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HANDBALL: HC Kriens-Luzern erreicht wohl die Finalrunde

Kriens-Luzern siegt bei Gossau 27:25 und dürfte damit wohl die Finalrunde erreichen. Und die Krienser kommunizieren heute den neuen Trainer. Vieles deutet auf einen Altbekannten hin.
Roland Bucher
Der Krienser Peter Schramm (in Blau) schiesst auf das Gossauer Tor. (Bild: Michel Canonica (Gossau, 22. November 2017))

Der Krienser Peter Schramm (in Blau) schiesst auf das Gossauer Tor. (Bild: Michel Canonica (Gossau, 22. November 2017))

Roland Bucher

roland.bucher@sport.ch

Geschafft. Kriens riss sich in der Schlussphase eines hart umkämpften Spiels am Riemen, würgte sich zu einem Sieg. Der Erfolg bedeutet wohl: Die Mannschaft von Trainer Heiko Grimm wird im nächsten Frühjahr zum achten Mal in Serie im Konzert der sechs Besten um den Meistertitel mitspielen können.

Ja, mit Hängen und Würgen. Das Startfurioso war zwar eindrücklich, 5:0 lag man nach sechs Minuten voraus. Doch die Lektion war zu kurz, Gossau kapierte schnell. Eine halbe Stunde später hing Kriens in den Seilen, lag 16:18 zurück. Die Überbeanspruchung der verbliebenen Kräfte forderte Tribut: «Wir waren platt», gestand Nick Christen, der CEO des HC Kriens-Luzern, «und ich bin stolz, dass wir es doch noch gepackt haben».

Der HCK fand in der End­phase zurück zu den Wurzeln, fightete generös, hatte in Paul Bar einen starken Goalie (44-prozentige Abwehrquote) und in Daniel Fellmann einen Haudegen, der im Herbst seiner Karriere für seine Equipe noch einmal die letzten Reserven herauspresst. «Das hat Freude gemacht», lobt Christen, «wie wir uns entgegengestemmt haben. Das Team hat Bereitschaft, Leidenschaft gezeigt.»

Vier Siege sind’s jetzt in Serie, und Christen betont: «Wir waren arg in der Krise. Wir haben uns hochgerappelt. Auch wenn heute nicht alles zusammengepasst hat: Wir haben den Sieg, den wir uns geschworen haben.» In der nun folgenden zehntägigen Meisterschaftspause hofft Kriens, neue Kraft zu tanken, im Dezember, wenn die «grossen drei», Schaffhausen, Winterthur und Thun, aufkreuzen, nochmals anzugreifen: «Die primäre Zielvorgabe haben wir erfüllt. Jetzt dürfen wir unbeschwert zeigen, dass wir Handball nicht nur kämpfen, sondern auch spielen können», sagt Christen.

Der HC Kriens-Luzern mit starken Jungflügeln

Also, kurzum, Kriens war in Gossau wieder einmal die launische Diva, die – wie letzten Samstag gegen Bern – durchaus in hohe handballerische Sphären klettern, aber auch recht einfältige Kost abliefern kann. Wie gegen Gossau. Immergrün ist eigentlich nur die Konstanz der Flügel-Jungmannschaft. Adi Blättler (22), Linksflügel, und Claudio Vögtli (21), Rechtsflügel, waren die Trouvaillen in dieser Mannschaft, die im nächsten Sommer einen neuen Cheftrainer zur Seite bekommt. Heute will der Verein kommunizieren, wer die Ehre hat, und wer die Logik bei der Entscheidungsfindung nicht ausser Acht lässt, der kommt um einen Namen nicht herum: Goran Perkovac (55). Der dürfte gestern mit Genugtuung zur Kenntnis genommen haben, dass er zwar eine Equipe mit Flausen – aber auch viel verborgenem Talent – übernimmt.

Fortitudo Gossau – Kriens 25:27 (13:14)

350 Zuschauer. – SR Abalo/Maurer.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen Fortitudo Gossau, 4-mal 2 Minuten gegen Kriens- Luzern.

Fortitudo Gossau: Bringolf; Ham (3), Weingartner (5), Mächler, Geiger, Bucher (3), Harder (4/4), Würth (6), Züger, Graf (1), Bösch (2), Eberle (1).

Kriens-Luzern: Bar/Willimann (für 1 Penalty); Fellmann (3), Wipf (1), Blättler (6/1), Engler (1), Vögtli (6), Oertli, Alili (6), Schramm (4).

Bemerkungen: Gossau ohne Kuhn, Kriens-Luzern ohne Spengler, Nyffenegger, Radovanovic und Ramseier (alle verletzt). Verhältnis verschossener Penaltys 1:0.

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