HANDBALL: Der HCK siegt in Bern

Der HC Kriens-Luzern siegt beim BSV Bern Muri hauchdünn mit 27:26. Die zwei wichtigen Punkte bringen den HCK nahe an die Finalrunde.

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Die Krienser gaben in Bern alles. Im Bild: Die Krienser Handballer bei einem Spiel in der Maihofhalle im Oktober. (Bild: Dominik Wunderli/ Neue LZ)

Die Krienser gaben in Bern alles. Im Bild: Die Krienser Handballer bei einem Spiel in der Maihofhalle im Oktober. (Bild: Dominik Wunderli/ Neue LZ)

BSV Bern-Muri gegen HC Kriens-Luzern: Das war an diesem Abend ein Spiel der grossen Taktik und weniger der grossen Gala für die (ohnehin nur spärlich besetzte) Galerie. Die knapp 200 Fans in der Mooshalle erlebten ein Spiel, in dem der Gastgeber mit allen Mitteln die beiden Punkte bei sich behalten wollte, um die eigenen Karten für die Finalrunden-Teilnahme zu verbessern.

So entwickelte sich ein Spiel, das während 60 Minuten im Zeichen der taktischen Korrekturen stand. Wurde hüben was verändert am Spielkonzept, musste drüben reagiert werden. Und umgekehrt. Dabei war es vorerst der BSV Bern-Muri, der die besseren Karten in der Hand hielt und dem Spiel den Stempel aufdrückte. Beim HCK hielt Goalie Andi Portmann die Gäste mit einigen guten Saves im Spiel und verhinderte eine frühe klarere Berner Führung zur Pause.

Nach der Pause fand der HCK dann besser ist Spiel. Über Kampf und Engagement  in der Defensive gab es den einen oder anderen erkämpften Ball, und die sich daraus ergebenden Chancen wurden nun auch konsequenter genutzt. Der Gegner aber liess nicht locker und blieb hartnäckig dran. Nun waren es die Berner, die eine vorzeitige Entscheidung vertagten.

So brauchte der HCK in der hektischen Schlussphase auch noch etwas Glück, um die beiden Punkte ins Trockene zu bringen. Der eine oder andere Abpraller kam - fast müsste man etwa nach dem Spiel gegen Pfadi vor zwei Wochen sagen im Gegensatz zu den meisten anderen Spielen - diesmal zu den Kriensern zurück, die dann die zweite Chance nutzten.

Fazit: Zwar nicht geglänzt, Hauptsache aber gewonnen! Denn mit den zwei Auswärtspunkten hatte auf dem Weg in die Finalrunde nun definitiv kam jemand gerechnet. Umso mehr, als das Verletzungspech bei beiden Teams mit einer in etwa gleich langen und gleich gewichtigen Verletztenliste gleichmässig verteilt war. Beim HCK fehlten mit Schelbert, Spengler und Vögtli sowie Lehmann vier Spieler, beim BSV wurde die Liste von Mittelmann Uros Mitrovic angeführt.

Der HCK erbrachte mit dem enorm 27:26-wichtigen Sieg in Bern einen Beweis mehr, dass die Mannschaft inzwischen eine Konstanz und ein Level erreicht hat, um auch schwere Spiele an nicht so tollen Tagen siegreich zu gestalten. Denn schon am Sonntag  stehen in der Tabelle zwar die beiden Punkte, nicht aber der mittelmässige Gesamtauftritt des Teams.

Und jetzt kann sich die Mannschaft den verdienten Lohn für die starke Meisterschaft bisher «abholen»: Das absolute Top-Spiel der Liga am kommenden Samstag in der Maihofhalle. Noch nie bisher war der HC Kriens-Luzern in der Lage, aus eigener Kraft Rang 1 der Liga zu erklimmen. Das wird zwar auch diesmal enorm schwer, denn zu Gast ist Kadetten Schaffhausen. Diese aber haben am Donnerstag noch einen Champions League-Auftritt zu Hause gegen Baia Mare (RUM). Weil nach solchen Spielen eine Pause von 48 Stunden vorgeschrieben ist, findet die Partie in der Maihofhalle auch später als üblich um 20.15 Uhr statt.
 
BSV Bern Muri - HC Kriens-Luzern 26:27 (13:12)

Benedikt Anderes