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HANDBALL: Dagmerseller im freien Fall

Dagmersellen verliert gegen Lyss 22:24 und kassiert damit die siebte Niederlage in Serie. Der Abstieg in die 1. Liga scheint so gut wie besiegelt.
Stephan Santschi
Findet der Dagmerseller Lukas Renggli die Lücke gegen den Lysser Torhüter Michael Baumgartner? (Bild: Boris Bürgisser (Dagmersellen, 24. März 2017))

Findet der Dagmerseller Lukas Renggli die Lücke gegen den Lysser Torhüter Michael Baumgartner? (Bild: Boris Bürgisser (Dagmersellen, 24. März 2017))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Sie gerieten immer wieder in Schieflage in den letzten Jahren, doch in den entscheidenden Momenten vermochten die Dagmerseller stets zuzulegen. Nun aber scheint eine Ära zu Ende zu gehen, jene des TV Dagmersellen in der 1. Liga. Am letzten Samstag verloren sie zu Hause gegen Lyss mit 22:24 – es war sage und schreibe die siebte Niederlage in Serie in der laufenden Abstiegsrunde. Die Konsequenz: Fünf Spieltage vor Schluss liegt die Mannschaft am Tabellenende, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt bereits sechs Punkte. «Wir haben den Rhythmus und die Präzision verloren», rätselt Coach Sandro Bieri. Und Präsident Peter Staub sagt: «Die Situation ist sehr schwierig. Das haben wir nicht erwartet.»

Die Finalrunde im letzten Dezember hatten die Dagmerseller nur wegen des schlechteren Torverhältnisses als die SG Pilatus verpasst. Und als im Januar die Abstiegsrunde begann, schien noch alles in Ordnung zu sein, die ersten beiden Spiele gestalteten sie siegreich. Danach ging resultatmässig aber nichts mehr. «Wir haben den Ausfall von zwei, drei Aufbauspielern zu beklagen. Seither sind die Automatismen auf der Strecke geblieben. Wir machten mehr Fehler und wurden immer unsicherer», erzählt Bieri.

Buholzers Comeback ohne Erfolg

Die Defensive mit den Goalies sei stabil, die Durchschlagskraft im Angriff das Hauptproblem. «Letzte Saison hatten wir noch Robert Konecnik als Entscheidungsträger, wenn der Druck stieg», sagt Bieri und meint damit den ehemaligen slowenischen Internationalen, der aus dem rechten Rückraum wichtige Tore warf. Seine Klasse und Erfahrung fehlen den Luzernern nun. Selbst das Comeback von Othmar Buholzer an der Seitenlinie auf präsidiales Geheiss hin vermochte am Samstag nichts an der Negativspirale zu ändern. Der Trainer der Dagmerseller, der weiterhin die Übungseinheiten unter der Woche führt, war seit Oktober 2016 wegen eines Erschöpfungssyndroms nicht mehr auf die Trainerbank zurückgekehrt. «Ich wollte von aussen ein Zeichen setzen», erklärt Peter Staub die Massnahme. «Einen Trainerwechsel oder die Verpflichtung und Reaktivierung von Spielern können und wollen wir hingegen nicht vornehmen. Das entspräche nicht unserer Strategie.»

Wie weiter nun in Dagmersellen? Staub verweist auf die letzten fünf Runden, in denen zehn Punkte zu gewinnen seien. «Wir geben nicht auf, an guten Tagen können wir jeden Gegner schlagen.» Überzeugend aber wirken die Durchhalteparolen nicht. Es scheint, als ob die Mängel der jüngeren Vergangenheit, in der Buholzer öfters kritisierte, dass die Mannschaft ihr Potenzial nicht ausschöpfen würde, nun auf die Mannschaft zurückfallen. Nach Jahrzehnten in der 1. Liga und dem Abstecher in die NLB (2007 bis 2009) droht die 1. Mannschaft in den Niederungen der 2. Liga zu verschwinden. «Das ist bitter und sehr hart für uns. Irgendwie war uns nicht bewusst, dass wir absteigen könnten», hält Präsident Staub fest.

Trainerfrage für nächste Saison ist ungeklärt

Einen Plan B habe man noch nicht zur Hand, die Trainerfrage sei im Falle eines Abstiegs nicht geklärt, von vielen Wechseln in der Mannschaft gehe er aber nicht aus, sagt Staub. Und Coach Sandro Bieri hält fest: «Ob es noch für den Ligaerhalt reicht, ist für mich zweitrangig. Jetzt geht es erst mal darum, wieder in die Spur zu kommen.»

Männer, 1. Liga

Finalrunde, Gruppe 2: Chênois Genève – Olten 34:28 (17:13). SG Pilatus – Chênois 24:23 (11:9). Muotathal – Bern Muri 31:24 (13:14). Emmen – Olten 32:27 (17:14). Visp – Yverdon 28:29 (15:17). – Rangliste: 1. Yverdon 11/14. Chênois Genève 11/13. 3. Emmen 10/13. 4. SG Pilatus 11/12. 5. SG Olten 10/9. 6. Muotathal 10/9. 7. Bern Muri II 10/7. 8. Visp 11/7.

Abstiegsrunde, Gruppe 2: Nyon – Leimental 26:38 (15:17). Leimental – Pratteln 27:24 (14:11). Dagmersellen – Lyss 22:24 (12:13). Herzogenbuchsee – Nyon 27:27 (13:12). Wacker Thun – West 30:24 (16:13). – Rangliste: 1. Leimental 9/14. 2. Nyon 10/13. 3. Lyss 11/11. 4. Pratteln 11/10. 5. Wacker Thun II 10/10. 6. Herzogenbuchsee 10/10. 7. HBC West 10/8. 8. Dagmersellen 9/4.

Dagmersellen – Lyss 22:24 (12:13)

Chrüzmatt. – 200 Zuschauer. – SR Bieri/Glanzmann. – Strafen: 8-mal zwei Minuten gegen Dagmersellen; 5-mal zwei Minuten gegen Lyss. – Dagmersellen: Häller/Locatelli; Huber, Wyss (2), Tschupp Pascal (1), Oggier (4), Tschupp Kilian(2), Sommer (3/2), Hodel, Peyer, Glur, Renggli (7), Idrizi (3), Felder.

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