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HANDBALL: Delhees steht im Schaufenster

Die Finalrunde ist im Lot. Jetzt will Kriens auch mal einen Grossen bodigen. Beim heutigen Gegner Schaffhausen spielt Ron Delhees – und der würde eigentlich auch ganz gut zum HCK passen.
Roland Bucher
Ron Delhees spielt zwar in Schaffhausen, aber er hat die Bande in die Innerschweiz nie abgebrochen. (Bild: Freshfocus (Schaffhausen, 16. Februar 2017))

Ron Delhees spielt zwar in Schaffhausen, aber er hat die Bande in die Innerschweiz nie abgebrochen. (Bild: Freshfocus (Schaffhausen, 16. Februar 2017))

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Die Geschichte trägt spezielle Züge. Ron Delhees (22) durchlief bei der SG Pilatus Luzern die handballerische Akademie, wurde von Trainer Heiko Grimm bald einmal ins Fanionteam integriert. Als der ehrgeizige Sohn des früheren Internationalen Max Delhees 18 Jahre jung wurde, befahl ihm eine Flause: Versuche es mal bei GC/Amicitia. Dort reifte er definitiv zu einem durchschlagskräftigen NLA-Handballer mit baldigen Aufgeboten fürs Nationalteam. Der nächste Schritt, der führte nicht ganz unlogisch zum nationalen Branchenleader. Und der, die Kadetten Schaffhausen, unterzieht heute den HC Kriens-Luzern einem Reifetest.

Spannend wird die Episode indes erst jetzt. Schaffhausens Kader ist nämlich derart stark bestückt, dass sich beispielsweise auf der rechten Rückraumposition gleich drei Linkshänder um möglichst viel Spielzeit bemühen. Konkret: Dimitrij Küttel und Michael Szyba stehen Delhees mehr vor der Sonne, als ihm lieb sein kann. Es sei für einen jungen Handballer wie ihn, betont der 22-jährige Delhees, ein «unerhörtes Erlebnis» und ein ­enormer Fortschrittprozess, bei Schaffhausen im Team zu sein, aber: «Manchmal denke ich schon, ein bisschen mehr Einsatz könnte mir nicht schaden.» Nun kommt natürlich wieder Kriens ins Spiel: Die Banden in die Innerschweiz hat der Berufsmaturand nie abgebrochen, «es war ja wirklich eine gute, eine schöne, wertvolle Zeit in Kriens». Zurück also zu den Wurzeln?

So leicht lässt sich Ron Delhees die Würmer nicht aus der Nase ziehen. Er stehe bei Schaffhausen unter Vertrag, und zwar bis im Sommer 2019, «und wenn du hier bei diesem Vorzeigeverein zu Hause bist, dann denkst du ja nicht unbedingt an einen Wechsel zu Kriens».

Ziel ist das Ausland

Andere indes haben es auch schon getan, Albin Alili beispielsweise, Nik Tominec, auch Fabio Baviera. Delhees betont aber mit Schärfe: «Im Augenblick ist ein Wechsel kein Thema. Mein Ziel ist und bleibt ein Engagement im Ausland.» Das und nichts anderes hat der junge Mann, 1,97 Meter gross, also mit Gardemassen für eine feine Karriere ausgerüstet, in diesen Tagen zu sagen, vor allem auch vor dem Duell gegen Kriens-Luzern (heute, 18 Uhr, Krauerhalle). «Das ist jedes Mal ein ganz besonderes Spiel mit Haken und Ösen, viel Spannung und knappem Ausgang», sagt Ron Dehlees. «Ich freue mich auf den Einsatz in der Krauerhalle.»

Dort wird Heiko Grimm alles dar­an setzen, mit seinem HCK die schöne Siegserie, die den Weg in die Finalrunde ebnete, zu verlängern. Womöglich kommen Thomas Hofstetter und Aleksandar Radovanovic zu ihren Comebacks, womöglich wird auch Grimms Nachfolger Goran Perkovac auf der Tribüne sitzen. Und einen Mann ganz genau unter die Lupe nehmen. Weil: Ron Delhees würde im Sinne einer Übergangslösung durchaus ganz gut in die Mannschaft der Krienser passen. Heute steht er in der Krauerhalle im Schaufenster.

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