HANDBALL: HCK mit Leidenschaft zum Derbysieg

Die NLA-Handballer des HC Kriens-Luzern gewinnen auch das zweite NLA-Gipfeltreffen der Region klar mit 33:25. Der KTV Altdorf stemmte sich zwar lange gegen die drohende Niederlage, musste aber Schluss die Flügel strecken.

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Der Krienser Nicolas Raemy, rechts, gegen Altdorfs Marcel Luthiger im Tor. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Krienser Nicolas Raemy, rechts, gegen Altdorfs Marcel Luthiger im Tor. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Krienser Daniel Fellmann, vorne, gegen Altdorfs Sebastian Munzert. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
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Thomas Hofstetter muss ich gegen Altdorfs Sebastian Munzert behaupten. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Kriens' Daniel Fellmann (Mitte) gegen Altdorfs Torhüter Marcel Luthiger und Lutz Wesseling. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ
Der Krienser Tobias Baumgartner und Altdorfs Daniel Röösli. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Der Krienser Nicolas Raemy, rechts, gegen Altdorfs Marcel Luthiger. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Daniel Fellmann, rechts, gegen Altdorfs Sebastian Munzert. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Kriens Nicolas Raemy, rechts, jubelt mit Boris Stankovic. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)
Die Krienser freuen sich über einen Treffer. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der Krienser Daniel Fellmann, vorne, gegen Altdorfs Sebastian Munzert. (Bild: Philipp Schmidli / Neue LZ)

Der HC Kriens-Luzern kämpfte sich ins Spiel und setzte am Schluss zur glanzvollen Gala an. Nach dem 33:25-Derbysieg bleibt der HCK auf Finalrundenkurs.

Am Schluss war es die grosse Gala, die der HCK den 1'050 Fans in der Luzerner Maihofhalle in einem insgesamt stimmungsvollen Innerschweizer NLA-Derby bot. Ein «Doppelflieger» mit Tobi Baumgartner beim Abschluss, oder Nicolas Raemys feine Einzelleistung auf Rechtsaussen. Ein Sahnehäubchen auf ein Spiel, das selbst die zahlreich mitgereisten Urner Fans mit fairem Applaus bedachten. Niedlos mussten sie zugestehen, dass der HC Kriens-Luzern diesmal deutlich besser war. Der «grosse Nachbar» verfügte nicht nur über das breitere Kader, er verfügte auch über den deutlich längeren Atem.



Denn als bei Altdorf die Luft weg war, setzte der HC Kriens-Luzern noch einmal zu. Und das «behind the money line» - also in der Schlussphase, in der so manches Handball-Spiel entschieden wird. Freundlich unterstützt durch eine relativ hohe Fehlerquote des HCK gelangen den Urnern lange Zeit viele einfache Tore. So blieben die Urner dran – näher, als es die Kräfteverhältnisse aus dem Platz vermuten liessen. Dem HCK gelange es gleichzeitig nicht, vorzeitig für den entscheidenden Abstand zu sorgen.

Gala in der Schlussphase

Auf 20:18 war Altdorf wieder herangekommen, glaubte das Momentum endgültig auf seiner Seite. Exakt dann krallte sich HCK-Keeper Roman Schelbert Daniel Rööslis Siebenmeter (41.). Das war das Fanal für den HCK, dem Spiel endgültig die entscheidende Richtung zu geben. Sieben Minuten später führte der Favorit 26:20 – Altdorfs Kräfte schwanden und es blieb kaum mehr Energie übrig, um dem Krienser Sturmlauf etwas Sinnvolles entgegenzuhalten. Schon gar nicht der Gala in der Schlussphase, mit der der HCK für die Galerie gleich mehrere Glanzpunkte setzte.

Beim HCK war am Schluss die Deckung sicher deutlich besser als noch beim Derby in Altdorf. Da hat das Team einen Schritt nach vorne gemacht. Wenngleich der Gegner mit einem berechenbaren Spielkonzept nicht allerhöchste Ansprüche stellte. In der Offensive sprang die Linkshänder-Fraktion des HCK in die Bresche, weil auf der rechten Seite (bei Abwesenheit Schramms, dessen Sehnenverletzung am Daumen aus dem Cupspiel für eine vierwöchige Zwangspause sorgt) für einmal die eine oder andere Chance vertan wurde. Doch das Duo Boris Stankovic (13/6) und Nicolas Raemy (8) glänzte, überzeugte, beeindruckte. Nicht nur der Tore wegen, sondern auch der Spielfreude wegen. Sie wurden am Schluss zusammen mit Roman Schelbert, der sich im Verlaufe des Spiels klar steigerte, zu den Matchwinnern des Abends.

Der HC Kriens-Luzern tat mit diesem Derbysieg einen wichtigen Schritt Richtung Finalrunde. Wer in einem Derby nur zu verlieren hat, letztlich aber trotzdem klar und souverän gewinnt, der kann nicht nur zwei Punkte, sondern auch wichtiges Selbstvertrauen in die kommenden Spiele nehmen. Altdorf hingegen musste schmerzvoll erkennen, dass die Luft im Team zwar reicht, um Spiele zu überstehen – aber nicht, um in der entscheidenden Schlussphase die so wichtigen Impulse noch einmal setzen zu können.

Benedikt Anderes / HC Kriens-Luzern

HC Kriens-Luzern - KTV Altdorf 33:25 (16:14)
Maihofhalle Luzern, 1'050 Zuschauer, SR Meyer/Buache

Spielverlauf: 1:0, 1:1, 3:3, 5:3, 5:5, 6:6, 6:7, 9:7, 10:9, 13:11, 13:12, 14:12, 15:13, 16:14; 16:15, 18:15, 20:16, 20:18, 22:19, 26:20, 27:22, 29:23, 30:23, 32:25, 33:25.

HC Kriens-Luzern: Schelbert/Portmann (ab 50.); Fellmann (3), Mühlebach, Ramey (8), Blättler (4), Spengler (5), Buholzer (1), Baviera (2), Hess, Stankovic (13/6), Baumgartner (6), Hofstetter (6).

KTV Altdorf: Luthiger/Stocker; Munzert (3), Huwiler (3), Zürcher, Bär, Wesseling (6), Fallegger (3), Stadelmann (2), Auf der Maur, Dossenbach, Reuter (4), Röösli (4).

Bemerkungen: HCK ohne Delhees (Schleudertrauma), Schramm (Sehnenverletzung am Daumen) und Stojanovic. Altdorf ohne Piske und Srdjan. Penalties: 41. Schelbert hält Penalty von Röösli (20:18), 59. Stankovic scheitert mit Siebenmeter an Luthiger (32:25).

J.P. Chenet Best Player: Lutz Wesseling (KTV Altdorf) und Roman Schelbert (HC Kriens-Luzern)



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