HANDBALL: HCK verpflichtet kroatischen Nationalspieler

Der kroatische Nationalspieler Nik Tominec (23) wird neuer Linkshänder des HC Kriens-Luzern. Der gebürtige Luzerner wechselt auf die kommende Saison von Kadetten Schaffhausen mit einem Zweijahresvertrag zum HC Kriens-Luzern.

Drucken
Teilen
Rik Tominec, vorne, wird auf die kommende Saison hin zum HC Kriens-Luzern wechseln. (Bild: Keystone)

Rik Tominec, vorne, wird auf die kommende Saison hin zum HC Kriens-Luzern wechseln. (Bild: Keystone)

Nik Tominec wird damit für die kommenden zwei Jahre auf der rechten Seite des NLA-Teams aktiv sein und dort mit Routinier Boris Stankovic sowie den beiden Jungen Yves Mühlebach und Claudio Vögtli eine starke Linkshänder-Fraktion bilden. Er ersetzt den zu Wacker Thun wechselnden Nicolas Raemy.

Tominec wird von Schaffhausen nach Luzern umziehen und dort ein Studium beginnen. Der 23-Jährige durchlief die Nachwuchsstufen bei Borba Luzern (damals noch parallel zu einer Ausbildung als Fussballer) und wurde U17-Schweizermeister, entschied sich dann aber ganz für den Handball.

Im Kader von Cimos Koper (Slowenien) sammelte er Erfahrungen, kam dann bei Branik Maribor (Slowenien) zu regelmässigen Einsätzen und stiess schliesslich im Jahr 2011 zu den Kadetten Schaffhausen.

Hohe sportliche Ambitionen

«Wir haben uns sehr für ein Engagement von Nik Tominec eingesetzt», sagt Nick Christen, CEO der HC Kriens-Luzern AG. «Zum einen sind wir sehr von den Fähigkeiten von Nik Tominec überzeugt. Zum anderen ist er Zentralschweizer und passt geradezu optimal in die Altersstruktur auf der Linkshänder-Position. Und er ist ein junger Schweizer Spieler, der uns viel bringen wird und der bei uns einen weiteren Schritt machen kann, um seine sportlichen Ambitionen zu verwirklichen.»

Nik Tominec freut sich auf die neue Aufgabe. Er sieht den Wechsel in die Innerschweiz nicht als Rückschritt: «Eine sportliche Luftveränderung tut mir gut. Ich freue mich, mit meinem neuen Team nächste Saison einen weiteren Schritt nach vorne machen zu können. Zudem ist es eine Heimkehr in mein gewohntes Umfeld und in meine Heimat»

Umso mehr, als er sich hier mit einem Studium auch die beruflichen Perspektiven verbinden liessen. «Ich werde beim HC Kriens-Luzern aufgrund meiner Erfahrungen in Slowenien und Schaffhausen vermehrt Verantwortung zu tragen haben. Das hat mich sehr gereizt.» Dies als Unterschied zu Schaffhausen, wo Tominec Teil eines hochkarätig besetzten Kaders war, das auf Champions League-Teilnahmen ausgerichtet war.

Nati-Entscheid für Kroatien und gegen die Schweiz

Nik Tominec selber ist Kadermitglied der kroatischen Landesauswahl. Dort stellt er sich international hochkarätiger Konkurrenz und will sich auch nach seinem Vereinswechsel nach Luzern für diese Aufgebote aufdrängen. In der kroatischen Auswahl spielt Tominec als slowenisch-schweizerischer Doppelbürger übrigens, weil er durch die kroatischen Wurzeln seiner Mutter die Auswahlmöglichkeit hatte und sich für Kroatien, damit aber auch gegen Slowenien und die Schweiz entschied hatte.

Nik Tominec stammt aus der «Handballer-Familie» Tominec. Vater Matjaz Tominec prägte als Spieler und Trainer unter anderem auch bei Borba Luzern die erfolgreichen Jahre im Schweizer Handball, Mutter Zelika war bei Borba Luzerns Frauen an den bisher grössten Erfolgen beteiligt und zudem Jugoslawische Nationalspielerin, Bruder Rok Tominec lange auch beim HC Kriens aktiv.

HCK/Benedikt Anderes/zim