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HANDBALL: Die Finalrunden-Quali vor Augen

Claudio Vögtli (21) zählt zu den Rohdiamanten beim HC Kriens-Luzern. Am Sonntag will er gegen Bern-Muri (17 Uhr, Krauerhalle) frech angreifen. Frecher als sonst.
Roland Bucher
Claudio Vögtli. (Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 24. September 2017))

Claudio Vögtli. (Bild: Philipp Schmidli (Kriens, 24. September 2017))

21 Jahre alt ist Claudio Vögtli erst, er gehört indes bereits zum «Inventar» beim HC Kriens-Luzern: «Es macht einfach Spass, hier Handball spielen zu dürfen», sagt er ohne Umschweife, «der HCK gibt mir die Chance, mich an das Niveau der Nationalliga A heranzutasten.» Dies tut der Rechtsflügel beharrlich, auch wenn ihm oftmals – so scheint es – die Spielzeit nicht gewährt wird, die seinem Talent eigentlich entsprechen würde. «Das empfinde ich überhaupt nicht so», betont er, der Vereinstreue, der seit zehn Jahren bei Kriens an seiner Karriere feilt, «ich spüre, dass man Vertrauen in mich hat und für die Zukunft auf mich setzt.»

Die Vergangenheit bescherte Claudio Vögtli einige längere Verletzungspausen. Und auch in den letzten beiden Partien kam er lediglich zu Noteinsätzen, weil ihn muskuläre Probleme im Oberschenkel plagten. Aber die Zukunft, die hat der junge Mann noch vor sich: «Claudio bringt physisch alle Voraussetzungen mit, um den Durchbruch zu schaffen», lobt Heiko Grimm den 1,93 Meter hochgewachsenen und 90 Kilogramm schweren Modellathleten, «er ist sehr diszipliniert, enorm fit.» Aber: «Claudio ist vielleicht sogar eine Spur zu anständig, zu wenig frech.» Das natürlich auf den Handball bezogen.

Vertragsverlängerung als Formsache

Claudio Vögtli nimmt den Ball auf, gibt seinem Chef recht: «Ich weiss, dass ich im Spiel oft zögere, das Risiko scheue.» Doch in den Trainings arbeite er intensiv daran: «Severin Ramseier, Adi Blättler und Jost Brücker analysieren mit mir immer und immer wieder solche Situationen. Ich arbeite durchaus daran, im Spiel und vor allem in der schnellen Angriffsauslösung mutiger zu werden.» Das ist die eine Seite des Optimierungspotenzials, die andere: «Wenn ich die Chance zum Abschluss erhalte, dann darf ich keine Hemmung haben. Dann muss der Ball rein.»

Der Vertrag des Jus-Studenten mit dem HC Kriens-Luzern läuft zwar nächsten Sommer aus, eine Verlängerung mit dem hochtalentierten Flügelmann scheint indes nur Formsache: «Ich würde gerne bleiben. Hier kann ich mich weiterentwickeln.» Dies kann er jetzt, nach überstandenen struben Zeiten im Frühherbst, als Kriens darbte, wieder in Ruhe tun: «Die beiden Siege gegen Amicitia und Otmar waren enorm wichtig», rekapituliert er die vergangenen zwei Wochen, «wir haben die Sicherheit zurückgewonnen, dass wir ein gutes Team sind.» Basta und Schluss.

Gut genug, um die Finalrundenqualifikation schon heute oder spätestens am kommenden Mittwoch im Auswärtsspiel gegen Direktkonkurrent Gossau in Stein zu meisseln? «Ja, die Finalrunde, die schaffen wir», verspricht er. «Spiele wie gegen Bern beinhalten immer Pfeffer. Ich hoffe, dass wir ein tolles Publikum im Rücken haben.» Mit Verständnis für Claudio Vögtli – wenn eine Risiko­aktion auch mal nicht den gewünschten Effekt zeigt.

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

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