielen, um zu siegen.» Die Ergebnisse der letzten Wochen lassen daran keine Zweifel offen.

Frauen, SPL2

Abstiegsrunde: Brühl St. Gallen – LK Zug 26:31 (10:15). Goldach-Rorschach – Spono Eagles 26:16 (12:7). BSV Stans – ATV/KV Basel 26:18 (12:10).

Rangliste (alle 19 Spiele): 1. LK Zug II 28. 2. Brühl St. Gallen II 21. 3. Stans 18. 4. Goldach-Rorschach 14. 5. Spono Eagles II 13. 6. ATV/KV Basel 10.

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