HANDBALL: HC Kriens-Luzern steht in der Finalrunde

Die Krienser Handballer stoppen die sportliche Flaute und schaffen im alles entscheidenden Spiel den Sprung in die Finalrunde: Gegen GC Amicitia Zürich gewann das Team von Trainer Heiko Grimm 22:19 (11:7).

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Die Krienser freuen sich über den Sieg: Luca Spengler (mitte) und Roman Schelbert liegen sich in den Armen, hinten freut sich Boris Stankovic. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Die Krienser freuen sich über den Sieg: Luca Spengler (mitte) und Roman Schelbert liegen sich in den Armen, hinten freut sich Boris Stankovic. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Trotz enormer nervlicher Anspannung und schon fast kapitaler Bedeutung erledigte das Team diese zweitletzte Aufgabe des Jahres (am Freitag steht noch das Cup-Achtelsfinale auf dem Programm) alles in allem mit Bravour.

Nach einer vorsichtigen Abtastphase zu Beginn nahm der HCK das Heft in die Hand und gab es ein Spiel lang nicht mehr ab. Zwar war auch jetzt noch längst nicht alles gut – aber der HCK behielt auch dann die Linie, wenn es mal auf dem Spielfeld nicht mehr ganz nach Wunsch lief. Diese Ruhe und Abgebrühtheit, die zuletzt so oft gefehlt hatte, machte sich jetzt vorallem in der Defensive bemerkbar.

Boris Stankovic signiert nach dem Spiel Handbälle für Kinder. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
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Die Krienser bejubeln den Einzug in die Finalrunde. Von Links nach Rechts: Boris Stankovic, Luca Spengler und Roman Schelbert (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Trainer Heiko Grimm ist in seinem Element. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Boris Stankovic erzielte gegen Amicitia Zürich fünf Treffer. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Boris Stankovic setzt sich gegen die Zürcher Abwehr durch. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Thomas Hofstetter hatte keinen einfachen Stand gegen die Zürcher. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Tom Hofstetter zog im Rückraum Mitte die Fäden und zeigte eine starke Leistung. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Luca Spengler gelangen sechs Treffer. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Boris Stankovic im Duell gegen Ron Delhees. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))
Boris Stankovic setzt sich gegen die Zürcher Abwehr durch. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))

Boris Stankovic signiert nach dem Spiel Handbälle für Kinder. (Bild: Dominik Wunderli (Neue LZ))

Roman Schelbert mit starker Leistung

Mit einem einmal mehr starken Keeper Roman Schelbert zwischen den Pfosten steigerte sich die Deckung der Gastgeber von Minute zu Minute und stellte den im bisherigen Meisterschaftsverlauf so starken Angriff der Zürcher mit Mittelmann Sidorowizc und Topskorer Jelincic vor arge Probleme. Roman Schelberts 11 Paraden kamen zudem vielfach in wichtigen Phasen, als sich die Zürcher zu fangen schienen.

Dem Gast ging mit zunehmender Spieldauer die Luft aus: Gerade mal 8 Feldspieler standen auf der Mannschaftskarte, und mit Daniel Stahl fehlte ein grossgewachsener Abwehrstratege. Der entscheidende Punkt war diesmal aber nicht die Zürcher Deckung, sondern die Fehler in der Offensive, zu denen die sattelfeste HCK-Deckung die Zürcher trieb. So nahm der HCK Mitte der ersten Hälfte resolut das Heft in die Hand und spielte sich in Front. Der Blick nach Bern, wo die zweite Hälfte des Finalrunden-Duells stattfand, war da gar nicht mehr möglich. Denn der HCK stand an diesem Abend zu sattelfest auf dem Platz, war zu stilsicher und letztlich auch zu engagiert, um noch in Gefahr zu geraten.

Cupspiel am Freitag

Neben Roman Schelbert zeichnete sich erneut Luca Spengler aus, der mit einer starken Leistung (6 Tore) nahtlos ans Schaffhausen-Spiel anknüpfte. Weiter aufsteigend war auch die Formkurve der beiden Linkshänder, Boris Stankovic und Nick Tominec, die zusammen 8 Tore erzielten. Tom Hofstetter zog von Rückraum Mitte geschickt die Fäden und zeigte ebenfalls eine starke Leistung. Umso mehr, als sein «Stellvertreter» Tobi Baumgartner momentan verletzt fehlt und Hofstetter unter Vollbelastung steht.

Am Schluss brachen nach dem 22:19-Sieg alle Dämme, feierten sich Spieler und Trainer und freuten sich spitzbübisch. Denn mit dem Sieg schloss der HCK bis auf drei Punkte auf GC Amicitia (Rang 5) und 4 auf St. Otmar (Rang 4) auf. Diesen Rückstand aufzuholen ist in der Finalrunde ab Februar (nach der WM-Pause) nicht ausgeschlossen. Der Auftritt des Teams jedenfalls machte Mut. Und er lässt für Freitag hoffen, wenn der HCK im Cup zu Hause gegen Lakers Stäfa um den Einzug ins Viertelfinal kämpft. Bei gleichem Engagement und Kampfgeist und einer ähnlich guten Leistung wäre dies ein versöhnliches Ende eines Handball-Herbstes, der geprägt war von vielen Hochs und Tiefs. Ein zweiter Erfolg in einer Woche könnte für manchen Ärger und einiges an Nerven, das manche Spiele kosteten, vollauf entschädigen.

Kriens-Luzern - GC Amicitia Zürich 22:19 (11:7)

800 Zuschauer. - SR Meier/Hennig. - Strafen: 5mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern, 3mal 2 Minuten gegen GC Amicitia Zürich.

Kriens-Luzern: Schelbert; Fellmann, Mühlebach, Weingartner, Blättler (1), Spengler (6), Stojanovic (2), Baviera, Lima, Stankovic (5/1), Tominec (3), Schramm (2), Hofstetter (3).

GC Amicitia Zürich: Bar; Sidorowicz (2), Von Ballmoos, Malovic (1), Delhees (3), Grundböck (2), Ramseier (1), Graf (2), Jelinic (5/3), Wittlin (3).

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Baumgartner (verletzt), GC Amicitia komplett. Schelbert hält Penalty von Jelinic. Bar hält Penalty von Stojanovic.

Benedikt Anderes/HCK