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HANDBALL: Heiko Grimm hinterlässt ein schönes Erbe

Der HC Kriens-Luzern verliert eine dramatische Partie gegen Pfadi Winterthur mit 21:23. Dabei trotzte das Team von Heiko Grimm allen Widerwärtigkeiten.
Bedankt sich bei seinen Fans für die schöne Zeit in Kriens: Trainer Heiko Grimm. (Bild: Roger Grütter (Kriens, 16. Dezember 2017))

Bedankt sich bei seinen Fans für die schöne Zeit in Kriens: Trainer Heiko Grimm. (Bild: Roger Grütter (Kriens, 16. Dezember 2017))

Roland Bucher

sport@luzernerzeitung.ch

Es war ein hässliches Handballspiel, ein kompromissloser In-Fight mit zwei roten Karten und 14 Zweiminutenstrafen. Ein Abnützungskampf ohne spielerische Glanzlichter. Am Schluss zeigte Winterthur mehr Nervenstärke gegen ein Kriens, das auf den Felgen lief, das Letzte herauspresste – es war zu wenig. Daran änderten auch persönliche Efforts von Alili und Engler, in den letzten Wochen stets die herausragenden Persönlichkeiten in dieser Equipe, nichts. Dass Kriens eine gute Möglichkeit vergab, weitere wichtige Punkte im Kampf um eine gute Ausgangslage in der Finalrunde einzufahren, war nicht unlogisch. Die Mannschaft agierte nach der sehr hart ausgesprochenen roten Karte gegen Peter Schramm (10.) in Minimalbestand, Heiko Grimm hatte teilweise in abenteuerlichen Formationen zu agieren. «Was wir mit diesen Möglichkeiten herausgeholt haben, das macht mich stolz», sagte der Trainer.

Wie gesagt: Die Niederlage, knapp, vermeidbar, war Nebensache. Denn: Punkt 19.50 Uhr sagte Heiko Grimm definitiv «Tschüss». Der Deutsche, ab Januar in der Bundesliga bei Melsungen tätig, gab unumwunden zu, dass es «für mich ein unerhört bewegender Moment ist». Er habe in Kriens fünf wunderbare, wertvolle Jahre erlebt: «Ich bin dem HC Kriens-Luzern nichts als dankbar, dass er mir die Möglichkeit gegeben hat, mich hier in meiner ersten Trainerstation zu bewähren.»

Die Laudatio von Würmli

Er, der den HCK fünf Mal in Folge in die Finalrunde dirigierte, werde diesen Verein immer tief im Herzen drin behalten: «Es war eine wunderbare Zeit in der Innerschweiz.» Sehen wird man sich übrigens schon bald wieder: Die Krienser werden ihr Trainingslager im nächsten Sommer – natürlich – in Melsungen absolvieren. In den Schlussminuten war auf der Tribüne unschwer zu erkennen, wie sehr man Heiko Grimm vermissen wird: Die Fans, seine Fans, spendeten dem scheidenden Cheftrainer minutenlang Applaus. Und Grimm betonte: «Ich habe hier so viele liebe Freunde gefunden.» Die Liebste: Carolin, seine Partnerin, die er im Sommer geheiratet hatte. «Ich nehme viele schöne sportliche Erinnerungen aus der Schweiz mit zurück nach Deutschland. Das schönste Geschenk, das mir dieses Land beschert hat, ist Carolin.»

Es waren berührende Augenblicke, und Hans-Peter Würmli, der Verwaltungsratspräsident des HC Kriens-Luzern, betonte in seiner Laudatio: «Heiko war nicht nur ein hervorragender Trainer. Sondern vor allem ein grossartiger Mensch. Kriens hat ihm für die Zukunft in jeder Beziehung unerhört viel zu verdanken.» Grimm sagte, er sei glücklich, ein Team zu übergeben, welches lebe: Das bewies der arg dezimierte HCK gestern mit Nachdruck. Grimm hinterlässt ein schönes Erbe. Goran Perkovac, der kroatische Olympiasieger, wird es zu verwalten haben.

HC Kriens-Luzern - Pfadi Winterthur 21:23 (9:8)

Krauerhalle, 850 Zuschauer. SR Buache/Meyer

Spielverlauf:0:1, 3:1, 3:4, 5:4, 6:8, 9:8; 9:9, 11:9, 11:11, 12:12, 15:13, 16:14, 17:17, 18:18, 18:20, 20:23, 21:23.

Strafen: 9. Rote Karte gegen Schramm (3:1), 40. rote Karte gegen Kuduz (14:13). HC Kriens-Luzern 6x2 Minuten, Pfadi 5x2 Minuten.

HC Kriens-Luzern: Willimann/Bar (ab 50.); Fellmann (2), Wipf, Blättler (3), Engler (5), Vögtli, Alili (8), Brücker (1), Gnos (1), Delchiappo, Schramm (1).

Pfadi Winterthur: Schulz/Vaskevicius (ab 41.); Bräm, Ott (2), Maros (4), Tynowski (3), Hess (1), Kasapidis (1), Langerhuus (4), Lier (6), Heer, Kuduz (1), Freivogel, Svajlen

Bemerkungen: Kriens-Luzern ohne Hofstetter, Nyffenegger, Ramseier, Radovanovic, Spengler. Pfadi ohne Jud, Vernier, Sidorowicz. Penaltiues: 10. Lier schiesst Penalty gegen Willimann an den Pfosten (3:1); 30. Brücker scheitert mit Penalty an Schulz (9:8).

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