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HANDBALL: Harter Kampf um Attraktivität

Die SPZ-Halle in Nottwil soll bei Heimspielen der Spono Eagles zum Hexenkessel werden. Noch ist es bis dahin ein weiter Weg, wie das Heimspiel gegen Stans zeigt.
Lisa Frey von den Spono Eagles (links) wird von der Stanserin Barbara Schiffmann unsanft gestoppt. (Bild Philipp Schmidli)

Lisa Frey von den Spono Eagles (links) wird von der Stanserin Barbara Schiffmann unsanft gestoppt. (Bild Philipp Schmidli)

Stephan Santschi

«Fly Spono fly, like an eagle in the sky». Flieg Spono flieg, wie ein Adler am Himmel. So lautet der Titel der stimmigen Hymne, welche die Zuschauer bei Heimspielen der Spono Eagles zum Mitsingen animieren soll. So wie gestern, als die Konkurrenz aus Stans in der SPZ-Halle gastierte. Der Ohrwurm, geschrieben vom Gunzwiler Markus Bucher und gespielt von seiner Band Fonkefloog, gehört seit dieser Saison zum neuen Erscheinungsbild des Handballklubs aus Nottwil. Auch Name (Spono Eagles), Logo (mit Adlerkopf) und Dress (magenta-schwarz statt blau-weiss) sind überholt worden. «Wir wollen aus unseren Heimspielen Events machen. Mit Handball allein holt man die Leute nicht hinter dem Ofen hervor», sagt Urs Wey, der Präsident der Spono Eagles.

Die Hymne braucht noch Zeit

Gestern war es noch nicht das attraktive, stimmungsgeladene Ereignis, das sich die Verantwortlichen vorstellen. Trotz Derby-Status versprach das Spiel an diesem Mittwochabend gegen Stans zu wenig sportliche Brisanz, nur 300 Zuschauer waren zugegen. Die Tore der Nottwilerinnen wurden beim 28:24-Sieg zwar artig bejubelt, viel mehr war da aber nicht – die Hymne sang kaum einer mit.

«Ich finde es gut, wenn man etwas Neues, etwas Frisches zu machen versucht», sagt Otto Schwander (67), bis vor kurzem Präsident der Donatorenvereinigung und weiterhin treuer Fan auf der Tribüne. Was die Hymne betreffe, brauche es aber wohl noch etwas Zeit, bis sich die Zuschauer daran gewöhnt hätten. «Das Ziel ist es, die Atmosphäre anzuheizen. Wenn die wichtigen Spiele kommen, werden auch mehr Leute hier sein. Dann werden Juniorinnen-Teams, die den Text der Hymne kennen, vorangehen.»

Wey wünscht sich «Hühnerhaut»

Rahel Furrer, die Topskorerin, freut sich über die Bemühungen des Vereins, sie empfindet die Entwicklung als «extrem positiv». Die Hymne habe sich bei den Spielerinnen bereits eingeprägt, «wenn wir sie hören, ist Matchzeit. Es ist wie ein Heimkommen.» Da es im Schweizer Frauenhandball wenig Spitzenspiele gebe, sei es indes schwierig, grundsätzlich mehr Leute in die Halle zu bringen. Auch sie hofft deshalb auf das Frühjahr, auf die Finalrunde, wenn sich der Kampf um den Playoff-Final zuspitzt. Und sich die Ränge füllen.

«Dann», sagt Wey, «werden wir die Halle abdunkeln und unsere Spielerinnen beim Einlaufen mit Scheinwerfern beleuchten.» Es soll der nächste Schritt sein in die Richtung eines Hexenkessels, wie er ihn in Mannheim erlebte an einem Heimspiel des Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen. «Was da abging, sorgte für Hühnerhaut», schwärmt er. Eine LED-Wand für das Abspielen von Videos sei die nächste Anschaffung, die er sich vorstellen könnte. «Mit jeder Neuerung brauchen wir aber mehr Helfer. Und es kostet Geld», sagt Wey. Durch Merchandising-Einnahmen sollen die Ausgaben im Rahmen gehalten werden, mehr als 10 000 Franken dürften es am Ende der Saison nicht sein.

Wey weiss, dass sportlicher Erfolg vieles beschleunigen würde. Dass der erste Meistertitel seit 2006 das Seinige zur Wirkkraft der Marke Spono Eagles beitragen würde. Erst dann, wenn die Adler zum sportlichen Höhenflug ansetzen, wird auch die Konkurrenz die Nottwiler Image-Bemühungen nicht mehr belächeln, wie es teilweise der Fall ist. Dann kann es vielleicht sogar öfter vorkommen, was Wey von einer Spielerin des Ligakonkurrenten Thun zu berichten weiss. «Sie pfiff unsere Hymne am Tag nach dem Spiel. Es ist eben ein richtiger Ohrwurm.»

SPL. Qualifikation: Spono Nottwil - Stans 28:24 (18:10). – Rangliste: 1. Brühl St. Gallen 12/22 (355:264). 2. Spono Nottwil 12/19 (358:256). 3. Zug 12/18 (346:283). 4. Rotweiss Thun 13/13 (305:309). 5. Yellow Winterthur 13/8 (254:328). 6. Stans 13/7 (291:355). 7. GC Amicitia Zürich 13/7 (293:372). 8. ATV/KV Basel 12/6 (294:329).

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