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HANDBALL: Grimm: «Es soll in Richtung Final gehen»

Kriens-Luzern startet heute gegen Meister Schaffhausen in die Saison. Trainer Heiko Grimm (38) sagt, welche Ziele er mit seinem Team hat – und wie er abschalten kann.
Interview Stephan Santschi
Er traut Kriens-Luzern einiges zu: Trainer Heiko Grimm mit seiner Hündin Taigo. (Bild Manuela Jans- Koch)

Er traut Kriens-Luzern einiges zu: Trainer Heiko Grimm mit seiner Hündin Taigo. (Bild Manuela Jans- Koch)

Heiko Grimm, ist es von Vorteil, gleich zu Beginn auf die dominierenden Schaffhauser zu treffen? Möglicherweise ist deren Vorbereitung auf die Champions League ausgerichtet.

Heiko Grimm: Das glaube ich nicht. Vielleicht nehmen sie mal im November einen Gegner nicht so ernst, wenn sie auf die Champions League fokussiert sind. Jetzt aber haben die Schaffhauser diese Belastung noch nicht und werden Vollgas geben. Ich bin überzeugt, dass sie sich in der Liga gleich von Beginn weg ein Polster zulegen wollen.

Was muss zusammenpassen, um dem Doublegewinner der letzten Saison ein Bein zu stellen?

Grimm: Viel. Schaffhausen hat personell nochmals deutlich aufgerüstet, jede Position ist dreifach besetzt. Im Angriff darf man sich nur wenig technische Fehler leisten, um Gegenstösse zu verhindern und Schaffhausen in den Positionsangriff zu zwingen. Dann müssen wir gut verteidigen, dazu sind wir auch in der Lage.

Wenn man sich bei der Konkurrenz umhört, zollt man Kriens-Luzern und dessen Transferaktivitäten Respekt.

Grimm: (lacht) Zu Recht! Das freut mich, wir haben uns ohne Zweifel verstärkt. Sicher muss alles zusammenpassen, die Automatismen müssen sich einspielen. Wir haben aber die Möglichkeit, sehr gut zu sein.

Worauf hat der Verein bei seinen Transfers geachtet?

Grimm: Wir haben charakterstarke und mit David Nyffenegger oder Severin Ramseier auch fertige Spieler verpflichtet. Wir sind unheimlich ausgeglichen, haben eine gute Mischung. Wenn ich im Training sechs gegen sechs spielen lasse, weiss ich nicht, wer gewinnt – das macht richtig Spass. Generell war uns wichtig, mit den Neuen ein Zeichen für unsere Ambitionen zu setzen. Dass es in Richtung Final gehen soll. Wenn man nicht merkt, wo man hin will, läuft man Gefahr, einzuschlafen. Für die bevorstehende Saison gibt es keine Ausreden, im letzten Winter hatte uns der Abgang von Tobias Baumgartner aber den Fokus gekostet.

Woraufhin der vierte Platz und damit die Playoff-Teilnahme zum zweiten Mal hintereinander verpasst wurde. Was muss in dieser Saison geschehen, damit Sie am Ende zufrieden sind?

Grimm: Ich möchte meinen Willen im Team sehen. Den Willen, nicht ein Spiel zu gewinnen, sondern 20 gute abzuliefern. Damit wir am Ende etwas Grosses erreichen. Mit dem neuen Kader ist das leichter zu verkaufen als letzte Saison. Da entsprach der fünfte Rang den Kräfteverhältnissen, St. Otmar war vor uns einzureihen. Sicher, wir haben es in der zweiten Saisonhälfte nicht gut gemacht. Doch wir wurden am Ende nicht ganz fair bewertet, weil die Beurteilung anhand der Vorrunde, in welcher wir über uns hinauswuchsen, gemacht worden ist.

Und in diesem Jahr?

Grimm: Wollen wir in die Top 4, das will ich nicht leugnen.

Vielleicht sogar in einen Final, wie Sie es vorher erwähnt haben?

Grimm: (lacht) Habe ich das? Ich muss wohl über den Olympiafinal gesprochen haben. Nein, hinter Schaffhausen ergänzen Pfadi Winterthur und Wacker Thun die Top 3. Pfadi kann trotz Schulden drei Ausländer holen, das ist verwunderlich, das tun wir nicht. Wir fokussieren uns mit St. Otmar und Bern Muri auf den Kampf um den vierten Platz in den Playoffs.

Wie soll sich der Auftritt der Krienser verändern?

Grimm: Wir müssen noch mehr an unsere Abwehrstärke und Geschlossenheit glauben. Im Positionsangriff gehörten wird schon letzte Saison sowohl im Angriff als auch in der Defensive zu den besten vier. Nun muss unser Spiel aber schneller werden. Wir werden auch mehr Wechsel tätigen, damit sich die Spieler auf eine Aufgabe konzentrieren können. So wie es beispielsweise die Rhein-Neckar Löwen tun, wo Andy Schmid nur im Angriff und Gedeón Guardiola in der Abwehr spielt.

Die Profis Vukasin Stojanovic und Boris Stankovic zogen sich letzte Saison mit ihren Auftritten den Ärger von Geschäftsführer Nick Christen zu. Stojanovic ist weg, Stankovic ist geblieben. Wie sehen Sie seine Rolle?

Grimm: Boris war der Topverdiener, das sorgte für Druck. Den hat er nun nicht mehr, neben dem Handball hat er zu arbeiten begonnen, er erhält von uns nicht mehr so viel Geld. Der Auftrag an ihn ist klar: Er soll im Herbst seiner Karriere Spass haben und muss nicht mehr jedes Spiel für uns entscheiden. Daneben kann er seinen Nachfolger Aleksandar Radovanovic einführen. Das kommt gut.

Ihre Rolle hat sich auch etwas verändert. Neu tragen Sie auch die Bezeichnung «Sportlicher Leiter» auf der Visitenkarte. Verdienen Sie nun mehr?

Grimm: (schmunzelt) Nein. 90 Prozent der Dinge habe ich schon letzte Saison erledigt. Nick Christen ist mit dem Hallenprojekt und der Deckung des Budgets genug ausgelastet, ich bin nun mit einem eigenen Budget für den sportlichen Bereich zuständig. Dazu zählt auch das Organisieren des Trainingslagers mit allem Drum und Dran. Vertragsverlängerung und Transfers habe ich schon früher vorbereitet. Natürlich braucht es dazu auch jetzt noch das Okay von Christen und des Verwaltungsrats.

Wie erholen Sie sich eigentlich von den Strapazen des Handballs?

Grimm: Ich bin ganz schlecht im Abschalten, ich denke sehr viel an Handball. Mir hilft meine Arbeit in meinem eigenen Online-Geschäft Maxi-Sport, über das ich Sportartikel vertreibe. Ich gehe auch gerne mit meiner Partnerin Carolin, die ich am 1. Juli 2017 heiraten werde, und unserem Hund Taigo spazieren.

NLA. 1. Runde. Qualifikation

Heute. 19.45: Bern-Muri - Pfadi Winterthur. – 20.00: Kriens-Luzern - Kadetten Schaffhausen (Krauerhalle), Suhr-Aarau - St. Otmar St. Gallen, Fortitudo Gossau - Wacker. – 20.15: RTV Basel - GC Amicitia Zürich.

Interview: Stephan Santschi

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