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HANDBALL: HC Kriens-Luzern mit Kantersieg gegen GC Amicitia - 39:26

Der HC Kriens-Luzern schlägt GC Amiciita Zürich nach einer starken Leistung mit 39:26 (17:10) hochverdient auch in dieser Klarheit. Das war die stark Reaktion eines Teams, das unbedingt auf die Siegesstrasse wollte.
Tobias Baumgartner vom HC Kriens-Luzern bei einem Angriff im Spiel gegen GC Amicicia Zürich. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Tobias Baumgartner vom HC Kriens-Luzern bei einem Angriff im Spiel gegen GC Amicicia Zürich. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Das war ein starkes Stück, das der HC Kriens-Luzern da seinen Fans bot: Kampf, Leidenschaft, Einsatzbereitschaft und der spürbare Wille, nach der unglücklichen Niederlage gegen Pfadi Winterthur nun gegen GC Amicitia auf die Siegesstrasse zu kommen. Ausgerechnet gegen GC Amicitia Zürich, das sich mit fast einem Dutzend neuer Spieler verstärkt hatte und zurück will zu den guten alten Zeiten des Rekordmeisters. Zwei (klare) Siege in den Startpartien waren in Indix dafür, dass das auch aufgehen könnte.

Am Samstag war davon allerdings wenig zu spüren. Vorallem auch deshalb, weil der HC Kriens-Luzern es nicht zuliess. Von der ersten Minute an zeigten die Zentralschweizer, wer Herr im Hause war - und es auch zu bleiben gedachte. Mit einer superkompakten Defensive liessen die Krienser in Halbzeit 1 gerade mal zehn Gegentreffer zu. Fabio Baviera übernahm in der Abwehr vom verletzten Dani Fellmann die Rolle des Abwehrpatrons. Und was der Kreisläufer in seiner defensiven Rolle leistete, war brillant - und wohl wohl praktisch fehlerlos. Er ordnete den Deckungsverbund geschickt. Und wusste, dass er sich dahinter auf einen starken Andy Portmann verlassen konnte. Dieser Andi Portmann, der zuletzt Mühe hatte, mit der grossen Last der Verantwortung umzugehen, die Nummer 1 sein zu «müssen» nach dem Ausfall von Schelbert.

Doch diesmal war es ein anderer Andi Portmann auf dem Platz. In der 3. Minute wehrte er den ersten Wurf von GC Amiciita Shooter Jelinic ab, reckte beide Fäuste in die Höhe, blickte grimmig zur Hallendecke, als ob er sagen wollte: «Na also, geht doch!» Und diese Aktion war irgendwie symbolisch fürs ganze Team - auch was die Offensive anging. Der HCK holte sich mit jeder gelungenen Defensiv-Aktion zusätzliches Selbstvertrauen, legte Tor um Tor hin, zeigte gute Kombinationen und die nötige Geduld im Abschluss. Logische Konsequenz: Der Gast verzweifelte, die Gegenwehr liess nach. Der HC Kriens-Luzern hatte sich mit viel eigenem Willen auf die Siegesstrasse gekämpft.

So gab es auch aus der Offensivabteilung fast nur Positives zu berichten. Fabio Baviera zeigte auch dort, dass ihm ein Klassespiel gelang. Er nutzte die langen Spielzeiten und erzielte 6 Tore aus sieben Versuchen. Dass er zum J.P. Chenet Best Player erkoren wurde, hängt sicher auch damit zusammen, dass er vorne wie hinten eine wirkliche Klassepartie ablieferte. Diesen Preis hätte aber auch Andi Portmann erhalten können für seine am Schluss 12 Saves. Oder Luca Spengler für eine makellose Bilanz aus dem linken Rückraum. Oder Tobi Baumgartner für seine satten Schüsse (7 Tore aus 8 Versuchen). Oder Tom Hofstetter für das intelligente Lenken des Spiels und eine starke Wurfbilanz (7 von 9), oder Peter Schramm, oder Boris Stankovic. Oder Kreisläufer-Ersatz David Riederer und Linkshänder-Neuzugang Andri Lehmann für ihr je erstes NLA-Tor.

Keine Frage: Diesmal hätte das Team mit Coach Heiko Grimms geschickter Auswechseltaktik den Preis verdient. Denn es war eine kompakte Teamleistung, mit der der HC Kriens-Luzern diesen klaren und auch in dieser Höhe absolut verdienten Erfolg sicherstellten. Trotz Verletzungen reichte die Luft für ein hohes Tempo bis zum Schluss.

Die grosse Aufgaben wird es jetzt sein, die Bestätigung dieses Auftritts in einer Woche gegen den BSV Bern zu schaffen. Aber der Anfang ist gemacht. Die Formkurse klar steigend. Und noch was: Kampfgeist und Feuer waren ansteckend. Das Publikum ging mit und verabschiedete das Team mit einer Standing Ovation. Hochverdient! Wiederholung erwünscht.

Benedikt Anderes

HC Kriens-Luzern - GC Amicitia Zürich 39:26 (17:10)

Krauerhalle, 500 Zuschauer. SR Meier/Henning.

Spielverlauf: 1:0, 1:1, 2:2, 6:2, 8:4, 11:5, 12:7, 13:8, 15:10, 17:10; 17:11, 19:12, 21:15, 23:15, 24:18, 28:18 (46.), 29:20, 30:21, 33:22, 35:24, 36:25, 39:26.

HC Kriens-Luzern: Portmann/Ineichen (ab 54.); Mühlebach (1), Lehmann (1), Blättler, Spengler (4), Riederer (1), Gwerder, Stojanovic (1), Baviera (6), Stankovic (7/3), Baumgartner (7), Schramm (4), Hofstetter (7).

GC Amicitia: Bar/Wick (ab 31); Leitner (2),Engler, Fröhlich (5), Suter (4/1), von Ballmoos (1), Schild (3), Ramseier (3), Oberli, Jelinic (4), Wittlin (4).

Bemerkungen: Strafen: Kriens 2, GC Ami 2 x 2 Minuten. Kriens-Luzern ohne Fellmann, Vögtli, Schelbert und Weingartner. GC Ami ohne Delhees und Helt Jespen. 56: Schild schiesst Siebenmeter gegen Ineichen an den Pfosten (34:25).

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