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HANDBALL: Ein «gestohlener Sieg» als Motivation

Nach dem ersten Playoff-Viertelfinalspiel gegen den BSV Muri Bern steht der HC Kriens-Luzern noch mit leeren Händen da. Trainer Nick Christen weiss, was heute Abend (20 Uhr, Krauerhalle) anders laufen muss.
Nick Christen, Trainer des HC Kriens-Luzern (Bild: Nadia Schärli)

Nick Christen, Trainer des HC Kriens-Luzern (Bild: Nadia Schärli)

Nach einer durchzogenen Qualifikation und einer ebensolchen Finalrunde hat der HC Kriens-Luzern im ersten Playoff-Spiel gegen den BSV Bern Muri trotz der 24:25-Niederlage überzeugt. Die Innerschweizer zeigten am letzten Donnerstag ein anderes, resoluteres Gesicht als in vielen Spielen zuvor. Für Kriens-Trainer Nick Christen kam der Auftritt ­jedoch – anders als für manch Aussenstehende – nicht über­raschend: «Die Aufwärtstendenz haben wir in den letzten Wochen bereits bemerkt.»

Mit ein Grund dafür sei auch, dass das Zusammenspiel zwischen Team und Trainer mittlerweile besser funktioniere. Christen hat die Mannschaft zusammen mit Urs Schärer und Peter Lang nach dem vorzeitigen Abgang von Heiko Grimm auf dieses Jahr hin interimsmässig übernommen. «Das gegenseitige Vertrauen und der Glaube an unsere Ideen mussten zuerst wachsen», sagt Christen. Dass so ein Prozess Zeit brauche, sei ganz normal: «Heiko Grimm führte die Mannschaft viereinhalb Jahre lang. Das prägt – der Mensch ist nun einmal ein Gewohnheitstier.»

Die bittere Niederlage war schnell abgehakt

Trotz Vertrauen und Glauben an die eigenen Stärken hat es am letzten Donnerstag am Ende eben doch nicht zum Sieg gegen Bern gereicht: In der hochdramatischen Schlussphase verpassten die Krienser eine Minute vor Schluss den Führungstreffer. Diesen erzielten dafür fast mit dem Schlusspfiff die Berner, 24:25 lautete das ernüchternde Schlussresultat für den HC Kriens-Luzern.

Nick Christen spricht von einem «gestohlenen Sieg» und denkt dabei insbesondere an die zwei kapitalen Fehlentscheide des Schiedsrichtergespanns in den letzten beiden Spielminuten. Dabei hätten die Schiedsrichter zuvor 58,5 Minuten lang «einen guten Job gemacht», betont Christen. Die umstrittenen Entscheidungen haben aber auch dazu geführt, dass beim HCK unter der Woche keine psychologische Aufbauarbeit nötig war. «Schon nach dem Spiel in der ­Kabine merkten wir, wie heiss die Spieler darauf sind, die Ungerechtigkeit im nächsten Spiel zu korrigieren», schildert Trainer Christen die Gemütslage der Mannschaft. «Die sechzig Minuten waren schnell abgehakt. Alle dachten nur noch an die kommende Partie.»

Damit die Korrektur heute Abend auch gelingt, müssen Christens Spieler aber in der Krienser Krauerhalle – Christen hofft auf ein ausverkauftes Haus mit 1200 Zuschauern – kühlen Kopf bewahren. «Wir machen noch zu viele Fehler und leisten uns zu viele Unkonzentriert­heiten», analysiert Christen. Gewisse Spieler wollten fast zu viel Verantwortung übernehmen, hat Christen festgestellt. «Sie wollen zaubern, etwas Spezielles zeigen. Dabei müssen wir gar nicht als ‹Chilbimannschaft› auftreten.» Jeder solle «nur» das spielen, was er kann. «Und wenn auch die Torhüter einen guten Tag ein­ziehen, reicht es diesmal sicher zum Sieg.»

Die diesjährige Krienser Meisterschaftsbilanz gegen den BSV Bern Muri stützt die Zuversicht von Nick Christen: In vier Spielen gingen sie nur ein Mal als Verlierer vom Platz. Nach der Niederlage im September folgten zwei Siege und ein Unentschieden.

Cyril Aregger

cyril.aregger@luzernerzeitung.ch

NLA. Playoffs. Viertelfinals (best of 5). 2. Runde. 19.30: Fortitudo Gossau – Wacker Thun (Stand: 0:1). – 20.00: Kriens-Luzern – BSV Bern Muri (0:1). Suhr Aarau – Kadetten Schaffhausen (0:1). St. Otmar St. Gallen – Pfadi Winterthur (Stand 0:1).

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