HANDBALL: Europacup-Termine von Kriens-Luzern sind festgelegt

Der Fahrplan für die erste Etappe im Europacup-Abenteuer 17/18 des HC Kriens-Luzern steht fest. Dabei findet die Begegnung mit dem Zweiten der Ukrainischen Meisterschaft, dem ZTR Zaporoshye, anfangs September mit Hin- und Rückspiel statt.

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Archivbild: HC Kriens gegen Pfadi Winterthur in der Maihofhalle Luzern. (Bild: Roger Gruetter (Luzern, 17. April 2017))

Archivbild: HC Kriens gegen Pfadi Winterthur in der Maihofhalle Luzern. (Bild: Roger Gruetter (Luzern, 17. April 2017))

Das Hinspiel im EHF-Cup ist dabei für den 3. September in der Maihofhalle angesetzt. Eine Woche später findet das Rückspiel in der Südukraine statt. Dabei gestaltet sich die Reise wie erwartet anspruchsvoll: Anreise am Freitag via Wien und Dnjepropetrovsk nach Zaporoshye, dann Spiel am Samstag um 17 Uhr Ortszeit in der clubeigenen Halle Sportpalast. Die Rückreise ist am Sonntag geplant.

Das am 2. September 2017 geplante zweite Spiel der NLA-Meisterschaft gegen den BSV Bern Muri wird deshalb verschoben.

Die Reise in die Ukraine ist damit zumindest «fahrplanmässig» auf dem Schlitten. Dennoch wird das Abenteuer weiterhin zu einem schönen Teil eine «Blackbox» sein. Denn auch wenn der Ukrainische Handball international zuletzt deutlich an Prestige dazugewonnen hat – in vielen Bereichen ticken die Uhren nach wie vor anders.

So dürfte es europäisch ein Unikum sein, dass die Meisterschaft von drei Teams aus der gleichen Stadt dominiert wird. Aktuelles Topteam ist der HC Motor Zaporoshye. Der Meister und Champions League-Teilnehmer belegte zuletzt im deutschen Altensteig bei S-Cup Rang 3 und siegte etwa gegen Balingen mit 11 Toren Differenz. Hinter Motor schloss der HCK-Europacup-Gegner ZTR Zaporoshye die letzte Meisterschaft auf Rang 2 ab, 8 Punkte hinter dem Meister. Dahinter belegte der HC ZNTU-ZAB Rang 3 – ebenfalls aus Zaporoshye.

Das Europacup-Duell wird wie geplant mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Für einen Abtausch des Heimrechts hatten die Osteuropäer kein Musikgehör. Vor einem Jahr noch war das anders: damals spielte Wacker Thun im Europacup gegen die Ukrainer zwei Mal in Zaporoshye – und schied mit dem Torverhältnis von 44:45 (Eintore-Niederlage und Unentschieden) knapp aus. In der dritten Qualifikationsrunde erwischte es dann die Ukrainer gleich knapp: Gegen den spanischen Club aus Granollers gewannen die Ukrainer zwar in Spanien, verloren aber zu Hause – ebenfalls mit zwei Toren Differenz. Weil aber die Spanier in der Ukraine 1 Tor mehr erzielten, stiessen sie in die Gruppenphase vor.

Die Ukrainer spielten in den letzten Jahren immer wieder im Europacup. Von diesen Erfahrungen wird die Mannschaft profitieren können. Auch wenn es im «Ausbildungsverein» ZTR fast schon zur Tradition gehört, dass sich das Spielerkader von Saison zu Saison stark verändert. Gut möglich deshalb, dass der HC Kriens-Luzern auf einen deutlich anderen Widersacher treffen wird, als dies Wacker Thun vor einem Jahr tat.

Cheftrainer Vitaly Nat, früher selber ein starker Internationaler, kann sein Team jedenfalls umfassend vorbereiten. Neben dem eigenen Sportcentrum in Zaporoshye verbringen die Ukrainer nicht weniger als drei Wochen in Polen in Trainingslagern und auf Spielreisen. Ihren ersten Ernstkampf der Saison bestreiten die Ukrainer am 27. August mit dem ukrainischen Supercup. Die Meisterschaft beginnt in der Ukraine am 16. September.

Hinweis

EHF-Cup, Qualifikation, 1. Runde: So 03.09.2017, 17.00 h Maihofhalle Luzern Sa 09.09.2017, 17.00 h (lokale Zeit), Zaporozhye

Benedikt Anderes/AMK Atelier für Marketing und Kommunikation