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HANDBALL: HC Kriens-Luzern bezwingt auch den BSV Bern

«Strong. Tough. We!» Besser, dramatischer und letztlich effizienter kann man den Saisonslogan des HC Kriens-Luzern nicht umsetzen.
Auch der Goalie Andi Portmann trug seinen Teil zum Sieg bei. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Auch der Goalie Andi Portmann trug seinen Teil zum Sieg bei. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Nach einem dramatischen Kampfspiel trotzte der HCK allem Unbill, hielt angesichts einer rustikalen Deckung des Gastes dagegen und siegte am Schluss verdient 31:27. Dass der HCK damit aktuell von Tabellenplatz 2 grüsst, ist ein nettes und wohlverdientes Wochenend-Zückerchen.

Allerdings ist Rang 2 in der Tabelle nach vier Spielen eine Momentaufnahme – mehr nicht. Der Blick auf den Rest der Liga aber relativiert es – denn der RTV Basel knöpfte Pfadi Winterthur in Basel beide Punkte ab. Womit der Punkt des HCK in Basel wertvoller, die Heimniederlage gegen Pfadi dafür umso ärgerlicher ist. Denn ohne die wäre der Saisonstart des HCK geradezu brillant...

Gegen den BSV Bern Muri allerdings mussten die Zentralschweizer hart ans Limit, um den Heimsieg zu sichern. Denn es galt, einiges an Unbill auszugleichen, das an diesem Abend auf den HCK wartete. 9 Zeitstrafen (waren da wirklich alle gerechtfertigt?) zwangen den HCK oft zu noch mehr Engagement, um die Überzahl der Berner zu kompensieren. Letztlich aber war es das Team selber, das sich im richtigen Moment auf seine Stärken besann und jenen Fighting Spirit fand, den es braucht, um solch enge und emotional geführten Partien für sich zu entscheiden.

Goldenes Händchen bei Wechsel

Dabei startete der HCK ordentlich in die Partie und kontrollierte die geballte Rückraum-Power der Berner mit Mitrovic, Steiger, Nyffenegger, Kurth und Nachwuchs-Riese Röthlisberger (19 Jahre, 197cm, 97kg) gut. Dafür hatten die Aussen der Berner etwas gar viel Freiraum. Die nutzten das «Flugwetter am Flügel» und hielten die Partie für die Berner ausgeglichen.

Einmal mehr bewies Coach Heiko Grimm ein goldenes Händchen bei den Wechseln. Er brachte Ineichen für Portmann, der nach 20 Minuten prompt mit zwei wichtigen Saves für Impulse von hinten sorgte. Der HCK machte aus einem 8:10-Rückstand in sechs Minuten einen 12:10-Vorsprung und hatte sich den Vorteil wieder zurück erkämpft. Starke Torhüter sind halt im Handball wirklich die halbe Miete...

Nach der Pause (16:13) versuchte der BSV Bern, das Glück zu erzwingen. 7 Minuten dauerte es, um den Dreitorerückstand der Pause auszugleichen (18:18). Coach Heiko Grimm nahm sein erstes Time Out, ordnete das Team neu und beorderte kurz darauf Andi Portmann wieder ins Tor. Auch dies ein Glücksgriff. Denn Portmann wehrte kurz darauf drei wichtige Bälle ab (darunter einen Siebenmeter gegen Mitrovic), der Gast blieb zurückgebunden und zeigte bald schon Nerven. Der HCK fand zurück in die Spur und brachte einen wichtigen Sieg ins Trockene.

Die Nerven wurden den Bernern in der zweiten Spielhälfte, in der hektischen Schlussphase insgesamt zum Verhängnis. Lengacher schied schon nach 33 Minuten nach einer Doppelstrafe (2x2 Minuten) aus. Und Mitrovic scheiterte in der hektischen Schlussphase beim Siebenmeter an Andi Portmann (24:23) – der HCK seinerseits zog davon und erkämpfte sich einen hochverdienten 31:27-Erfolg.

Stark war beim HCK der Teamgeist, das Kollektiv, der Fokus aufs gemeinsame Ziel. Tom Hofstetter brillierte gegen seinen Ex-Club ebenso wie Tobi Baumgartner. Zusammen mit einem starken Peter Schramm erzielte das Rückraum-Trio 21 von 31 Toren. Stark war erneute Favio Baviera, der die Deckung wie schon gegen GC Amicitia brillant ordnete und in der Offensive fehlerfrei blieb.

Nun muss die Mannschaft am Mittwoch nach Schaffhausen. Und sie kann das mit gesundem Selbstvertrauen tun. Denn die Zentralschweizer treten beim Leader als erster Verfolger an. Und Verfolger haben bekanntlich nichts zu verlieren – der Verfolgte hingegen sehr wohl ... Und das ungeachtet der Startniederlage in der Champions League...

Benedikt Anderes

HC Kriens-Luzern - BSV Bern Muri 31:27 (16:13)

Krauerhalle Kriens, 650 Zuschauer.

Spielverlauf: 2:0, 2:2, 4:3, 5:5, 6:8, 7:9, 10:10, 12:10, 14:11, 16:12, 16:13; 16:15, 18:16, 18:18, 20:18, 21:21, 23:21, 24:22, 24:23, 26:23, 26:25, 28:25, 29:26, 30:27, 31:27.

HC Kriens-Luzern: Portmann1.-17. und ab 42.)/Ineichen (17.-42.); Fellmann, Mühlebach (1), Blättler (2), Spengler (1), Gwerder, Stojanovic (1), Baviera (3), Stankovic (2/1), Baumgartner (6), Schramm (6), Hofstetter (9).

BSV Bern: Rosenberg (1.-21. und ab 47.)/Marjanac (21.-47.); Lengacher (4), Reber (2), Steiger (2), Röthlisberger (2), Getzmann (1), Kurth (4), Kusio, Nyffenegger, Räz (1), Mitrovic (9/3), Mühlemann (2), Moggi.

Bemerkungen: Kriens ohne Schelbert und Vögtli. Strafen: HCK 9, BSV Bern Muri 6x2 Minuten inkl. rote Karte (3x2 Minuten) gegen Lengacher. Penalties: 7. Kurt scheitert am Pfosten bzw. an Portmann (3:2) 50. Portmann hält Penalty von Mitrovic (24:23); J.P. Chenet Best Player award: HC Kriens-Luzern: Tom Hofstetter. BSV Bern Muri: Uros Mitrovic.

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