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HANDBALL: Hauchdünne 26:27-Niederlage gegen Meister Kadetten

Der HC Kriens-Luzern verliert zwar das Spitzenspiel gegen Kadetten Schaffhausen, holt sich bei 1'100 Fans mit einem beherzten Auftritt aber trotzdem viele Sympathien. Am Schluss setzte sich der amtierende Meister mit grösserer Kaderbreite, mehr Masse und mehr Abgebrühtheit knapp 27:26 durch.
Die Kadetten vermochten den HC Kriens knapp vom Sieg abzuhalten. (Bild: Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern)

Die Kadetten vermochten den HC Kriens knapp vom Sieg abzuhalten. (Bild: Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern)

Dem HCK bleibt der (kleine) Trost, mit einem starken Auftritt viel Goodwill erkämpft zu haben, auch wenn der punktemässige Ertrag ausblieb. Keine Frage: Unter dem Strich hatte das Spitzenspiel zwischen dem aktuellen Leader und dem Tabellendritten HC Kriens-Luzern den logischen Sieger. Die Kadetten verfügten über mehr Kaderbreite, über mehr Wucht und Entschlossenheit, über mehr Cleverness und letztlich auch über mehr Robustheit. Es war wohl die klassische Partie zwischen dem ambitionierten Leader und dem Herausforderer, zwischen dem Ligakrösus und der bisher wohl positivsten Überraschung der Saison.

Wenn bei so viel Logik der Herausforderer nur mit 26:27 verliert und sich dabei sogar noch leise ärgern muss, einen nicht unmöglichen Punktgewinn verpasst zu haben, dann stellt das dem Gastgeber an diesem Abend ein gutes Zeugnis aus. Trotz klarem Pausenrückstand nämlich kämpfte der HC Kriens-Luzern weiter, kam zurück ins Spiel und wäre in der heissen Schlussphase beinahe noch zum Ausgleich gekommen.

Letztlich aber wog die Hypothek der ersten Spielhälfte zu schwer. In 11 Minuten war dem Gastgeber die Partie entglitten. Er hatte einen 9:6-Vorsprung (mit einem bis dahin starken Peter Schramm) verspielt und lag plötzlich 9:13 hinten. Diese 0:7-Serie hatte sich der HC Kriens-Luzern weitgehend selber zuzuschreiben. In dieser Phase fehlte dem HCK unvermittelt die Linie, es fehlte die Ruhe und es fehlte die Breite, um neue Impulse zu setzen. Defensiv hatte der HCK Mühe, dagegen zu halten, und offensiv wollte rein gar nichts mehr gelingen.

Gegen ein Team wie Kadetten Schaffhausen wirkt sich eine solche Baisse normalerweise fatal aus. Der HCK aber steckte nicht auf, kämpfte sich nach dem Seitenwechsel zurück ins Spiel und nutzte ein leichtes Nachlassen des Gegners in der Schlussphase, um die Partie noch einmal spannend zu machen. Mit enorm viel Engagement und Kampfbereitschaft war die Mannschaft sichtlich bemüht, das Unmögliche doch noch möglich zu machen.

Der Meister wankte, sah sich plötzlich mit mehr Widerstand konfrontiert und wurde sichtlich nervös. Ganz gereicht aber hat es dem kecken Gastgeber dann aber doch nicht. Das lag zum einen sicher an den vielen Fehlern der ersten Spielhälfte. Das lag auch am enormen Aufwand, den das Team für die Rückkehr ins Spiel leisten musste. Und nicht zuletzt hatten auch die beiden Refs mit einigen mehr als diskutablen Entscheiden ihren Einfluss, der zwar nicht direkt Spiel entscheidend waren, aber aufgrund der einseitigen Verteilung nicht beide Teams gleich viel Energie kosteten.

Der Herausforderer aber - das dürfte am Ende des Tages in Erinnerung bleiben - machte eine mehr als gute Figur, steckte Widerstände gut weg und hätte am Schluss beinahe noch einen Punkt geschafft. Für das «Projekt Finalrunde» lieferte das Spiel gegen den Meister aber die Möglichkeit, Selbstvertrauen zu tanken. Mit dieser Leistung und dieser Einstellung ist die Mannschaft auf gutem Kurs, sich die Playoff-Chancen zu wahren.

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

HC Kriens-Luzern - Kadetten Schaffhausen 26:27 (11:16)

Maihofhalle, 1'100 Zuschauer. SR Sager/Styger.

Spielverlauf:1:0, 2:1, 2:3, 3:4, 5:5, 8:5, 9:6 (15.), 9:13 (26.), 10:14, 11:16; 12:17, 13:18, 14:19, 16:20, 18:20, 18:23 (45.), 20:24, 21:24, 23:25, 23:27 (56.19), 26:27.

HC Kriens-Luzern: Portmann/Ineichen (31.-38.); Fellmann (2), Mühlebach, Weingartner, Blättler (1), Gwerder, Stojanovic (3), Baviera (1), Stankovic (5), Baumgartner (4), Schramm (5), Hofstetter (5).

Kadetten Schaffhausen: Marinovic/Portner (ab 55.); Meister, Liniger (5), Küttel, Richwien (4), Graubner, Brännberger, Stojanovic (6), Cszaszar (6), Maros (6), Koch, Muggli.

Bemerkungen: Kriens ohne Spengler, Vögtli, Lehmann und Schelbert. 55: Stankovic scheitert mit Siebenmeter an Portner (23:25)

J.P. Chenet Best Player: Peter Schramm (HC Kriens-Luzern) und Gabor Czaszar (Kadetten).

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