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HANDBALL: Daniel Fellmann glaubt an HCK-Halbfinaleinzug

Kriens muss heute (20 Uhr, Krauerhalle) gegen Bern siegen, sonst ist die Saison vorbei. Aus der Ferne grüsst Welthandballer Andy Schmid. Er hofft für Daniel Fellmann auf ein Happy End.
Roland Bucher
Der Krienser Daniel Fellmann geht dynamisch in den Abschluss. (Bild: Dominik Wunderli)

Der Krienser Daniel Fellmann geht dynamisch in den Abschluss. (Bild: Dominik Wunderli)

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Darüber müssen sich die HCK-Fans bewusst sein: Es könnte heute das letzte Spiel eines ­Mannes sein, der in der Schweiz Handball-Geschichte schrieb: «Dani Fellmann ist eine Legende», betont Goran Perkovac, der in Zukunft die Krienser als Chefcoach orchestrierende Olympiasieger. «Er hat für den Schweizer Handball Unerhörtes geleistet. Ich hätte ihn gerne für die nächste Saison in der Mannschaft gehabt.» Das wird nicht sein. Der Mann aus Malters tritt nach einer grossartigen Karriere zurück, die ihn 16 Jahre in der NLA zu einem der schärfsten Verteidiger und wirkungsvollsten Angreifer machte. Wenn Kriens heute gegen Bern Muri nicht siegt, dann ist für Daniel Fellmann Endstation. «Ich verdränge dieses Szenario», sagt er, der 120-fache Internationale. «Wir hören uns. In den Playoff-Halbfinals.»

Zehn Jahre an der Seite von Andy Schmid

Vor sieben Jahren kehrte er, der kürzlich 34-jährig geworden ist, mit weit über 350 NLA-Einsätzen, nach langen Wanderjahren bei GC/Amicitia in seine Heimat zurück. «Es war unser Wunschtransfer», erinnert sich Nick Christen, CEO sowie Interimstrainer des HCK, «und Dani war seither ein unerhört kräftiger Pfeiler in unserer Organisation. Als Handballer und ausgesprochener Abwehrstratege – aber auch als Identifikationsfigur. Wenn ein neuer Mann zu uns stiess, dann hat Dani schon fast väterliche Fürsorge übernommen.» Kriens habe Fellmann viel zu verdanken, sagt Christen, der sich erinnert: «Wir haben vor 15 Jahren auch einige Mal gegeneinander gespielt. Er hat mir dann aber schon bald mal den Schneid abgekauft.»

Einer der markantesten sportlichen Weggefährten Fellmanns war Andy Schmid, der Luzerner und zurzeit womöglich weltbeste Handballer. «Wir waren zehn Jahre lang bei Borba und GC/Amicitia Teamkollegen», erinnert sich der Star der Rhein-Neckar-Löwen. «Dani war immer unser defensives Gewissen und ein unerhört loyaler Teamplayer.» Zusammen holte das Luzerner Duo für die Zürcher zwei Meistertitel, Cuppokale und lieferte grosse Auftritte in der Champions League. «Das waren wunderbare Zeiten», schwärmt Andy Schmid, der inzwischen zum Weltstar aufstieg. Und fügt mit höchstem Ernst bei: «Dani wird es richten, dass für Kriens am Freitagabend noch nicht Schluss ist. Ich habe diese Playoff-Serie aus der Ferne sehr aufmerksam verfolgt und spüre: Es ist nach wie vor alles offen. Ich werde dem Team und Dani die Daumen drücken.»

Auswärts zu wenig clever und abgebrüht gewesen

Also, heute Abend knickt der Strohhalm – oder er hält dem Berner Sturm entgegen. «Eigentlich müssen wir uns ärgern», hadert Fellmann, «dass wir in die Enge getrieben worden sind. Wir hätten es in der Hand gehabt, eines dieser beiden Auswärtsspiele zu gewinnen, ja sogar beide.» Doch Kriens sei zu wenig clever, zu ­wenig abgebrüht gewesen. Er sagt: «Wir waren selber schuld.»

Heute Abend ist Korrektur angesagt: «Wir packen das. Und dann werden die Nerven der Berner am Sonntag beim Showdown ganz tüchtig flattern.» Ferien nach seiner langen Handballerkarriere, die sich nun dem Ende zuneigt, hat er auf jeden Fall noch nicht gebucht: «Wir hören uns.» Daniel Fellmann ist überzeugt vom Weiterkommen und ergänzt: «In den Playoff-Halbfinals.»

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