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HANDBALL: Die Leichtigkeit des Siegens

Starkes Stück von Kriens. Dank dem 27:20-Triumph im Spitzenkampf bei Wacker Thun rückt das Team in der Tabelle auf Rang 2 vor. Überragender Mann auf dem Spielfeld: Peter Schramm mit acht Treffern.
Roland Bucher
Peter Schramm (rechts) ist der Krienser Matchwinner. Bild: Markus Grunder (Thun, 16. November 2016)

Peter Schramm (rechts) ist der Krienser Matchwinner. Bild: Markus Grunder (Thun, 16. November 2016)

Das Prestigeduell jener beiden Mannschaften, welche – zusammen mit Pfadi Winterthur – dieses Jahr für Serienmeister Schaffhausen definitiv Fallstricke auslegen wollen, bot nicht nur handballerische Feinkost; es war ein Kampf auf Biegen und Brechen, geprägt vor allem auch durch leidenschaftliche Defensivarbeit der Krienser. Er könne nur den Hut ziehen, lobte Trainer Heiko Grimm: «Wir waren in der Defensive ein Bollwerk. Das habe ich verlangt, und ich bin stolz auf meine Mannen, wie sie das umgesetzt haben.»

Schramm bodigt von Deschwanden

Das Fallbeil für Wacker Thun fiel nach 40 Minuten, als einerseits Stankovic einen seiner drei Strafwürfe souverän zum 17:14 versenkte, andrerseits Lukas von Deschwanden mit seinem neunten von insgesamt zwölf Fehlwürfen falsch quittierte. Der Urner im Thun-Solde kam gestern längst nicht wunschgemäss in die Gänge, hatte in Kriens-Keeper Bar einen Gegenpart, der mit einer 46-Prozent-Abwehrquote erneut zeigte, wie wichtig seine Verstärkung für das Gesamterscheinungsbild der nun vor Selbstvertrauen strotzenden Kriens-Equipe ist.

Jetzt, da die Tücher im Trockenen deponiert waren, zogen die Zentralschweizer magistral ihre Kreise, und Peter Schramm, der Deutsche, der in seiner nunmehr fünften Saison endgültig den Durchbruch anpeilt, zog Pfeil um Pfeil aus seinem Köcher. Der beinhaltet zwar nicht ausserordentlich viele Wurfvarianten – aber einen unwiderstehlichen Schmetterball aus dem Sprung.

Am Schluss demonstrierte der HCK die Leichtigkeit des Siegens, bot eine Kür, gab ein Versprechen ab: In dieser Verfassung ist die Mannschaft nicht mehr und nicht weniger als dem engsten Kreis der Titelanwärter zuzuordnen.

Wacker Thun - Kriens-Luzern 20:27 (12:12)

1265 Zuschauer. – SR Castiñeiras/Zwahlen.

Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Wacker Thun, 3-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern.

Wacker Thun: Winkler/Willimann (ab 44.); Linder (2/1), Dähler (1), Isailovic (1), Glatthard, Lanz (1), Caspar (2), Friedli (1), von Deschwanden (8/1), Huwyler, Krainer (1), Feuchtmann (3).

Kriens-Luzern: Bar/Ineichen (2 Penaltys); Spengler (4), Fellmann (1), Baviera (2), Brücker (4), Blättler, Ramseier, Vögtli, Stankovic (3/3), Radovanovic (3), Schramm (8), Hofstetter (2).

Bemerkungen: Wacker Thun ohne Raemy, Rubin und Hüsser (alle verletzt). 9. Isailovic verletzt ausgeschieden. Kriens-Luzern ohne Nyffenegger und Portmann (beide verletzt). Verhältnis verschossener Penaltys: 2:0.

Roland Bucher

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