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HANDBALL: «Der Titel? Das braucht Geduld»

Nach der Halbfinal-Niederlage gegen Winterthur ist Kriens-Luzern aus dem Meisterrennen ausgeschieden. HCK-Manager Nick Christen erklärt im Interview, weshalb er dennoch zufrieden ist und wie es mit dem Budget für die nächste Saison aussieht.
Roland Bucher
Jubel in der Krauerhalle: Der HCK mit Torhüter Paul Bar (in Grün) schliesst die Saison auf Rang 3 ab. (Bild: Dominik Wunderli (23. April 2017))

Jubel in der Krauerhalle: Der HCK mit Torhüter Paul Bar (in Grün) schliesst die Saison auf Rang 3 ab. (Bild: Dominik Wunderli (23. April 2017))

Interview: Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Nick Christen, Kriens träumte sanft vom ersten Titel und schloss die Saison auf Rang 3 ab. Sind Sie nun enttäuscht oder zufrieden?

Die Frage ist eher speziell: Es gibt keinen, nein, wirklich nicht den geringsten Grund, mit Rang 3 nicht zufrieden zu sein. Wir haben die Playoff-Qualifikation als Vorgabe formuliert und dieses Ziel ohne Vorbehalte und souverän erreicht. Ja, ich bin absolut zufrieden. Und wenn ich mein Herz sprechen lasse, auch sehr stolz auf diese Mannschaft.

Das tönt irgendwie nach Heiligsprechung.

Ich wiederhole mich: Es war, wenn man die widrigen Umstände, präziser, die vielen Verletzungsopfer mitberücksichtigt, eine grossartige Saison. Ich hätte zu Beginn dieser Meisterschaft für Rang 3 fett unterschrieben. Aber es ist schon so: Wir klopfen uns nicht einfach auf die Schultern. Wenn man in einer Playoff-Halbfinalserie gegen Winterthur so stark auftritt und rausgeboxt wird, dann ist man schon auch enttäuscht. Wir wären auch im Cup sehr gerne in den Final vorgestossen. Es hat nicht gereicht, das müssen wir akzeptieren.

In welcher Beziehung hat Kriens Fortschritte gemacht?

Schauen Sie, wie sich Peter Schramm zu einem der stärksten Linksaufbauer der Liga entwickelt hat. Oder Paul Bar, unser neuer Goalie: Er hat bewiesen, dass wir mit ihm einen der Allerbesten haben. Und das Paradebeispiel: Adi Blättler hat einen unglaublichen «Gump» gemacht. Was der diese Saison geleistet hat, das hat mich sehr gefreut. Und spricht auch dafür, dass wir nicht nur von der Nachwuchsintegration palavern, sondern das auch durchziehen.

Kurz zurück zur Halbfinal­serie. Man könnte sagen, dass Kriens an Kleinigkeiten, um nicht zu sagen an Nettigkeiten gescheitert ist. Neun verworfene Penaltys in den drei Niederlagenpartien gegen Winterthur sind ein bisschen viel ...

Schade, ärgerlich. Aber erklärbar. Die Playoffs kennen eine unerhörte Dynamik und Intensität, erzeugen enormen Druck. Damit sind wir nicht ganz zurechtgekommen. Pfadi Winterthur ist uns in der Erfahrung 20 Jahre voraus. Aber wir brauchen nicht 20 Jahre, um diesen Rückstand aufzuholen. Das verspreche ich.

Also, Kriens nächstes Jahr definitiv auf Meisterkurs?

Irgendeinmal wird es uns diesen Pokal einschenken. Doch das braucht Geduld. Wir sind auf dem richtigen Weg, das haben wir in den letzten Wochen bewiesen. Wir haben Fehler gemacht, die uns auf dem Weg in den Playoff-Final hinderlich waren – doch eines verspreche ich: Wer den Ehrgeiz unseres Trainers Heiko Grimm kennt, der weiss, dass wir daraus lernen.

Die Kaderplanung für die nächste Saison ...

... ist abgeschlossen. Luca Engeler von GC Amicitia stösst als Alternative auf der rechten Aufbauerseite zu uns, Goalie André Willimann von Wacker Thun ebenfalls. Nicht mehr dabei ist Boris Stankovic. Er ist eine HCK-Legende. Alle hatten Tränen in den Augen, als wir ihn am Sonntag verabschiedeten. Ich auch.

Der Titeltraum, der ist aufgeschoben. Gewiss nicht aufgehoben?

Es ist das Natürlichste der Welt, dass ich diesen Titel will. Heiko Grimm auch. Die Spieler sowieso. Das Umfeld ohnehin.

Noch spektakulärer wäre ein Titelgewinn in der geplanten Mattenhof-Halle. Wann zieht Kriens frühestens ein?

Wenn alles optimal läuft, im Herbst 2020. Dann greifen wir definitiv an.

Verändert sich das Budget für die kommende Saison?

Wir steigen von knapp 1,3 auf 1,4 Millionen Franken. Der Europacup beschert in dieser Beziehung mehr Bürde als Würde.

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