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HANDBALL: Die Krienser kommen nicht vom Fleck

Kriens-Luzern verriet auch gestern Krisenanzeichen: 25:32-Pleite gegen Bern-Muri. Das Team von Trainer Heiko Grimm hinterlässt erneut einen arg verunsicherten Eindruck.
Roland Bucher
HC Kriens Trainer Heiko Grimm. (Bild: Philipp Schmidli)

HC Kriens Trainer Heiko Grimm. (Bild: Philipp Schmidli)

Das Fazit nach 60 Minuten lautet, so brutal es sich anhört: Kriens ist momentan nicht besser, als die Niederlagen gegen Gossau und Bern im Resultat-Klartext aussagen. Um es salopp auszudrücken: Der HCK steckt in einer veritablen Krise. Er vermochte es auch gegen Bern nicht, die Ausfälle seiner verletzten Schlüsselspieler (Hofstetter, Nyffenegger, Spengler) zu kompensieren und forderte von den Fans über weite Phasen vor allem Mitleid. Zahlen lügen nicht. Alili warf 17 Mal, traf 7 Mal; die Quoten bei Schramm (5/16), Engler (0/6) und Radovanovic (0/3) fügten sich in ein ähnliches Horrorszenario ein. Das zeugt von arger Verunsicherung jener Akteure, die im Rückraum Verantwortung zu übernehmen haben und im Moment dieser Belastung in keiner Art und Weise gewachsen sind.

Kriens lag schon nach 20 Minuten klar 8:12 zurück. «Wir waren in der Defensive alles andere als standfest», ärgerte sich HCK-Manager Nick Christen, «die Fehlerquote war zu hoch, Un­diszipliniertheiten hinderten uns immer wieder daran, richtig Tritt zu fassen.» Bern, überzeugend auftretend und mit einem überragenden Marjanac im Gehäuse (50-prozentige Abwehrquote), spürte schnell, wie leicht diesmal die Punkte gegen diesen HCK zu holen sind. Heiko Grimms Team bäumte sich nach knapp 40 Minuten nochmals kurz auf, kam durch einen Doppelschlag von Jost Brücker nochmals auf drei Tore heran (19:16). Die Mannschaft lief zu diesem Zeitpunkt indes bereits auf dem Zahnfleisch. «Es scheint, dass im Moment einfach nicht mehr drinliegt», befand Christen, der immerhin darauf hinwies, dass mit Ramseier und Baviera zwei wichtige Leute nach längerer Verletzungspause das Comeback feierten. In einer Mannschaft, die teilweise doch recht chaotische Züge aufwies, machten auch Linksflügel Brücker und Oldie Fellmann positiv auf sich aufmerksam. Das war zu wenig, oder anders rum: «Bern war einfach zu stark für uns», erklärte Christen.

Kriens, in dieser Saison ausgezogen, um Pokale zu stemmen, ist dort angelangt, wo man es trotz des argen Verletzungspechs nie erwartet hätte: im Sumpf. Nach drei Partien gegen vermeintlich einzunehmende Gegner ist die Mannschaft in die Nähe des Tabellenendes gerutscht, und wer die Lage auch jetzt noch schönzureden versucht, der kennt die gefährliche Dynamik einer Negativspirale nicht. Gelegenheit, den Schuh aus dem Dreck zu ziehen, bietet sich dem HCK am Sonntag gegen Suhr: Falliert er gegen diesen Widersacher noch einmal, läutet es Alarm.

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

BSV Bern-Muri - HC Kriens-Luzern 32:25 (16:12)

Mooshalle Gümligen. SR Brunner/Salah Spielverlauf: 1:0, 1:2, 4:2, 5:5, 7:6, 9:8, 12:8, 14:9, 15:11, 16:11, 16:12; 18:13, 19:14, 20:17, 23:17, 24:19, 25:20, 26:22, 29:23, 30:24, 32:24, 32:25. Strafen: BSV Bern 1, HCK 3x2 Minuten

BSV Bern-Muri: Marjanac (1); Lengacher (2), Schneeberger, Groff (2), Heer (1), Baumgartner (2), Getzmann (6/4), Kusio (4), Pereira (3), Rathgeb, Szymanski (7), Rohr, Schafroth, Arn (1), Mühlemann (3).

HC Kriens-Luzern: Bar/Willimann (für 1 Penalty); Fellmann (4), Wipf (2), Blättler (1), Engler, Vögtli (1), Alili (7), Baviera, Brücker (4), Ramseier, Radovanovic, Delchiappo (1), Schramm (5).

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Nyffenegger und Hofstetter. Penalties: 26. Williman hält Penalty von Getzmann (14:10); 29. Blättler verschiesst Penalty gegen Marjanac (15:11); 42. Alili verschiesst Siebenmeter gegen Marjanac (21:17).

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