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HANDBALL: HC Kriens erzittert sich ein Unentschieden

Gefühlte Niederlage oder verschenkter Sieg: Der HC Kriens-Luzern muss einem dezimierten GC Amicitia beim 30:30-Unentschieden einen Punkt abtreten.
Mit 9 Treffern der erfolgreichste Krienser: Tobias Baumgartner (Archivbild Philipp Schmidli)

Mit 9 Treffern der erfolgreichste Krienser: Tobias Baumgartner (Archivbild Philipp Schmidli)

Die letzten Spielminute lief in der Krauerhalle zwischen dem HC Kriens-Luzern und GC Amicitia. Der HCK glich 56 Sekunden vor Schluss aus. GC Amicitia verlor im letzten Angriff durch einen Fangfehler den Ball, der HCK nahm sein Team Time Out und kam sogar noch zu einem letzten Angriff, in dem Raemy unsanft gestoppt wurde, der direkte Freistoss Baumgartners aber in der Zürcher Deckung hängen blieb. Schluss, aus, fertig: 30:30. Erstaunlicherweise aber jubelte GC Amicitia, das eben erst den Ausgleich einstecken musste. Ein Sinnbild für ein Spiel mit einen verrückten Verlauf, in dem sich der Gast aus Zürich am Schluss den einen Punkt tatsächlich verdiente.

Der HCK hatte die erste Spielhälfte weitgehend im Griff. Aufbauend auf einer starken Abwehr nahm der Tabellendritte das Heft resolut in die Hand und schien auf einem Sonntagsspaziergang Richtung nächstem Sieg entgegenzulaufen. Bis zu sieben Tore betrug die Differenz, und Arno Ehret, der Geburtstagfeiernde Coach von GC Amicitia, raufte sich mehr als einmal die Haare. Dabei waren ihm taktisch die Hände weitgehend gebunden, weil er mit Bogunovic und Ursic gleich zwei seiner Pfeiler verletzt nicht zur Verfügung hatte und gerade mal noch 12 Spieler aufs Feld schickte.

Dieses Team aber wurde nach der Pause (16:11-Führung des HCK) förmlich aufgebaut. Und zwar durch den Gastgeber selber. Denn beim HCK schien die stilsichere, bewegliche und aggressive Deckung in der Kabine geblieben zu sein. Was noch in Halbzeit 1 bestens funktionnierte, war jetzt plötzlich Makulatur. Deshalb liess sich der Gast aus Zürich eben nicht um weitere Tore distanzieren, sondern verkürzte die Distanz. Und statt eines Sonntagsspaziergangs stand dem HCK plötzlich eine harte Bergtour bevor. Doch damit hatte das Team ganz offensichtlich nicht gerechnet. Denn der berühmte Schalter liess sich nicht einfach umlegen.

Der Gast aus Zürich war auch emotional plötzlich wieder im Spiel, zeigte den nötigen Fighting spirit und spürte, dass in dieser Partie gegen die Krienser ein (Teil-)Erfolg nicht unmöglich wäre... So drehte Amicitia das Spiel, das eigentlich längst verloren schien, weil sie mehr für den Erfolg machten. Und weil der HCK nach einer starken ersten Spielhälfte eine zweite Spielhälfte zeigte, die weit unter seinen Möglichkeiten lag.
Die Defizite in dieser Phase des Spiels betrafen fast alle Mannschaftsteile. So wie das team zuerst als Kollektiv den Vorsprung erarbeitete, so verspielte es ihn jetzt auch wieder als Gruppe. Die Torhüter kamen nicht ins Spiel, in der Deckung fehlte es an Widerstand, in der Offensive an Dynamik, an Präzision und an Entschlossenheit. Etwas viel an Minuspunkten, um gegen ein Team im Strichkampf Zählbares zu erobern.
Am Schluss ging das Resultat wohl in Ordnung. Beim HCK passiert deswegen nicht viel, für GC Amicitia wars ein nettes Gastgeschenk, das sich die Zürcher aber erarbeitet hatten. Vorallem aber blieb die Erkenntnis, dass beim HCK trotz des aktuellen Ranglistenhochs die Bäume nicht in den Himmel wachsen.

HC Kriens-Luzern - GC Amicitia Zürich 30:30 (16:11)
Krauerhale Kriens, 500 Zuschauer. SR Brianza/Jucker.
Spielverlauf: 1:0, 1:1, 4:1, 6:2, 9:3, 10:5, 11:6, 14:7, 14:9, 15:11, 16:11; 17:12, 18:14, 18:16, 19:18, 20:19, 22:20, 24:22, 26:23, 27:25, 28:26 (56.), 28:29 (57.), 29:30, 30:30.
Strafen: Kriens 3x2 Minuten; GC Ami 7x2 Minuten plus rote Karte (3x2 Minuten) gegen Ginders.
HC Kriens-Luzern: Schelbert (1.-16. und ab 43.)/Portmann (17.-42.); Fellmann (1), Mühlebach, Raemy (5), Blättler, Spengler (3), Buholzer, Baviera (2), Hess, Stankovic (7/4), Baumgartner (9), Schrammn, Hofstetter (3).
GC Amicitia: Bringolf/Schubiger (2 Penalties); Egger (2), Sidorowicz (3), Malovic (13/5), Ginders, Kraucevicius (1), Grundböck (1), Bajramovic, Oberli (7), Jelinic (2), Wittlin (1).
Bemerkungen: Kriens ohne Delhees und Stojanovic. GC Ami ohne Bogunovic und Ursic.
J.P. Chenet Best Players: Tobias Baumgartner (HCK) und Manja Malivic (GC Ami)

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

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