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HANDBALL: Emmen weiter auf dem Vormarsch

In die NLB aufsteigen wollen die Emmer in dieser Saison eigentlich noch nicht. Doch was tun, wenn die Mannschaft immer weiter gewinnt? «Demütig bleiben», sagt Trainer Heinz Fuhrimann.
Stephan Santschi
Emmens Lukas Huwiler (am Ball) setzt sich kraftvoll durch. (Bild: Philipp Schmidli (Emmen, 17. März 2018))

Emmens Lukas Huwiler (am Ball) setzt sich kraftvoll durch. (Bild: Philipp Schmidli (Emmen, 17. März 2018))

Stephan Santschi

stephan.santschi@luzernerzeitung.ch

Erstligist Emmen ist gut im Schuss: Am Samstag bezwang er den KTV Muotathal mit 31:27 und errang damit den dritten Sieg in Folge. In der Finalrundentabelle stiessen die Luzerner auf Platz drei vor, nach Verlustpunkten belegen sie sogar einen Aufstiegsrundenplatz. «Das ist schön für den Verein, so kommen wir etwas mehr in der Zeitung», sagt Trainer Heinz Fuhrimann und lacht. An seiner Meinung ändert der Höhenflug allerdings nichts. Ein Aufstieg komme zu früh, «ich will lieber nicht wissen, was dann mit uns passieren würde».

Schon mehrfach machte der Udligenswiler darauf aufmerksam, wie gross die Herausforderung eine Liga höher sei. «Mental kann das eine Mannschaft völlig aus der Bahn werfen.» Emmen habe in der Vergangenheit schon den Ruf eines Liftteams gehabt, als es zwischen der 2. und 1. Liga pendelte, nun wolle man sich in der NLB nicht wieder ein Verliererimage einhandeln. «Ein Jahr vor dem Aufstieg muss man auf NLB-Niveau trainieren. Sonst hat man keine Chance», betont Fuhrimann und verweist auf den BSV Stans, der in dieser Saison nach elf Runden nur zwei Punkte auf dem Konto hatte. Dank zwei neuen Ausländern und der fordernden Art von Trainer Andy Gubler hat man dort mittlerweile die Wende erzwingen können. In Emmen stehen derzeit pro Woche drei Trainings auf dem Programm, ab Sommer soll eine vierte Übungseinheit im Kraftraum dazukommen. Der eingeschlagene Kurs jedenfalls stimmt, findet Fuhrimann. «Im Moment holen wir das Maximum aus unseren Möglichkeiten heraus.»

Fuhrimann: «Ich möchte nicht zu viele Künstler»

Fuhrimann lobt den Zusammenhalt und den Kampfgeist seines Teams. Die Abwehr ist stabil, das Tempospiel funktioniert. Luka Ravlija und Christoph Brunner sorgen für Emotionen und übernehmen den Aggressivlead. David Zürcher und Fabian Häberli verkörpern zwei unterschiedliche Spielmachertypen und machen die Offensive der Emmer unberechenbar. Der aktuell an einer Knochenhautentzündung am Schienbein laborierende Tomi­slav Orsolic und vor allem Lukas Huwiler schiessen die Tore. «Wir haben nicht so viele begabte Spieler wie die SG Pilatus. Zu viele Künstler möchte ich aber auch nicht. Ich bevorzuge die Bodenständigen, die sich richtig einzuschätzen wissen», sagt Fuhri-mann. Und er hält fest: «Wir sollten demütig sein und mit den Füssen auf dem Boden bleiben.»

Zur Illustration seiner Bedenken nennt er die hohe Belastung im Februar mit drei Spielen innert sechs Tagen. «Bis zur Pause des dritten Spiels war alles gut, doch dann konnte die Mannschaft nicht mehr.» Trotz 20:12-Führung nach der ersten Halbzeit ging die Partie gegen Yverdon mit 31:32 verloren. «Das war ein guter Test, um zu sehen, wo wir stehen. Und um zu erkennen, dass wir noch nicht bereit sind für eine höhere Liga.»

Junior der SG Pilatus wechselt nach Emmen

Doch was tun, wenn seine Mannschaft immer weiter siegt und sich für die Aufstiegs-Playoffs qualifiziert? «Dann würden wir die Herausforderung sportlich annehmen.» Die Mannschaft habe sich für diese Saison aber den vierten Platz zum Ziel gesetzt, in einem Jahr sollen es dann die Promotionsspiele sein. «Unser Ziel für die Zukunft ist die NLB, doch dann wollen wir auch dort bleiben können», erklärt Fuhrimann.

Hierzu müsse das Kader weiter aufgestockt werden, vornehmlich mit Nachwuchsspielern, denn Routiniers habe man genug. «Ich bin auf der Suche nach jungen Talenten, die in ihrer Karriere einen Schritt weiterkommen wollen», sagt der langjährige Juniorentrainer der SG Pilatus. So wie Kreisläufer Valentino Augugliaro, der von der U19-Elite der SG Pilatus nach Emmen wechseln wird.

Männer, 1. Liga

Finalrunde, Gruppe 2: SG Pilatus – Yverdon 30:26 (15:15). Olten – Bern Muri 26:25 (15:11). Bern Muri – Visp 37:21 (15:10). Emmen – Muotathal 31:27 (15:10). Chênois – Olten 34:28 (17:13). – Rangliste: 1. Chênois Genève 10/13. 2. Yverdon 10/12. 3. Emmen 9/11. 4. SG Pilatus 10/10. 5. SG Olten 9/9. 6. Bern Muri II 9/7. 7. Muotathal 9/7. 8. Visp 10/7.

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