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HANDBALL: Die Emmer wollen mehr als «schöne Feste feiern»

Emmen macht auch in der 1.-Liga-Finalrunde eine respektable Figur. Der 29:28-Heimsieg gegen ein unangenehmes Visp ist verdient, doch nichts für schwache Nerven.
Stephan Santschi
Der Emmer Lukas Huwiler setzt sich kraftvoll durch. (Bild: Roger Grütter (Emmen, 18. Februar 2018))

Der Emmer Lukas Huwiler setzt sich kraftvoll durch. (Bild: Roger Grütter (Emmen, 18. Februar 2018))

«Mental haben wir einen Schritt nach vorne gemacht.» Diesen Schluss zieht Emmen-Trainer Heinz Fuhrimann nach dem 29:28-Heimsieg am letzten Sonntag gegen Visp. Die letzten 30 Sekunden der Partie waren dramatisch und hätten seine Mannschaft beinahe um den verdienten Lohn gebracht. Beim Stand von 28:27 nahm Fuhrimann ein Timeout, um seine Akteure auf den vermeintlich letzten Angriff einzustimmen. «Viel muss man da nicht sagen, die Spieler hören in so einer Phase ohnehin nicht mehr richtig zu. Es ging mehr darum, für etwas Beruhigung zu sorgen.»

Trotzdem kam es nach Wiederanpfiff zu einem Ballverlust, die Walliser konterten und glichen 15 Sekunden vor dem Ende aus. Die Emmer aber reagierten prompt, Visp konzentrierte sich auf Topskorer Lukas Huwiler und vergass dabei den rechten Flügel Christoph Brunner, der einen Wimpernschlag vor dem Schlusspfiff den Siegestreffer markierte. «Ich bin froh, dass es so gelaufen ist. Solche Spiele bringen uns weiter, das ist gut für die individuelle Entwicklung eines Athleten», sagte Fuhrimann nach dem hart errungenen Erfolg.

Dabei hätte es sich seine Mannschaft auch etwas einfacher machen können. Das Startfurioso mit einer 9:5-Führung nach zehn Minuten beeindruckte den physisch starken und hart verteidigenden Gegner nicht sonderlich, nach 19 Minuten war das Geschehen wieder ausgeglichen (9:9). Nach der Pause zog Emmen auf 25:20 (49.) davon, doch auch das reichte nicht zur Siegsicherung. Fuhrimann begründete dies mit der Leistung in der Abwehr. «Im Gegensatz zur Hauptrunde verteidigen wir derzeit nicht im 3:2:1-System, sondern mit einem 6:0. Meine Spieler machen das wirklich gut, doch bei einigen merkt man schon, dass sie in dieser Hinsicht nicht so eine tolle Grundausbildung hatten.»

Heinz Fuhrimann bleibt Trainer in Emmen, aber …

Die 1.-Liga-Finalrunde nutzt er deshalb bereits als Vorbereitung für die neue Saison. Rang zwei und der damit verbundene Vorstoss in die Aufstiegsspiele ist zwar weiterhin in Reichweite, doch die Promotion in die NLB käme jetzt noch zu früh, diese müsse in ein langfristiges Projekt eingebettet sein, betont Fuhrimann. «Aktuell behebt der Verein seine strukturellen Probleme, die Jugendarbeit wird neu organisiert. Dafür braucht es Zeit und Geduld.» Der 56-jährige Udligenswiler, der seit 40 Jahren (!) im Trainergeschäft tätig ist, wechselte im letzten Sommer mit dem Ziel nach Emmen, die Leistungskultur zu fördern. «Der Verein hatte den Ruf, schöne Feste feiern, aber nicht gut Handball spielen zu können.»

Mit den Fortschritten ist Fuhrimann sehr zufrieden, seine Spieler hätten «klare Köpfe und eine gute Einstellung». Trotzdem kann er es sich gut vorstellen, wie davor während zehn Jahren bei der SG Pilatus, auch in Emmen Junioren auszubilden. «Ein Jahr mache ich als 1.-Liga-Trainer sicher noch weiter, ich sehe mich aber eher im Jugendbereich.»

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Männer, 1. Liga

Männer, 1. Liga. Finalrunde, Gruppe 2: Yverdon – Bern Muri 27:33 (11:16). SG Pilatus – SG Olten 21:31 (7:12). Bern Muri – Chênois Genève 20:20 (4:8). Muotathal – Yverdon 32:38 (15:24). Emmen – Visp 29:28 (15:14).

Rangliste: 1. Chênois Genève 6/9. 2. Yverdon 6/8. 3. SG Olten 5/7. 4. Bern Muri II 5/5. 5. Visp 6/5. 6. Emmen 4/4. 7. Muotathal 5/3. 8. SG Pilatus 5/1.

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