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HANDBALL: HC Kriens-Luzern nach der Pause wie gelähmt

Kriens-Luzern droht das Saisonende: nach der 23:24 (15:10)-Niederlage bei Bern Muri benötigt Kriens morgen (Krauerhalle, 20 Uhr) dringend einen Sieg.
Roland Bucher
Der Krienser Peter Schramm (rechts) beim Schussversuch gegen den Berner Tobias Baumgartner. (Bild: Raphael Moser/BZ (Gümligen, 11. April 2018))

Der Krienser Peter Schramm (rechts) beim Schussversuch gegen den Berner Tobias Baumgartner. (Bild: Raphael Moser/BZ (Gümligen, 11. April 2018))

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Pereira Spinola Pedro Bruno: ein Name, der wie Honig auf der Zunge zerfliesst. Gestern war der Berner Handballer mit portugiesischen Wurzeln Gift für Kriens: Als sein Team darbte, am Abgrund stand und sich kaum mehr Hoffnungen auf die Wende machen durfte, ergriff der Rechtsaufbauer resolut die Initiative. Er warf schliesslich acht Tore – und den HCK ins Elend. 24:23 stand’s am Schluss für Bern – es war ein Zufallssieger, der indes, das ist zu betonten, unerhörtes Kämpferherz bewies. Und mehrere Krienser Fehlaktionen in der zweiten Halbzeit schonungslos ausnützte. Bern jubelte, Kriens schien am Boden zerstört. Zerstört? «Nein», schwört Trainer Nick Christen, «wir geben nicht auf. Ich spüre, dass wir diese Serie noch kippen können.»

Kriens hatte eine blitzblanke erste Halbzeit hingelegt. Führte nach 16 Minuten 11:5, zur Pause immer noch deutlich 15:10. Ramseier und Blättler, die beiden Flügelraketen, warfen zusammen acht Treffer, Engler (3) versenkte seine Würfe ebenfalls tadellos. Und Goalie Paul Bar stand wie eine Eiche, parierte die Hälfte aller Berner Versuche. Bern torkelte. «Wir haben in diesen 30 Minuten gezeigt, welch Potenzial in unserer Mannschaft steckt», sagte Christen später.

Christen: «Wir brauchen eine volle Halle»

Doch Kriens schien die Angst vor diesem Überraschungscoup zu lähmen. Bern kehrte mit starker Brust aus der Kabine zurück, warf Anschlusstore, verteidigte mit unerhörter Konsequenz: Der HCK benötige nach der Pause fast 10 Minuten für seinen ersten Treffer. Lengacher, ausgerechnet ihm, der nächste Saison zu Kriens stösst, gelang nach 44 Minuten der erstmalige Ausgleich (17:17). Im Abnützungskampf flatterten die Krienser Nerven schliesslich heftiger, «waren uns», haderte Christen, «auch die Schiedsrichter nicht gerade wohlgesinnt». Aber: «In der Endrechnung war unsere Fehlerquote halt doch zu hoch, wir haben eine glänzende Ausgangslage nicht genutzt, uns selber geschlagen. Es ist uns nicht gelungen, in der zweiten Halbzeit den Druck aufrechtzuerhalten.» Die Niederlage sei umso ärgerlicher, «weil wir im Prinzip die bessere Mannschaft sind als Bern», wollte Christen betont haben. Dies wollen er und sein Team am Freitag im Spiel Nummer 4 beweisen: «Wir haben zwei Tage Zeit, die Batterien neu zu laden, dann müssen wir zeigen, dass wir enge Spiele auch gewinnen können.» Der HCK-CEO und -Trainer geht davon aus, dass auch Spiel Nummer 4 auf Messers Schneide entschieden wird: «Umso wichtiger ist es, dass wir auf eine volle Halle zählen können.» Eine allfällige fünfte Partie würde, dies für die Agenda der Krienser Fans, am Sonntag in Gümligen (16 Uhr) stattfinden.

NLA, Playoffs

Viertelfinals (best of 5), 3. Runde: Wacker Thun (1.) – Fortitudo Gossau (8.) 35:28 (16:13); Endstand 3:0. Pfadi Winterthur (2.) – St. Otmar St. Gallen (7.) 36:19 (16:6); Endstand 3:0. Kadetten Schaffhausen (3.) – Suhr Aarau (6.) 31:16 (19:7); Endstand 3:0. BSV Bern Muri (4.) – Kriens-Luzern (5.) 24:23 (10:15); Stand 2:1.

Nächste Runde am Freitag.

Bern Muri – Kriens-Luzern 24:23 (10:15)

860 Zuschauer. – SR Jergen/Zaugg.

Strafen: 3-mal 2 Minuten gegen BSV Bern Muri, 6-mal 2 Minuten plus rote Karte (Schramm/51.) gegen Kriens-Luzern.

BSV Bern Muri: Marjanac (1)/Rosenberg (10. bis 23.); Lengacher (4), Heer (1), Baumgartner (2), Getzmann (4/1), Kusio, Spinola (8/3), Rathgeb (1), Szymanski (3), Rohr, Arn, Mühlemann.

Kriens-Luzern: Bar/Willimann (für 1 Penalty); Fellmann (2), Wipf, Blättler (4/1), Engler (3), Spengler (4), Vögtli, Alili, Ramseier (5), Delchiappo, Schramm (1), Hofstetter (4).

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Nyffenegger und Radovanovic (beide verletzt). Verschossene Penaltys: 3:0.

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