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HANDBALL: Ernüchterung statt Reifeprüfung

Kriens-Luzern war im Spitzenkampf gegen Wacker Thun chancenlos. Nach fünf Siegen in Serie – zuletzt mit dem Triumph über Titelhalter Schaffhausen – folgt eine 21:34-Klatsche gegen den hoch überlegenen Vizemeister.
HC Kriens Trainer Heiko Grimm. (Bild: Philipp Schmidli)

HC Kriens Trainer Heiko Grimm. (Bild: Philipp Schmidli)

Wenn der Tabellenführer auf den Drittplatzierten trifft, ist die Affiche «Spitzenkampf» angebracht. Wenn dann eine Kanterniederlage von historischem Ausmass folgt, drängt sich gleichwohl die Frage auf: Ist Kriens-Luzern ein Spitzenteam?

«Ja, es ist ein Spitzenteam» waren sich die beiden Trainer nach dem Schlusspfiff einig. «Wir dürfen diesen Match nicht zum Massstab nehmen», sagt Kriens-Luzern-Chef Heiko Grimm und verweist auf den Umstand, dass in den letzten Wochen sieben Spieler praktisch alles zu tragen hatten. «Ich habe den Einbruch nach den vielen ­Efforts ein bisschen befürchtet», sagt Grimm, und Thuns Coach Martin Rubin setzt nach: «Natürlich waren wir am Donnerstag eine Klasse besser, darauf bilden wir uns aber nichts ein. Wir haben ja mitbekommen, wie Kriens-Luzern wegen der langen Verletztenliste in mehreren Partien auf dem Zahnfleisch lief – darauf waren wir eingestellt.» Will heissen: Die Thuner legten von Beginn weg ein horrendes Tempo vor, brachten ihren Gegner zum Laufen, nahmen ihm schnell die Kraft und lenkten das Geschehen frühzeitig in die gewünschten Bahnen.

Gegen Pfadi folgt der nächste Härtetest

Aber ist es möglich, fünf Tage nach dem tollen 26:23-Erfolg über Meister Schaffhausen derart aus dem Tritt zu geraten? Ja, wenn man sich über Wochen am Limit bewege, meint Heiko Grimm. «Schaffhausen ist uns mit seiner eher bedächtigen Spielweise entgegengekommen. Wir konnten zwischendurch wieder Luft holen und bis zum Schluss durchpowern.»

Davon war gegen Thun praktisch nichts mehr zu sehen. Nicht nur das Abschlussglück fehlte, auch die Torhüter sahen kaum einen Ball – André Willimann, wie der für den erkrankten Paul Bar aufgebotene Kayoum Eicher, verzeichneten in der ersten Halbzeit gerade mal je eine gelungene Parade. Kam dazu, dass die Thuner mit ihrer Effizienz in der Offensive die stärkste Waffe der Luzerner gnadenlos entschärften: Der schnelle Gegenstoss fand praktisch nicht statt. Kriens-Luzern musste sich jeden Treffer erkrampfen, tat dies fast ausschliesslich durch die Mitte, und blieb dort fast immer stecken.

In einer Woche folgt gegen den Tabellenzweiten Pfadi Winterthur noch ein Härtest. Der Abschluss der Qualifikation soll gleichwohl Aufbruch zu neuen Ufern sein: In der Finalrunde will Kriens-Luzern mit einem gesunden Kader als Spitzenteam im Schweizer Handball mitmischen. So ein «Unfall», wie ihn Heiko Grimm gegen Wacker Thun ausgemacht hat, soll nicht mehr denkbar sein.

Urs Niedermann

sport@luzernerzeitung.ch

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