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HANDBALL: Heimniederlage gegen Leader Wacker Thun

Der HC Kriens-Luzern verliert gegen Wacker Thun mit 22:29 zurück. Es ist das logische Ergebnis in einem Spiel, in dem der Leader mit mehr Feuer und mehr Selbstvertrauen agierte und so auch in den entscheidenden Momenten stilsicherer unterwegs war. Der HC Kriens-Luzern gab sich sichtbar Mühe, konnte aber personellen Defizite und Ausfälle wegen Krankheiten oder Verletzungen nicht kompensieren.
Wuchtig zum Abschluss: Peter Schramm vom HC Kriens-Luzern (links). (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. Januar 2018))

Wuchtig zum Abschluss: Peter Schramm vom HC Kriens-Luzern (links). (Bild: Nadia Schärli (Kriens, 31. Januar 2018))

Am Schluss scherzten die Gäste schon auf dem Feld, trugen nach kurzem Siegerjubel eine Kiste Bier in die Garderobe und konnten es sich sogar leisten, mit Lenny Rubin einen ihrer Besten zur Schonung auf der Bank zu lassen. Das Spiel hatte in der Krauerhalle seinen logischen Verlauf genommen. Der Gast spielte die Zeit am Schluss herunter, lag sicher in Front. Vorallem aber war von den Zentralschweizern kaum mehr viel Gegenwehr zu spüren - die Partie war gelaufen.

Die 22:29-Niederlage entbehrt nicht einer gewissen Logik. Denn angesichts der Absenzen wegen Krankheiten und Verletzungen war das Kader der Zentralschweizer inzwischen bereits ordentlich ausgedünnt. Schramm (wurde nicht eingesetzt), Delchiappo (krank), Fellmann (spielte zwar, lag aber mit Grippe in den Tagen davor auch flach), Radovanovic (Gehirnerschütterung) - die Verletztenliste war lang. Und wenn dann das Team auch noch in der Startphase ein Blackout einzieht und schon ach 15 Minuten mit 4:8 hinten liegt, dann fördert das die Stilsicherheit nicht besonders.

So entwickelte sich ein Spiel, in dem der Gastgeber nie am Punktgewinn dran war. Und trotzdem eine über weite Strecken vernünftige Leistung ablieferte. Aber es gibt halt auch Abende, an denen alles Rackern und Schuften nicht den gewünschten Erfolg bringt. Ein gutes Beispiel war dafür Kreisläufer Christian Wipf. Er hatte angesichts der eben erst überstandenen Grippe von Fellmann mehr Spielanteile als gewohnt. Er rackerte, lief, sperrte und wühlte - aber Zählbares gelingen wollte ihm nichts. Er vergab nicht nur annähernd ein halbes Dutzend Chancen, er flog nach 42 Minuten auch noch mit roter Karte vom Platz, weil die Schiris ein Beinstellen gesehen haben wollten. Symptomatisch in einem Spiel, in dem zwar vieles gelang, in entscheidenden Phasen eben auch wieder gar nichts.

Krasses Gegenstück war da der Leader aus Thun. Trotz Müdigkeit nach Europacup-Reise nach Spanien brannte in den Berner Oberländer das Feuer. Sie fighteten auch dann noch um jeden Ball, als die Partie längst entschieden war. Dass der eine oder andere dabei fast überdrehte, mag sein. Aber die Thuner machten damit den Unterschied aus. Den Unterschied von 7 Toren, der so auch völlig in Ordnung geht. Sie waren nicht nur spielstärker und stilsicherer, sie waren auch zielstrebiger und konsequenter. Beeindruckend, wie oft sie mit schnellem Umschalten von der Defensive zur Offensive für «billige» Tore sorgten. Glänzend geführt von Lukas von Deschwanden.

Auf Krienser Seite fokussierten sich die Fans in der Krauerhalle deshalb bald einmal auf die Silberstreifen am Horizont. Und die gab es durchaus. Regisseur Tom Hofstetter zeigte, dass er nach seiner Kreuzband-Verletzung auf dem richtigen Weg ist und das Vertrauen in das operierte Knie mit jedem Spiel mehr zurückkommt. Ein Lichtblick war wieder einmal Luca Spengler. In Abwesenheit von Peter Schramm zeigte er eine sehr seriöse Leistung und liess das grosse Potential wieder einmal aufblitzen.

pd/os

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