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HANDBALL: HCK bekommt Freude am Siegen

Respektabler Auftritt von Kriens: Beim 27:25-Sieg gegen Bern beweist Heiko Grimms Teams, dass es aufwärtsgeht, definitiv. Die Finalrunde rückt immer näher.
Roland Bucher
Dreifacher Torschütze für die Krienser: Christian Wipf. (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 19. November 2017))

Dreifacher Torschütze für die Krienser: Christian Wipf. (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 19. November 2017))

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Es war auch ein kleines Geschenk der Mannschaft an den Chef. Am Samstag hatte Heiko Grimm seinen 40. Geburtstag bei sich zu Hause mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Gestern bedankten sich seine Leute artig, stiessen die Türe zur Finalrunde weit auf. «Wenn wir am nächsten Mittwoch Gossau schlagen», befand Kreisläufer Christian Wipf, dreifacher Torschütze und Rammbock in der Defensive, «dann haben wir es geschafft.»

Wipf, Haudegen mit Vollbart, symbolisiert den Stil dieser Krienser Mannschaft der Neuzeit perfekt: rustikal, radikal, maximal. Rustikale Arbeit, wenn es darum geht, den Gegner einzuschüchtern. Radikal, wenn der Widersacher sich getraut, aufzumotzen. Maximal in der Umsetzung der Möglichkeiten, die dieses Team besitzt. Der handballerische Fundus im Bereich technischer Spielkultur ist nach wie vor bescheiden bis verbesserungsfähig – aber: Dieser HCK-Krafthaufen hat Stolz und Charakter. «Sie hatten mehr Muskelkraft, viel mehr Leidenschaft als wir», staunte Berns Ex-Krienser Tobias Baumgartner mit Respekt, «deshalb hat der HCK verdient gewonnen. Und spätestens heute gezeigt: Einer Finalrunde ohne Kriens würde etwas fehlen.»

Sorgen um Luca Spengler

Die Analyse des Trainers war ein Extrakt höchster Komplimente: «Wir haben in diesem Herbst lange gelitten, gedarbt. Und jetzt dieses Spiel gegen einen so starken Widersacher – ich bin echt stolz.» Der Jubilar, der nächste Saison seiner Trainerkarriere in der Bundesliga neuen, noch kräftigeren Schub verleihen wird, holte tief Luft, wollte betont haben: «Es war eine krass starke Leistung meiner Leute.»

Seine Leute: Die hatten in der ersten Halbzeit doch einige Durchhänger, mussten anerkennen, dass Bern spielerisch einige Prozente reifer scheint, doch wenn’s darum geht, in wichtigen Aktionen den entscheidenden Stempel aufzudrücken, dann waren halt Kraftprotze wie Wipf, Schramm, Fellmann am Drücker. «Wir sind näher zusammengerückt», erklärte Wipf, der Winkelried am Kreis, der nach Bavieras Rücktritt viel Verantwortung zu übernehmen hat. Und Mosaiksteinchen zum Sieg beitrug, den Grimm so deklarierte: «Sehr schön. Wir haben wieder Freude am Gewinnen bekommen ...»

Einer applaudierte mit, aber mit Sorgenfalten auf der Stirn: Luca Spengler, der Wurfgewaltigste des Ensembles, wand sich nach einem Rencontre mit Baumgartner am Boden, musste vom Spielfeld geführt werden. Das Knie ist verletzt, die Hoffnung indes stirbt zuletzt. «Ich bin mir fast sicher, dass es keine Kreuzbandverletzung ist», meint der 2-Meter-Mann. Heute folgt die definitive Diagnose. Spenglers Durchschlagskraft würde Kriens im Quali-Endspurt fehlen. Aber für alle Fälle haben Grimms Mannen vorgesorgt: Der Sieg gegen Bern war fein, wichtig – und, eben, macht Freude auf mehr. «Vom Siegen kann man nie genug bekommen», bilanzierte Heiko Grimm einen Handballabend, der das Krienser Selbstwertgefühl wieder kräftig aufpolierte. Und das ist nichts als gut so.

Kriens-Luzern – Bern Muri 27:25 (13:15)

Kriens. – 600 Zuschauer. – SR Boskoski/Stalder. – Strafen: 7-mal 2 Minuten gegen Kriens-Luzern, 5-mal 2 Minuten gegen BSV Bern Muri.

Kriens-Luzern: Willimann (31. Bar); Fellmann (3), Wipf (3), Blättler, Engler (5), Spengler (1), Vögtli (3), Alili (5), Brücker (3/1), Schramm (4). – BSV Bern Muri: Marjanac; Lengacher (2), Groff (2), Heer (1), Baumgartner (4), Getzmann (2/2), Striffeler (1), Kusio (4), Pereira Spinola (2), Rathgeb, Szymanski (5), Arn, Mühlemann (2).

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Hofstetter, Nyffenegger, Radovanovic und Ramseier (alle verletzt).

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